Geschichten aus den heiligen Schriften
4. Kapitel: Martin Harris und die verschwundenen Seiten: 1824–1828
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“4. Kapitel: Martin Harris und die verschwundenen Seiten: 1824–1828,” Geschichten aus dem Buch ,Lehre und Bündnisse’ (2002), 17–21

“4. Kapitel,” Geschichten aus dem Buch ,Lehre und Bündnisse’ 17–21

4. Kapitel

Martin Harris und die verschwundenen Seiten

(1824–1828)

Die Eltern von Joseph Smith waren arm. Sie brauchten Geld. Joseph wollte seiner Familie helfen. Er zog nach Pennsylvanien, um zu arbeiten. Pennsylvanien liegt auch in Amerika. Er wohnte bei einem Mann, der Hale hieß.

Herr Hale hatte eine Tochter, die Emma hieß. Joseph lernte Emma kennen. Sie verliebten sich und heirateten. Dann zogen sie zu Josephs Eltern. Joseph half seinem Vater bei der Landarbeit.

Viele Leute wußten, daß Joseph Smith Goldplatten hatte. Sie versuchten, die Platten zu stehlen. Die Leute machten Joseph Schwierigkeiten. Sie erzählten Lügen über ihn und seine Familie.

Die Schwierigkeiten wurden so groß, daß Joseph und Emma beschlossen, wegzuziehen. Sie wollten nach Pennsylvanien ziehen. Sie wollten in der Nähe von Emmas Eltern wohnen. Aber sie hatten nicht genug Geld, um wegzuziehen.

(Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:61.)

In der Nähe von Joseph Smith lebte ein Mann, der Martin Harris hieß. Er hatte eine große Farm. Er hatte viel Geld. Martin Harris war zu Joseph und Emma freundlich. Er gab ihnen Geld, so daß sie umziehen konnten. Joseph und Emma zogen also nach Pennsylvanien.

Joseph versuchte nun, zu übersetzen, was auf den Goldplatten geschrieben stand. Er konnte die Schriftzeichen nicht lesen. Gott half ihm. Joseph nahm den Urim und Tummim. Nun konnte er das Geschriebene verstehen. Wir können lesen, was er übersetzt hat. Es ist das Buch Mormon.

Martin Harris zog auch nach Pennsylvanien. Er half Joseph beim Übersetzen. Joseph las vor, was auf den Goldplatten stand, und Martin Harris schrieb es nieder. Bald hatten Joseph Smith und Martin Harris 116 Seiten übersetzt.

Martin Harris wollte die 116 Seiten mit nach Hause nehmen und sie seiner Familie zeigen, Joseph fragte den Herrn, ob Martin Harris die Seiten mit nach Hause nehmen könne. Der Herr sagte nein. Daraufhin fragte Joseph noch einmal. Der Herr sagte wieder nein.

Martin Harris wollte die Seiten aber immer noch mit nach Hause nehmen. Deshalb fragte Joseph den Herrn noch einmal. Diesmal sagte der Herr, Martin Harris könne die Seiten mit nach Hause nehmen. Der Herr sagte, er könne die Seiten seiner Familie zeigen. Aber er dürfe sie niemandem sonst zeigen.

Martin Harris versprach, dem Herrn zu gehorchen. Er nahm die Seiten mit nach Hause. Er zeigte sie seiner Familie. Aber er hielt sein Versprechen nicht. Er zeigte die Seiten auch anderen Leuten. Dann legte er sie weg.

Später wollte er die Seiten wieder holen. Er suchte überall, aber er konnte sie nicht finden. Die Seiten waren verschwunden.

Joseph machte sich große Sorgen wegen der verschwundenen Seiten. Er konnte nicht schlafen.

Jesus sprach mit Joseph. Er sagte, daß Martin Harris etwas Schlechtes getan habe. Martin Harris hatte versprochen, dem Herrn zu gehorchen. Aber er hatte sein Versprechen nicht gehalten. Und jetzt waren die Seiten verschwunden. Martin Harris durfte nicht mehr beim Übersetzen helfen.

(LuB 3:12–14.)

Jesus sagte, der Satan wolle, daß die 116 Seiten verschwunden seien. Schlechte Männer hatten die Seiten. Der Satan und die Männer wollten Gottes Werk aufhalten. Sie wollten nicht, daß die Menschen an das Buch Mormon glaubten. Jesus sagte, der Satan könne Gottes Werk nicht aufhalten. Kein Mensch kann Gottes Werk aufhalten.

(LuB 10: Einleitung, 8,12,22–29,33,43.)

Jesus sagte Joseph Smith, er solle sich keine Sorgen um das machen, was auf den verschwundenen Seiten stand. Das gleiche stand nämlich auch in einem anderen Abschnitt der Goldplatten. Jesus sagte Joseph, er solle den anderen Teil der Platten übersetzen. Dann könnten gute Menschen das Buch Mormon lesen. Sie würden daran glauben, daß das Buch wahr ist. Sie würden das Evangelium kennenlemen.