Geschichten aus den heiligen Schriften
45. kapitel: Der Pöbel in Missouri: 1838

“45. kapitel: Der Pöbel in Missouri: 1838,” Geschichten aus dem Buch ,Lehre und Bündnisse’ (2002), 167–72

“45. kapitel,” Geschichten aus dem Buch ,Lehre und Bündnisse’, 167–72

45. kapitel

Der Pöbel in Missouri

(1838)

Manche Heilige wohnten in Far West in Missouri. Joseph Smith wohnte auch dort. Die Leute freuten sich. Sie bauten schöne Häuser und Schulen.

Aber es gab nicht lange Frieden. Schlechte Leute machten den Heiligen Schwierigkeiten. Sie erzählten Lügen über sie. Sie sagten Schlechtes über die Führer der Kirche.

Die schlechten Männer trafen sich und machten Pläne, was sie den Heiligen Übles antun könnten.

Sie taten viel Schlechtes. Sie vertrieben die Heiligen aus ihren Häusern.

Sie verbrannten die Häuser und verwüsteten die Farmen.

Sie verprügelten die Männer und steckten einige ins Gefängnis.

Sie mißhandelten auch die Frauen; einige brachten sie sogar um.

Herr Boggs war Gouverneur von Missouri. Die schlechten Männer erzählten ihm Lügen über die Heiligen.

Daraufhin sagte Gouverneur Boggs einigen Soldaten, daß sie die Heiligen umbringen sollten, wenn sie Missouri nicht verließen. Die schlechten Männer freuten sich. Sie taten auch noch viel anderes Schlechtes. Und der Gouverneur hinderte sie nicht daran.

Einige Heilige wohnten in einem Ort, der Haun’s Mill hieß. Eines Tages arbeiteten einige auf dem Feld, andere arbeiteten im Haus. Da kamen die schlechten Männer und griffen sie an.

Einige Heilige flüchteten sich in ein Blockhaus. Der Mob schoß durch die Ritzen in den Wänden.

Er brachte die Heiligen um, die sich versteckt hatten. Auch Kinder wurden erschossen.

Dann plünderten die schlechten Männer die Häuser und Wagen der Heiligen. Sie brachten viele Männer um. Die Frauen und Kinder blieben allein zurück.

Später nahmen Soldaten Joseph Smith und andere Führer der Kirche gefangen. Sie hatten den Auftrag, Joseph Smith und seine Freunde zu erschießen.

Aber der Soldatenführer gehorchte nicht. Er wollte Joseph Smith und seine Freunde nicht erschießen. Er sagte, das sei Mord.

Die Soldaten steckten Joseph Smith und seine Freunde ins Gefängnis. Sie wurden mit Ketten gefesselt. Es war kalt im Gefängnis. Joseph Smith und seine Freunde mußten auf dem kalten Boden schlafen.

Die Wachen waren schlechte Männer. Sie fluchten und erzählten schlimme Geschichten. Sie erzählten davon, wie sie die Heiligen bestohlen und umgebracht hatten. Sie erzählten, wie sie die Frauen und Kinder mißhandelt hatten. Sie lachten und prahlten die ganze Nacht.

Joseph Smith konnte dieses abscheuliche Gerede nicht länger ertragen. Er wollte nichts mehr von dem hören, was sie sagten. Er stand auf und gebot ihnen im Namen Jesu Christi, aufzuhören. Er sagte: „Hört auf! Sonst sterbt ihr oder ich auf der Stelle!” Da bekamen die Wachen Angst. Sie sagten Joseph Smith, daß es ihnen leid tue. Dann setzten sie sich in eine Ecke und waren still.

Brigham Young gehörte zu den Aposteln. Er rief die Heiligen zu einer Versammlung, während Joseph Smith im Gefängnis war. Er sagte ihnen, daß sie Missouri verlassen müßten. Viele Heilige waren arm. Sie hatten keinen Wagen und kein Pferd. Die Männer auf der Versammlung sagten, sie würden den armen Heiligen helfen.

Die Heiligen verließen Missouri. Es war Winter, und es war sehr kalt. Die schlechten Männer wollten ihnen wieder Böses antun. Sie stahlen ihre Pferde und Kühe.

Die Heiligen zogen nach Quincy in Illinois. Die Leute in Quincy waren freundlich zu ihnen.

Gouverneur Boggs und seine Freunde freuten sich, daß die Heiligen weg waren. Die einzigen Heiligen, die es noch in Missouri gab, saßen im Gefängnis.