2008
    Der Mann, der Antworten hat
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    Der Mann, der Antworten hat

    Wenn Christian Monzóns Freunde Fragen haben, können sie sich immer an ihn wenden.

    Was tut man, wenn man mit Pornografie in Berührung kommt? Eines Tages lieh sich Christian Monzón aus Asunción in Paraguay das Handy eines Schulfreundes, um Spiele darauf zu spielen. Er entdeckte, dass auf dem Handy Pornografie gespeichert war.

    Christian wusste sofort, wie mit so etwas zu verfahren war, und so machte er seinem Freund klar, dass er diese anstößigen Bilder loswerden musste. Christian erklärte ihm ganz ruhig, welchen Schaden solche Bilder anrichten können. Er sagte: „Wenn du ein Vater wärst, würdest du wollen, dass dein Sohn so etwas anschaut?“

    Manches von dem, was Christian seinem Freund gesagt hat, steht in der Broschüre Für eine starke Jugend. Christian sagt, dass ihm die Broschüre in jeder Lebenslage hilft. „Ohne sie wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin“, sagt er. Er hat auch einigen seiner Freunde aus der Schule die Broschüre gegeben. Auch sie fanden darin für bestimmte Probleme die Anleitung, die sie brauchten, sagten sie ihm.

    Wo findet man Hilfe, wenn man mit den Versuchungen des Lebens konfrontiert wird? Christian weiß, dass die Broschüre Für eine starke Jugend bei vielen Versuchungen, die in seinem Freundeskreis häufig sind, eine Hilfe sein kann, zum Beispiel bei Drogen und Alkohol. Zwar haben nur wenige seiner Freunde zuhause Zugang zum Internet, aber sie können ganz einfach in ein Internetcafé gehen, und so haben sie auch Zugang zu Pornografie.

    Freunde aus der Schule wenden sich oft an Christian und an seinen älteren Bruder Jimmy, wenn sie Probleme haben, denn sie vertrauen darauf, dass die beiden Heiligen der Letzten Tage ihnen Antworten geben können. Beide werden gerade wegen ihres Glaubens von ihren Schulkameraden respektiert. Christians Mitschüler respektieren ihn sogar so sehr, dass sie ihn zum Schulsprecher gewählt haben. Unter anderem bedeutet das, dass er ihr Vertreter ist, wenn sie Schwierigkeiten in der Schule haben.

    Wie planst du für die Zukunft? Christian sagt, dass er eine Vollzeitmission plant und dieses Wissen ihm geholfen hat, Prioritäten zu setzen. Nachdem er die Schule abgeschlossen hat, möchte er Informationstechnologie studieren. Aber wenn man weiß, wie man sich darauf vorbereitet, das Melchisedekische Priestertum zu empfangen, in den Tempel zu gehen, auf Mission zu gehen und zu heiraten, dann weiß man auch, wie man sich auf so etwas vorbereiten soll.

    Christian findet es außerdem hilfreich, etwas über die Lehren und die Geschichte der Kirche zu lernen. Tatsächlich mag er am liebsten Begebenheiten aus der Geschichte der Kirche. Sie geben ihm Kraft, beispielsweise die Geschichte vom Zionslager im Jahr 1834. Damals drohte der Pöbel das Lager anzugreifen, und der Prophet Joseph Smith prophezeite, dass der Herr das nicht zulassen würde. An diesem Abend zerstreute ein fürchterlicher Sturm den Pöbel.1 Daran erkennt Christian, dass er sich ohne Furcht auf die Zukunft vorbereiten kann, denn der Herr beschützt diejenigen, die ihm dienen.

    Wie stärkst du dein Zeugnis? Eine Möglichkeit, die Christian herausgefunden hat, ist, sich mit dem Leben des Propheten Joseph Smith zu befassen. Er führt dazu Lehre und Bündnisse 135:3 an, wo es heißt, dass Joseph Smith „mehr für die Errettung der Menschen in dieser Welt getan [hat] als irgendein anderer Mensch, der je auf ihr gelebt hat“. Christian fügt hinzu: „Mehr über Joseph Smith zu erfahren hat mein Leben verändert.“

    Wenn man sich mit der Geschichte der Kirche befasst, sagt er, „wird einem begreiflich, welche Aufgabe wir heute haben“. Eine weitere seiner Lieblingsgeschichten ist die der jungen Männer, die 1856 bei der Rettung der Handkarrenabteilung Martin geholfen haben. Die jungen Männer trugen erschöpfte, hungernde Pioniere durch den eiskalten Sweetwater River.2 Christian sagt, er hoffe, dass er auch einmal so großen Mut beweisen kann, wenn er geprüft wird.

    Warum ist dir das Evangelium so wichtig? Christian hat auch auf diese Frage eine Antwort. Er ist Priester im Aaronischen Priestertum und nimmt jeden Morgen mit anderen Jugendlichen aus dem Zweig Cocuere im Pfahl Capiatá in Paraguay am Seminar teil. Die Seminarklasse findet bei ihm zuhause statt; seine Mutter ist die Lehrerin.

    Was er über den Erlösungsplan unseres Vaters im Himmel gelernt hatte, half ihm, als sein geliebter Großvater plötzlich starb. Er fand Trost und Frieden in „der Hoffnung, die uns das Evangelium gibt“.

    Er sagt, dass ihm das Evangelium in allen Lebenslagen hilft. „Ich weiß, dass die heiligen Schriften eine Offenbarung unseres Vaters im Himmel sind“, bezeugt er. „Ich weiß, dass dies die wahre Kirche ist, und ich weiß, dass Jesus Christus lebt.“