2008
    Meine Vorbereitung auf Mission
    Heruntergeladene Inhalte
    Ganzes Buch (PDF)
    Fußnoten
    Farbschema

    Von Freund zu Freund

    Meine Vorbereitung auf Mission

    „Bereite dein Herz vor, die Weisungen zu empfangen und zu befolgen, die ich im Begriff bin, dir zu geben.“ (LuB 132:3.)

    Elder Ulisses Soares

    Nachdem sich meine Familie hatte taufen lassen, waren die Missionare einige Jahre lang jeden Tag bei uns zu Hause zum Essen eingeladen. Ich schloss die Missionare ins Herz und wollte genauso sein wie sie.

    Als ich elf Jahre alt war, bat mich der Bischof zu einem Gespräch in sein Büro. Er sagte: „Ulisses, es ist an der Zeit, dass du dich darauf vorbereitest, auf Mission zu gehen.“ Ich war erstaunt, denn schließlich war ich erst elf Jahre alt! Aber er meinte: „Wir müssen jetzt damit beginnen.“

    Mein Bischof sagte: „Ich werde ab und zu ein Gespräch mit dir führen, um zu sehen, welche Fortschritte du gemacht hast.“ Dann gab er mir einige Anweisungen. Er sprach mit mir über die Gebote, das Priestertum, über Würdigkeit und Ehrlichkeit. Ich war wirklich beeindruckt, denn er blickte mir in die Augen und sagte: „Du wirst eine Mission erfüllen, wenn du die Anweisungen befolgst, die ich dir gebe.“

    Ich dachte immer an seine Worte, vor allem dann, wenn ich vor einem Problem stand. Beispielsweise gab mir meine Mutter einmal Geld und schickte mich in den Laden, um Obst zu kaufen. Aus irgendeinem Grund gab mir die Kassiererin mehr Geld zurück, als ich ihr gegeben hatte, um das Obst zu bezahlen. Ich wollte mich schon auf den Heimweg machen, da öffnete ich die Hand und sah, dass ich mehr Geld hatte als vorher.

    Der Satan versuchte mich davon zu überzeugen, dass ich das Geld ruhig behalten könne. Ich dachte mir: „Jetzt habe ich etwas Geld, womit ich machen kann, was ich will, und meiner Mutter gebe ich das korrekte Wechselgeld zurück.“ Aber dann dachte ich: „Nein. Der Bischof hat mir etwas anderes beigebracht. Um ein Missionar zu werden, muss ich ehrlich sein.“ In diesem Moment spürte ich den Heiligen Geist. Ich ging wieder in den Laden und gab das überzählige Geld zurück. Ich fühlte mich sehr wohl dabei. Ich dachte: „Ich bin ehrlich gewesen, ich habe die Gebote gehalten, und ich bereite mich auf meine Mission vor. Bald werde ich ein Missionar sein, und daher muss ich ehrlich sein.“

    Als ich die Highschool besuchte, arbeitete ich, um Geld für meine Mission zu sparen. Meine Eltern waren arm und konnten es sich nicht leisten, mir alles zu bezahlen. Ich verdiente zwar nicht viel, aber nachdem ich den Zehnten gezahlt hatte, kaufte ich jeden Monat ein Kleidungsstück für meine Mission. In einem Monat kaufte ich mir ein Hemd, im nächsten eine Krawatte, danach wieder ein Hemd. Während dieser drei Jahre sparte ich genug, um alles zu besorgen, was ich brauchte. Ich sparte genug Geld für meine Mission. Dabei lernte ich, wie man spart. Ich lernte auch, das Gesetz des Zehnten zu befolgen und wie reich wir gesegnet werden, wenn wir den Zehnten zahlen.

    Meine Mission war eine großartige Erfahrung, die mir geholfen hat, die Grundsätze des Lebens zu verstehen und das Evangelium im Alltag umzusetzen.

    Jungen und Mädchen, bereitet euch auf eine gute Mission und auf ein gutes Leben vor. Der Herr wartet nur darauf, uns mit all dem zu segnen, was wir brauchen.