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ABWECHSLUNG IN DEN UNTERRICHT BRINGEN


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ABWECHSLUNG IN DEN UNTERRICHT BRINGEN

Präsident David O. McKay hat gesagt: „Jeder Lehrer muss selbst festlegen, wie er seine Schüler am besten anspricht, um eine bleibende Wirkung zu erzielen.“ (Gospel Ideals [1953], Seite 439.)

Für jeden Unterricht unterschiedliche Lehrmethoden verwenden

Wenn eine Hausfrau das Mittagessen für die kommende Woche plant, wird sie wohl kaum siebenmal hintereinander genau die gleiche Speise zubereiten. Selbst wenn das Haushaltsgeld so knapp bemessen ist, dass es jeden Tag Kartoffeln gibt, lernt sie doch sehr rasch, dass sich Kartoffeln auf unterschiedliche Weise zubereiten lassen.

Auch das Evangelium kann auf unterschiedliche Art und Weise dargeboten werden. Kein Lehrer darf in das langweilige Einerlei verfallen, Woche für Woche dieselbe Art Unterricht zu halten. Wenn Sie unterschiedliche Lernaktivitäten durchführen, verstehen die Lernenden in der Regel den Evangeliumsgrundsatz besser und prägen ihn sich besser ein. Mit Bedacht ausgewählte Methoden können einen Grundsatz verdeut- lichen und ihn interessanter und einprägsamer machen.

Achten Sie bei der Unterrichtsvorbereitung darauf, jedesmal unterschiedliche Lehrmethoden anzuwenden. Dabei kann es sich um etwas so Einfaches handeln wie um ein buntes Poster oder eine Landkarte an der Wand und ein andermal um eine Aufstellung mit Fragen an der Tafel.

In jedem Unterricht unterschiedliche Lehrmethoden verwenden

Sie sollen nicht nur für jeden Unterricht andere Lehrmethoden verwenden, sondern auch den Unterricht insgesamt abwechslungsreich gestalten. Kinder sind von Natur aus wissbegierig und brauchen unterschiedliche Lernaktivitäten – normalerweise zwischen fünf und sieben pro Unterricht. Auch Jugendliche mögen Abwechslung. Selbst bei Erwachsenen sollen Sie zumindest drei Methoden pro Unterricht einplanen.

Unterschiedliche Lehrmethoden auswählen und vorbereiten

Es gibt viele Hilfsmittel, aus denen Sie bei der Unterrichtsvorbereitung Methoden auswählen können. Gehen Sie bei der Auswahl der Methoden für eine bestimmte Lektion anhand der folgenden Ideen vor:

  • Überlegen Sie zunächst, wie sich die Anregungen im Leitfaden umsetzen lassen. Wandeln Sie sie bei Bedarf ab, so dass sie dem entsprechen, was die Schüler brauchen.

  • Jede Methode muss einen bestimmten Zweck erfüllen. Wählen Sie Methoden, die den Hauptgedanken der Lektion unterstützen und vertiefen. Sie sollen lebensnah und wahr sein und Wahrheit, Güte und Schönheit betonen. Eine Methode darf nicht deswegen gewählt werden, weil sie unterhaltsam ist oder damit die Zeit vergeht.

  • Wählen Sie passende und wirkungsvolle Methoden. Etliche Methoden, etwa Geschichten oder der Einsatz der Tafel, werden häufiger gebraucht als andere, wie etwa eine Podiumsdiskussion oder ein Spiel. (Siehe „Angemessene Methoden auswählen“, Seite 91; „Wirksame Methoden auswählen“, Seite 92.)

  • Wählen Sie, wo immer es angebracht ist, Methoden aus, an denen sich die Lernenden aktiv beteiligen können. Das ist für alle Lernenden wichtig, besonders aber für Kinder.

  • Üben Sie die Methode im Voraus. Das ist besonders wichtig, wenn Sie damit noch nie gearbeitet haben.

Im Unterricht für Abwechslung sorgen

Anhand der Übersicht auf Seite 90 können Sie feststellen, ob Ihr Unterricht abwechslungsreich genug ist. Sie können eine ähnliche Liste in Ihr Tagebuch oder in ein Heft eintragen. Schreiben Sie oben in die leeren Spalten die Themen Ihrer nächsten fünf Lektionen. Kreuzen Sie während der Vorbereitung jeweils die verwendeten Methoden an.

Die Methoden ganz oben in der Liste werden im Evangeliumsunterricht am häufigsten verwendet. Wahrscheinlich werden Sie erkennen, dass Sie etliche dieser Methoden beinahe jedesmal verwenden.

Doch auch die anderen Methoden lassen sich wirkungsvoll einsetzen, je nachdem, was Sie lehren und was Ihre Schüler brauchen.

Wenn Sie mit dieser Liste arbeiten, stellen Sie vielleicht ein gewisses Muster in Ihrem Unterricht fest: Etliche Methoden verwenden Sie vielleicht immer, andere dagegen nie.