Geschichten aus den heiligen Schriften
Kapitel 6: Lehis Traum

6. Kapitel

Lehis Traum

Lehi erzählte seiner Familie von einer wichtigen Vision, die er in einem Traum gehabt hatte. Dieser Traum machte ihn wegen Nephi und Sam froh, aber wegen Laman und Lemuel traurig.

In dem Traum sah Lehi einen Mann in einem weißen Gewand, der ihn aufforderte, ihm zu folgen. Lehi folgte dem Mann in eine finstere und trostlose Wildnis.

Nachdem sie viele Stunden im Finstern gewandert waren, betete Lehi um Hilfe.

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Dann sah er einen Baum mit einer weißen Frucht. Sie war süß und machte alle froh, die davon aßen.

Lehi aß von der Frucht, und sie erfüllte ihn mit Freude. Er wollte, daß seine Familie auch davon essen sollte, weil er wußte, daß sie dadurch auch froh würde.

Lehi sah in der Nähe des Baumes einen Fluß. An der Quelle des Flusses sah er Saria, Sam und Nephi.

Lehi rief seiner Frau und seinen Söhnen zu, sie sollten auch kommen und von der Frucht essen. Saria, Sam und Nephi kamen und aßen von der Frucht, aber Laman und Lemuel wollten nicht.

Lehi sah auch eine eiserne Stange und einen engen und schmalen Pfad, die zu dem Baum führten.

Er sah viele Menschen, die zu dem Pfad hingingen. Aber weil ein finsterer Nebel aufstieg, kamen einige vom Weg ab und verirrten sich.

Andere hielten sich an der eisernen Stange fest und erreichten trotz der Finsternis den Baum. Dort aßen sie von der Frucht.

In einem großen und geräumigen Gebäude auf der anderen Seite waren Leute, die diejenigen, die von der Frucht aßen, auslachten. Deswegen schämten sich manche, die die Frucht gegessen hatten, und gingen von dem Baum fort.

Lehi sah in seinem Traum viele Menschen. Manche hielten sich an der eisernen Stange fest und gelangten durch die Finsternis zu dem Baum. Andere gingen in das große Gebäude oder ertranken im Fluß oder verirrten sich. Laman und Lemuel wollten nicht von der Frucht essen. Lehi machte sich ihretwegen Sorgen. Er bemühte sich, ihnen zu helfen, Gottes Gebote zu befolgen.