Liahona
Wie wir Täuschung vermeiden können
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Ein letztes Wort

Wie wir Täuschung vermeiden können

Nach einer Ansprache bei der Herbst-Generalkonferenz 2019

Vor vielen Jahren wollten unsere beiden Jungs während eines Besuchs bei unserem Großonkel Grover zum Spielen nach draußen gehen. Onkel Grover warnte sie: „Seid vorsichtig! Draußen gibt es viele Stinktiere.“ Die Jungs machten, dass sie nach draußen kamen.

Auf dem Nachhauseweg fragte ich sie: „Habt ihr ein Stinktier gesehen?“ Einer antwortete: „Nein, kein Stinktier, aber eine schwarze Miezekatze mit einem weißen Streifen auf dem Rücken!“

Den Jungs war nicht bewusst, dass sie ein Stinktier gesehen hatten. Bei dieser Verwechslungsgeschichte wurde das Echte als etwas anderes wahrgenommen. Viele ringen heute in weitaus größerem Ausmaß mit demselben Problem.

Der Satan, der Vater aller Lügen und der Meistertäuscher, will uns dazu bringen, das, was wahrhaftig so ist, anzuzweifeln und ewige Wahrheiten entweder auszuklammern oder sie durch etwas zu ersetzen, was uns eher zusagt. Schon seit Jahrtausenden übt er sich darin, die Kinder Gottes dazu zu bringen, dass sie Gutes für böse und Böses für gut halten.

Deshalb hat uns der Herr einen Weg bereitet, wie wir den Herausforderungen und Versuchungen, von denen viele eine unmittelbare Folge der Täuschungen und Angriffe des Widersachers sind, widerstehen können.

Es geht ganz einfach. Gott hat in vergangenen Zeitaltern mit Propheten gesprochen und ihnen Gebote gegeben, die seinen Kindern in diesem Leben Freude und im nächsten Leben Herrlichkeit bringen sollen. Auch heute gibt Gott unserem lebenden Propheten Gebote.

Unser Gehorsam gegenüber den Geboten, die unserem Propheten gegeben werden, entscheidet nicht nur darüber, ob wir dem Einfluss des Täuschers entgehen, sondern auch, ob wir anhaltende Freude und Glück erleben.

Der Widersacher versucht allerdings, euch hereinzulegen. Er verschleiert die schädlichen Folgen, die Drogen und Alkohol auslösen können, und behauptet stattdessen, dass sie Vergnügen bereiten. Er überflutet uns mit vielfältigen negativen Erscheinungen, wie sie in den sozialen Medien vorkommen, darunter unzulässige Vergleiche und Idealvorstellungen von der Realität. Außerdem verhüllt er weitere finstere, schädliche Inhalte, die im Internet zu finden sind, beispielsweise Pornografie, offene Angriffe auf andere durch Cyber-Mobbing oder Fehlinformationen, die in uns Zweifel und Angst auslösen.

Mögen wir die Täuschungen des Satans als das entlarven, was sie sind. Wir müssen weiterhin treu und wachsam sein, denn nur dann können wir die Wahrheit erkennen und die Stimme des Herrn durch seine Diener vernehmen. Wenn wir die Gebote des Herrn befolgen, werden wir stets auf dem rechten Weg geführt und wir werden nicht getäuscht.