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Betreuung durch Förderung der Eigenständigkeit
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Leitlinien für die Betreuung

Betreuung durch Förderung der Eigenständigkeit

Wenn wir unseren Mitmenschen helfen, eigenständiger zu werden, dienen wir ihnen auf die Weise des Herrn

Unter unseren Angehörigen, Freunden und Nachbarn gibt es viele, die gern eigenständiger werden würden. Dank der Initiative der Kirche zur Eigenständigkeitsförderung haben die Mitglieder der Kirche die Möglichkeit, anderen zu dienen und zu helfen, indem sie ihnen Grundsätze vermitteln, die „mehr Hoffnung, mehr Frieden und mehr Fortschritt“1 bringen.

Ich fühlte mich wie zuhause

Chrissy Kepler, Arizona

Nach meiner Scheidung hatte ich finanzielle Schwierigkeiten. Ich war acht Jahre lang Hausfrau und Mutter gewesen und musste nun wieder Arbeit finden. Ich versuchte auch, geistig meinen Weg zu finden, und sehnte mich nach Wahrheit und Glauben, obwohl ich seit meiner Jugend keinen Fuß mehr in eine Kirche gesetzt hatte.

Eines Sonntags war ich zum Wäschewaschen bei meiner ältesten Schwester Priscilla, die in der Kirche Jesu Christi aktiv ist. Sie lud mich an dem Tag ein, mit ihrer Familie in die Kirche zu gehen. Das war das erste Mal seit 15 Jahren, dass mich jemand zur Kirche einlud.

Erst wollte ich nicht, doch ich hatte gerade am Abend zuvor Gott darum gebeten, mir zu zeigen, wie ich ihm näherkommen konnte. Nachdem ich ein inneres Drängen verspürt hatte, sagte ich mir: „Du bist doch erwachsen, du kannst es dir ja einfach mal anschauen.“

Während der Abendmahlsversammlung fiel mir im Mitteilungsblatt der Gemeinde die Ankündigung eines Kurses für mehr Eigenständigkeit bei den privaten Finanzen auf. Ich war noch nicht bereit, wieder zur Kirche zurückzukommen, aber diesen 12-wöchigen Kurs fand ich interessant. Nachdem meine Schwester und mein Schwager mir gut zugeredet hatten, schrieb ich mich in den Kurs ein. Ich dachte, ich würde lernen, wie man einen Haushaltsplan aufstellt und seine Schulden abbezahlt. Die Treffen änderten jedoch meine geistige Einstellung völlig.

In den ersten beiden Wochen wunderte ich mich noch über die geistigen Botschaften beim Unterricht, aber bei unserem dritten Treffen fühlte ich mich ganz stark wie zuhause und spürte deutlich, dass die Grundsätze, die ich hörte, mir zwar neu, aber irgendwie auch vertraut vorkamen. Nach dem Unterricht fuhr ich direkt zu Priscilla. Mit Tränen in den Augen fragte ich sie: „Wie kann ich dieses Gefühl öfter haben?“ Sie machte mit den Missionaren einen Termin für mich aus.

Einige aus meinem Eigenständigkeitskurs kamen auch zu den Treffen mit den Missionaren und unterstützten mich. Sie haben mich geistig sehr gestärkt und mir geholfen, ein Zeugnis vom Evangelium und von den neuzeitlichen Propheten zu erlangen.

In der Zeit, als ich den Kurs besuchte, änderte ich einiges, sowohl in zeitlicher als auch in geistiger Hinsicht. So fand ich eine Anstellung bei einer guten Firma und konnte einige Kredite zurückzahlen.

Doch die bedeutenderen und schöneren Segnungen waren die guten Freundschaften, die entstanden, das gute Verhältnis zu meinem Bischof, der mir Mut machte, das Zeugnis, das ich vom Zehnten erlangte, dass ich einen Tempelschein erhielt und mein Endowment empfing und dass sich meine beiden ältesten Kinder taufen ließen.

Ich bemühe mich weiterhin um mehr Eigenständigkeit, aber dabei kann ich mich nun auf meine bisherigen Erfahrungen und auf meine neuen Freunde stützen.

Nach jedem Unterricht spürte ich, dass ich geliebt werde

Als Katie Funk im Dezember 2016 mit ihrem 10-jährigen Sohn Vincent den Tempelplatz in Salt Lake City besuchte, war sie eigenen Aussagen zufolge „zufrieden damit, keinem Glauben anzuhängen“. Sie hatte die Kirche mit 16 Jahren verlassen, wurde mit 17 Jahren alleinerziehende Mutter, ließ sich Tätowierungen stechen und trank mit Vorliebe Kaffee. Bei ihrem Besuch auf dem Tempelplatz spürte Vincent jedoch den Heiligen Geist und fragte seine Mutter, ob er sich die Missionarslektionen anhören dürfe.

Obwohl Katie Funk aufgrund ihrer beiden Jobs 80 Stunden in der Woche arbeitete, beschäftigte sie sich gemeinsam mit Vincent mit dem Evangelium und half ihm, Antworten auf seine Fragen zu finden, wenn die Missionare nicht da waren. Im Sommer 2017 begann sie, die Versammlungen der Kirche zu besuchen. Dort erfuhr sie von den Kursen, die die Kirche zwecks Eigenständigkeitsförderung anbietet.

„Mir war klar, dass mir das helfen konnte“, sagt sie. „Vielleicht musste ich dann nicht für den Rest meines Lebens zwei Jobs haben oder meine Eltern um Unterstützung bitten.“

Katie Funk beschreibt den Kurs als „unglaublich stärkend, sowohl zeitlich als auch geistig“ – und das nicht nur, weil sie dort so vieles lernte, sondern auch weil sie von ihrer Gesprächsgruppe akzeptiert und unterstützt wurde.

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Eigenständigkeit: Die privaten Finanzen

Eigenständigkeit: Eine gute Ausbildung für einträgliche Arbeit

Eigenständigkeit: Eine bessere Anstellung

Ein Unternehmen gründen und ausbauen – Eigenständigkeit

Diese Leitfäden gehören zu vier Kursen der Kirche zur Förderung der Eigenständigkeit. Weitere Informationen dazu können Sie bei Ihrem Bischof erfragen oder unter srs.ChurchofJesusChrist.org nachlesen.