2016
Reich gesegnet in Madagaskar
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Junge Erwachsene im Porträt

Reich gesegnet in Madagaskar

Trotz des politischen Umbruchs und der wirtschaftlichen Not in seiner Heimat vertraut Solofo auf die Segnungen, die sich einstellen, wenn man das Evangelium lebt.

Madagascar

Fotos: oben von Solofo Ravelojaona zur Verfügung gestellt; unten © iStock/Thinkstock

Nachdem Solofo Ravelojaonas Frau in der ersten Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten hatte, waren beide tief bekümmert. Doch als seine Frau ein Jahr später ein zweites Mal schwanger wurde, spürte Solofo, dass ihre Gebete erhört worden waren. Er und seine Frau Hary Martine betrachten die Geburt ihrer Tochter als eine ihrer größten Segnungen. Solofo erklärt: „Weil wir Gott gebeten hatten und er sie uns geschenkt hat, haben wir ihr einen Namen gegeben, der auf Madagassisch ,Antwort Gottes‘ bedeutet.“

Measuring Blessing in Madagascar

Solofo, ein junger Erwachsener aus Madagaskar, hält an der Erkenntnis fest, dass Gott Gebete erhört und die Gläubigen zur rechten Zeit segnet. „Das Leben ist hart“, stellt Solofo fest, „und wenn die Menschen nicht bekommen, was sie wollen, fragen sich manche: Warum ist mir das passiert? Vielleicht verlassen sie sogar die Kirche oder stellen ihren Glauben an Gott in Frage. Wenn wir aber nach dem Evangelium leben und in den heiligen Schriften lesen, ist es leichter. Wenn man wirklich nach dem Evangelium lebt, kann man die Segnungen erkennen.“

In einem Land mit ernsthaften Problemen wie etwa extreme Armut, eine instabile Regierung, eine schwache Infrastruktur sowie Naturkatastrophen wundert es nicht, dass Solofo erklärt, das Leben sei hart. Aber für ihn wiegen die Segnungen, die man bekommt, wenn man nach dem Evangelium lebt, jede Bedrängnis auf. „Ich kann unmöglich all die Segnungen aufzählen, die ich erhalte, wenn ich nach dem Evangelium lebe“, sagt er.

Weil die Kirche in Madagaskar noch jung ist (der erste Zweig wurde 1990 gegründet), machen es einem vor allem Gerüchte und falsche Ansichten über die Kirche schwer, ein Mitglied der Kirche zu sein, so Solofo. Er berichtet, dass die Menschen – wie in Lehis Vision vom Baum des Lebens – das Evangelium nicht vollständig annehmen, weil sie sich ihren Freunden gegenüber schämen und befürchten, dass sie von ihrer Familie abgelehnt werden. Vermutlich sei es bei ihm deshalb anders, meint Solofo, weil er sich nie geschämt habe. „Ich lebe nach dem Evangelium und erzähle meinen Kollegen gern davon, auch wenn einige von ihnen eigentlich nicht daran interessiert sind.“ Er gibt oft sein einfaches Zeugnis – und zwar so häufig, dass seine Mitarbeiter ihm schon den Spitznamen „Pastor“ gegeben haben.

Measuring Blessing in Madagascar

Unter schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen bauen Solofo und Hary Martine auf die Segnungen ihrer Tempelbündnisse (sie haben ein Jahr nach ihrer Mission – er war in Uganda, sie in Madagaskar – im Johannesburg-Tempel in Südafrika geheiratet) und legen ihr Vertrauen in den Herrn. „Ich habe das Evangelium und ich lege mein Leben einfach in Gottes Hand“, erklärt Solofo. Er kann sich auf sein festes Zeugnis stützen, weil er bereits an die „Antwort Gottes“ glaubt.