2016
Frieden im Herzen
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Frieden im Herzen

Liahona Magazine, 2016/04 Apr

Als ich acht war, sah ich einmal den Propheten, Präsident David O. McKay (1873–1970). Er war nach Palmyra im Bundesstaat New York gereist, um dort ein neues Kirchengebäude zu weihen. Meine Familie nahm an der Weihung teil. Auch viele andere Menschen kamen. Wir haben uns alle sehr darauf gefreut, den Propheten zu sehen.

Ich war ziemlich klein, deshalb war es schwer, einen Blick auf ihn inmitten der großen Menschenmenge zu erhaschen. Aber ich konnte trotzdem Präsident McKays Liebe spüren. Für eine kurze Minute sah ich sein weißes Haar und sein freundliches Gesicht. Ich dachte bei mir: So sieht also ein Prophet Gottes aus! Ich hatte zwar in den heiligen Schriften etwas über Propheten gelesen, aber das war das erste Mal, dass ich einen Propheten oder überhaupt eine Generalautorität mit eigenen Augen sah. Mir wurde klar, dass Propheten echte Menschen sind – und dass sie uns lieben! Ich werde nie die Liebe und den Frieden vergessen, die ich an jenem Tag verspürt habe.

Als ich elf war, hatte ich ein weiteres Erlebnis, das mir half, Frieden im Herzen zu fühlen. Die Pfahlkonferenz stand bevor und ich durfte im Pfahlchor mitsingen. Ich war sehr aufgeregt! Ich trug ein hübsches weißes Oberteil und ich hatte das Gefühl, jemand Besonderes zu sein. Der Text des Liedes, das wir sangen, stammte aus Johannes 14:27: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“

Die Worte berührten mich und seitdem habe ich sie im Gedächtnis behalten. Als ich diese Worte sang, wusste ich, dass sie wahr sind. Ich fühlte, wie der Heilige Geist mir eingab, dass wir Frieden verspüren können, wenn wir Jesus Christus folgen. Seitdem fällt mir immer, wenn ich Schwierigkeiten habe, diese Schriftstelle ein, und sie schenkt mir Frieden. Dieser Grundsatz, den ich als Kind gelernt habe, war mir mein Leben lang ein Segen.