Lektion 1: Die Botschaft von der Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi
    Fußnoten
    Theme

    Lesson 1

    Die Botschaft von der Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi

    The Sacred Grove

    © 1991 Greg K. Olsen. Vervielfältigung untersagt.

    Ihr Ziel

    Bereiten Sie die Untersucher durch Ihre Unterweisung darauf vor, die Voraussetzungen für die Taufe zu erfüllen, die in Lehre und Bündnisse 20:37 und in den Fragen für das Taufinterview dargelegt sind. Dies lässt sich am besten dadurch erreichen, dass Sie die Untersucher bitten, die folgend angeführten Verpflichtungen einzugehen und zu halten.

    Fragen für das Taufinterview

    • Glauben Sie daran, dass Gott unser ewiger Vater ist?

    • Glauben Sie daran, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist – der Erretter und Erlöser der Welt?

    • Glauben Sie daran, dass die Kirche und das Evangelium Jesu Christi durch den Propheten Joseph Smith wiederhergestellt worden sind?

    • Glauben Sie daran, dass [derzeitiger Präsident der Kirche] ein Prophet Gottes ist? Was bedeutet das für Sie?

    Verpflichtungen

    • Werden Sie im Buch Mormon lesen und beten, um herauszufinden, ob es das Wort Gottes ist?

    • Werden Sie beten, um herauszufinden, ob Joseph Smith ein Prophet war?

    • Werden Sie diesen Sonntag mit uns zur Kirche kommen?

    • Dürfen wir einen Termin für unseren nächsten Besuch ausmachen?

    • Weitere Gebote aus der 4. Lektion, die Sie in diesem Zusammenhang ansprechen möchten.

    Gott ist unser Himmlischer Vater. Er liebt uns.

    Gott ist unser Himmlischer Vater. Wir sind seine Kinder. Er hat einen verherrlichten, vollkommenen Körper aus Fleisch und Gebein. Er liebt uns. Er ist traurig, wenn wir leiden, und er freut sich, wenn wir das Rechte tun. Er möchte zu uns sprechen. Wir können aufrichtig zu ihm beten und dadurch mit ihm in Kontakt treten.

    Er hat uns zur Erde geschickt, damit wir hier lernen und Fortschritt machen können. Durch unsere Entscheidungen und dadurch, wie wir seine Gebote halten, können wir zeigen, dass wir ihn lieben.

    Der Himmlische Vater hat es möglich gemacht, dass wir, seine Kinder, das Leben gut bestehen und zu ihm zurückkehren können, um bei ihm zu wohnen. Aber dazu müssen wir rein sein. Rein wird man, wenn man gehorsam ist. Wer Gott nicht gehorcht, entfernt sich von ihm. Im Plan des Vaters steht das Sühnopfer Jesu Christi im Mittelpunkt. Zum Sühnopfer gehören das Leiden Christi im Garten Getsemani sowie sein Leiden und sein Tod am Kreuz. Durch das Sühnopfer kann uns die Last unserer Sünden genommen werden. Wir können Glauben und Kraft entwickeln, um unsere Prüfungen zu bestehen.

    Glaubensansichten in Bezug auf Gott

    Finden Sie heraus, was den Menschen, die Sie unterweisen, der christliche Gottesglaube bedeutet. Viele Leute in der heutigen Welt haben entweder gar keinen Begriff von Gott oder eine von unserem Glauben sehr abweichende Vorstellung von ihm.

    Zwei Missionare aus dem Buch Mormon, nämlich Ammon und Aaron, haben Menschen unterwiesen, die eine andere als die christliche Gottesvorstellung hatten. Sie haben sie einfache Wahrheiten gelehrt, und sie haben die Untersucher aufgefordert zu beten. Lamoni und sein Vater haben sich bekehrt. Lesen Sie Alma 18:24-40 und 22:4-23. Beantworten Sie dann die folgenden Fragen:

    Glaubensansichten in Bezug auf Gott

    • Was haben die Missionare über das Wesen Gottes gesagt?

    • Wie können Sie diesem Beispiel folgen?

    Schriftstudium

    Was ist das Wesen Gott Vaters und Jesu Christi?

    Das Evangelium ist ein Segen für die Familie

    Das wiederhergestellte Evangelium ist ein Segen für Mann und Frau, Eltern und Kinder; es hilft dabei, eine innigere Beziehung zueinander aufzubauen und in der Familie geistige Stärke zu entwickeln. Diese Segnungen gelten für dieses Leben und für die Ewigkeit. Das Evangelium Jesu Christi hilft uns dabei, mit unseren gegenwärtigen Problemen und Schwierigkeiten fertig zu werden.

    Die Familie ist von Gott eingesetzt; sie ist in Zeit und Ewigkeit die wichtigste Einheit der Gesellschaft. Gott hat die Familie geschaffen, weil seine Kinder glücklich sein sollen. In der Familie kann man in einer liebevollen Umgebung richtige Grundsätze lernen und sich auf das ewige Leben vorbereiten. Zu Hause lassen sich die Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi am besten lehren, lernen und in die Tat umsetzen. Ein Zuhause, das auf den Grundsätzen des Evangeliums gründet, ist ein Ort der Geborgenheit und der Zuflucht. Es ist ein Ort, wo der Geist des Herrn sein kann und jeden in der Familie mit Frieden, Freude und Glück erfüllt. Wie schon immer hat Gott auch heute durch Propheten kundgetan, wie der Einzelne und die Familie glücklich werden können.

    Der Himmlische Vater tut sein Evangelium in jeder Evangeliumszeit kund

    Gott zeigt uns seine Liebe besonders auch dadurch, dass er Propheten beruft, die das Priestertum empfangen. Das Priestertum ist die Macht und Vollmacht Gottes. Es wird gegeben, damit der Mensch im Namen Gottes für die Errettung der Kinder Gottes wirken kann. Die Propheten lernen das Evangelium Jesu Christi durch Offenbarung kennen. Dann unterweisen sie andere und geben Zeugnis von Jesus Christus, dem Erretter und Erlöser. Die Lehren vieler Propheten sind aufgeschrieben worden, und zwar in den heiligen Schriften.

    Der Plan des Vaters, wie wir im Leben bestehen, zu ihm zurückkehren und bei ihm wohnen können, wird das Evangelium Jesu Christi genannt. Im Mittelpunkt dieses Plans steht das Sühnopfer Jesu. Durch das Sühnopfer Jesu Christi können wir ewiges Leben empfangen, sofern wir Glauben an Jesus Christus üben, umkehren, uns durch Untertauchen zur Sündenvergebung taufen lassen, die Gabe des Heiligen Geistes empfangen und bis ans Ende ausharren. „Dies ist der Weg; und es ist kein anderer Weg noch Name unter dem Himmel gegeben, wodurch der Mensch im Reich Gottes errettet werden kann. Und nun siehe, dies ist die Lehre von Christus.“ (2 Nephi 31:21.) Alle Menschen haben die Gabe der Entscheidungsfreiheit. Dazu gehört die Freiheit, das Evangelium, wie es von den Propheten und Aposteln gelehrt wird, entweder anzunehmen oder abzulehnen. Wer sich zum Gehorsam entschließt, empfängt Segnungen. Wer aber das Evangelium beiseite schiebt, verwirft oder verdreht, empfängt nicht die Segnungen, die Gott verheißen hat.

    Wenn jemand sich dafür entscheidet, einen Evangeliumsgrundsatz oder eine heilige Handlung nicht anzunehmen, sie abzulehnen oder abzuwandeln, und wenn er die Propheten des Herrn verwirft oder nicht im Glauben ausharrt, entfernt er sich von Gott. Er lebt immer mehr in geistiger Finsternis. Schließlich führt das zu einem Zustand, der Abfall vom Glauben genannt wird. Wenn dieser Glaubensabfall sich weithin ausbreitet, widerruft Gott die Priestertumsvollmacht, mit der die heiligen Handlungen des Evangeliums gelehrt und vollzogen werden.

    Noah's preaching scorned

    In der Bibel steht immer wieder, dass Gott zu Propheten gesprochen hat. Es steht dort aber auch, dass die Menschen oftmals vom Glauben abgefallen sind. Um einer solchen Zeit des Glaubensabfalls ein Ende zu machen, hat Gott in seiner Liebe zu seinen Kindern immer wieder einen neuen Propheten berufen und ihm die Priestertumsvollmacht übertragen, damit er das Evangelium Jesu Christi wiederherstellen und von neuem lehren konnte. Im Grunde genommen ist jeder Prophet ein Treuhänder, der dem Haushalt Gottes hier auf der Erde vorsteht. Ein solcher Zeitabschnitt unter der Verantwortung und Führung eines Propheten wird Evangeliumszeit genannt.

    Gott offenbarte Adam das Evangelium Jesu Christi und gab ihm Priestertumsvollmacht. Adam war der erste Prophet auf der Erde. Durch Offenbarung erfuhr Adam, was für eine Beziehung der Mensch mit Gott Vater, seinem Sohn, Jesus Christus, und dem Heiligen Geist haben soll. Er hörte vom Sühnopfer und der Auferstehung Jesu Christi und den ersten Grundsätzen und Verordnungen des Evangeliums. Diese Wahrheiten lehrten Adam und Eva ihre Kinder. Sie forderten sie auf, Glauben zu entwickeln und in jeder Weise nach dem Evangelium zu leben. Auf Adam folgten weitere Propheten, aber im Lauf der Zeit verwarfen Adams Nachkommen das Evangelium. Es kam zu einem Abfall vom Glauben, weil die Menschen nicht rechtschaffen waren.

    So gab es also immer wieder Evangeliumszeiten, denen jeweils ein Prophet vorstand. Im Alten Testament steht viel darüber geschrieben. Der Himmlische Vater tat das Evangelium direkt seinen Propheten kund, beispielsweise Noach, Abraham oder Mose. Jeder Prophet war von Gott berufen, eine neue Evangeliumszeit einzuleiten. Jedem dieser Propheten gewährte Gott die Vollmacht des Priestertums. Er offenbarte ihm auch ewige Wahrheiten. Leider nutzten die Menschen in jeder Evangeliumszeit schließlich ihre Entscheidungsfreiheit dazu, das Evangelium zu verwerfen. Dadurch kam es zum Abfall vom Glauben.

    Propheten

    Finden Sie heraus, was diejenigen, die Sie unterweisen, unter einem Propheten verstehen. In den meisten Kulturen glauben die Menschen daran, dass heilige, erleuchtete Menschen auf die eine oder andere Weise von einer Gottheit geführt und angeleitet werden. Doch nicht jeder, der Eingebungen empfängt, ist auch ein Prophet im Sinne des wiederhergestellten Evangeliums. Machen Sie deutlich: Gott richtet sein Reich auf Erden stets dadurch auf, dass er einen Propheten beruft. Dieser leitet dann eine neue Evangeliumszeit ein. Dem Propheten überträgt Gott die Vollmacht des Priestertums. Der Prophet erklärt den Menschen ihre Beziehung zu Gott. Dazu gehört auch, dass er sie lehrt, wie man durch das Evangelium Jesu Christi ewiges Leben erlangt.

    Vielleicht fragen Sie sich, inwiefern die Evangeliumszeiten auch dann von Bedeutung sind, wenn Sie jemand unterweisen, der einer anderen als der christlichen Kultur angehört. Wenn Sie jedoch kurz auf die Abfolge von Evangeliumszeiten eingehen, können Sie darlegen, dass Gott seine Kinder liebt und dass er derselbe ist – gestern, heute und immerdar.

    Schriftstudium

    Propheten

    Evangeliumszeiten

    Das irdische Wirken des Erlösers

    Einige hundert Jahre vor der Geburt Jesu Christi fielen die Menschen erneut vom Glauben ab. Doch als Jesus sein irdisches Wirken begann, richtete er seine Kirche auf der Erde abermals auf.

    Der Himmlische Vater sandte seinen Sohn zur Erde, damit er für die Sünden aller Menschen sühnte und den Tod überwand. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, …damit die Welt durch ihn gerettet wird.“ (Johannes 3:16,17.) Der Himmlische Vater sandte seinen Sohn, Jesus Christus, damit er durch sein Leiden die Sünden aller Menschen auf der Erde auf sich nahm und damit er den physischen Tod überwand. Das Sühnopfer des Erretters war unbegrenzt. Wenn wir also Glauben an ihn haben, umkehren, uns taufen lassen, den Heiligen Geist empfangen und bis ans Ende ausharren, können uns unsere Sünden vergeben werden. Wir können den Pfad beschreiten, der schließlich zu ewigem Leben in der Gegenwart Gottes führt (siehe 2 Nephi 31:13-21).

    Christ Ordaining the Twelve Apostles

    Jesus Christus lehrte während seines irdischen Wirkens das Evangelium und vollbrachte viele Wunder. Er berief zwölf Männer als Apostel, legte ihnen die Hände auf und übertrug ihnen die Vollmacht des Priestertums. Er richtete seine Kirche auf. Durch ihn gingen Prophezeiungen in Erfüllung. Die Menschen lehnten ihn ab und kreuzigten ihn. Das Wichtigste war jedoch: Er vollbrachte das Sühnopfer. Der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, vollendete alles, was ihm der Himmlische Vater aufgetragen hatte.

    Vor seinem Tod und seiner Auferstehung übertrug er den Aposteln die Vollmacht, das Evangelium zu predigen, die errettenden heiligen Handlungen zu vollziehen und seine Kirche in der Welt aufzurichten.

    Schriftstudium

    Schriftstudium

    Der Abfall vom Glauben

    Nach dem Tod Jesu Christi verfolgten schlechte Menschen die Apostel und die Mitglieder der Kirche. Viele kamen ums Leben. Mit dem Tod der Apostel wurden die Schlüssel des Priestertums und die präsidierende Vollmacht des Priestertums von der Erde genommen. Die Apostel hatten dafür gesorgt, dass die Evangeliumslehren unverfälscht blieben. Sie hatten auf Ordnung in der Kirche geachtet und die Maßstäbe für die Würdigkeit der Mitglieder bewahrt. Ohne Apostel wurden die Lehren im Lauf der Zeit verfälscht. Es wurden unrechtmäßige Veränderungen bei der Organisation der Kirche und den heiligen Handlungen des Priestertums vorgenommen – etwa bei der Taufe und der Spendung der Gabe des Heiligen Geistes.

    Die Menschen, die nun weder Offenbarung noch Priestertumsvollmacht hatten, stützten sich auf Menschenweisheit. Anhand dieser versuchten sie nun, die heiligen Schriften und die Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums Jesu Christi auszulegen. Falsches Gedankengut wurde als Wahrheit gelehrt. Das Wissen um das wahre Wesen Gott Vaters, seines Sohnes und des Heiligen Geistes ging zum Großteil verloren. Die Lehre vom Glauben an Jesus Christus, von der Umkehr, der Taufe und der Gabe des Heiligen Geistes wurde abgeändert oder geriet in Vergessenheit. Die Priestertumsvollmacht, die die Apostel Christi innegehabt hatten, war nicht mehr auf der Erde zu finden. Dieser Abfall vom Glauben führte schließlich dazu, dass viele Kirchen entstanden.

    Nach jahrhundertelanger geistiger Finsternis protestierten Männer und Frauen, die die Wahrheit suchten, gegen einige religiöse Verhaltensweisen ihrer Zeit. Sie erkannten, dass viele Lehren und Verordnungen des Evangeliums verändert worden oder verloren gegangen waren. Sie strebten nach mehr geistigem Licht. Viele wollten eine Wiederherstellung der Wahrheit. Niemand behauptete indessen, Gott habe ihn zum Propheten berufen. Sie versuchten stattdessen, jene Lehren und Praktiken zu reformieren, die ihrer Meinung nach verändert und verfälscht worden waren. Diese Bestrebungen führten zur Entstehung einer Vielzahl protestantischer Kirchen. Die Reformation führte dazu, dass mehr Wert auf Religionsfreiheit gelegt wurde. Daher war sie der Wegbereiter für die schließliche Wiederherstellung.

    Die Apostel Jesu hatten diesen umfassenden Abfall vom Glauben vorhergesagt. Sie hatten auch davon gesprochen, dass das Evangelium Jesu Christi und seine Kirche auf der Erde abermals wiederhergestellt werden würden.

    Schriftstudium

    Schriftstudium

    Der Abfall vom Glauben

    Die Untersucher sollen Folgendes verstehen: Nach dem Tod Jesu und seiner Apostel fand ein allgemeiner Abfall vom Glauben statt. Ohne diesen Abfall vom Glauben wäre die Wiederherstellung nicht notwendig gewesen. So, wie ein Diamant auf schwarzem Samt heller erstrahlt, hebt sich die Wiederherstellung deutlich vom finsteren Hintergrund des Abfalls vom Glauben ab. Unterweisen Sie die Untersucher hinsichtlich des Abfalls vom Glauben nur in dem Umfang, wie es ihr Interesse und die Umstände notwendig machen; lassen Sie sich dabei vom Geist leiten. Sie sollen ihnen zu verstehen geben, weshalb die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi notwendig war.

    Hauptgedanken

    • Die Kirche Jesu Christi ist auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut (siehe Epheser 2:19,20; 4:11-14). Diese Führer haben Priestertumsvollmacht von Gott. Sie leiten die Belange der Kirche durch Offenbarung. Sie halten die Lehre rein. Sie ermächtigen zum Vollzug heiliger Handlungen und sie berufen andere und übertragen ihnen die Vollmacht des Priestertums.

    • Die Menschen verwarfen und töteten Jesus Christus und die Apostel (siehe Matthäus 24:9; 1 Nephi 11:32-34; 2 Nephi 27:5). Mit dem Tod der Apostel ging die präsidierende Vollmacht des Priestertums in der Kirche verloren. Es gab daher keine Vollmacht mehr, die Gabe des Heiligen Geistes zu spenden und weitere errettende heilige Handlungen zu vollziehen. Offenbarung hörte auf. Die Lehre wurde verfälscht.

    • Schon zu Lebzeiten der Apostel gab es Streitigkeiten in Bezug auf die Lehre. Das Römische Reich, das die Christen anfangs verfolgt hatte, nahm später das Christentum als Staatsreligion an. Wesentliche Glaubensfragen wurden auf Konzilen geregelt. Jesus Christus hatte einfache Lehren und Verordnungen gelehrt. Diese wurden nun Gegenstand von Debatten, wurden abgeändert und an weltliche Philosophien angepasst (siehe Jesaja 24:5). Der Inhalt der heiligen Schriften wurde geändert. Klare und kostbare Lehren wurden entfernt (1 Nephi 13:26-40). So entstanden Glaubensbekenntnisse aus falscher oder veränderter Lehre (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:19). Anmaßende Menschen strebten nach einflussreicher Stellung (siehe 3 Johannes 1:9,10). Dieses falsche Gedankengut wurde angenommen. Falsche Lehrer, die statt göttlicher Wahrheit schmeichlerische Lehrmeinungen predigten, standen hoch in Ehren (siehe 2 Timotheus 4:3,4).

    • Im Lauf der Geschichte gab es viele Menschen, die aufrichtigen Herzens an solche falschen Lehrmeinungen und Glaubensbekenntnisse glaubten. Sie verehrten Gott gemäß dem Licht, das sie hatten, und erhielten Antwort auf ihre Gebete. Doch die Wahrheit blieb ihnen vorenthalten, „weil sie nicht wissen, wo sie zu finden ist“ (LuB 123:12).

    • Aus diesem Grund war eine Wiederherstellung und nicht bloß eine Reformation notwendig. Die Priestertumsvollmacht bestand nicht in ununterbrochener Folge seit dem Apostel Petrus. Reformieren bedeutet, etwas Bestehendes zu verändern. Wiederherstellen bedeutet, etwas in seiner ursprünglichen Form wiederzubringen. Der Abfall vom Glauben ließ sich also nur dadurch wiedergutmachen, dass die Priestertumsvollmacht durch Boten vom Himmel wiederhergestellt wurde.

    Die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi durch Joseph Smith

    Als die Zeit gekommen war, wandte sich der Himmlische Vater seinen Kindern erneut liebevoll zu. Er berief einen jungen Mann namens Joseph Smith als Propheten. Durch ihn wurde die Fülle des Evangeliums Jesu Christi auf der Erde wiederhergestellt.

    Joseph Smith lebte in den Vereinigten Staaten. Das war wohl das einzige Land, in dem damals Religionsfreiheit herrschte. Im Osten der Vereinigten Staaten gab es zur damaligen Zeit viel Aufregung über Religion. Familie Smith war sehr religiös und ständig auf der Suche nach Wahrheit. Es gab aber viele Geistliche, die behaupteten, sie hätten das wahre Evangelium. Joseph Smith wollte also wissen, „welche von allen Glaubensgemeinschaften Recht hätte“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:18). In der Bibel steht, dass es einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe gibt (siehe Epheser 4:5). Joseph Smith besuchte verschiedene Kirchen. Er war sich aber nicht sicher, welcher er sich anschließen solle. Er schrieb über diese Zeit:

    „So groß waren die Verwirrung und der Streit zwischen den verschiedenen Konfessionen, dass es für einen jungen Menschen wie mich …gar nicht möglich war, mit Sicherheit zu entscheiden, wer nun Recht hatte und wer Unrecht hatte. …Inmitten dieses Wortkriegs und Tumults der Meinungen sagte ich mir oft: Was ist da zu tun? Welche von allen diesen Parteien hat Recht, oder haben sie allesamt Unrecht? Falls eine von ihnen Recht hat, welche ist es, und wie soll ich sie erkennen?“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:8,10.)

    Als Joseph Smith unter den verschiedenen Glaubensgemeinschaften nach Wahrheit suchte, zog er die Bibel zu Rate. Dabei las er: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.“ (Jakobus 1:5.) Aufgrund dieser Schriftstelle entschloss sich Joseph Smith, Gott zu bitten, ihm zu sagen, was er tun solle. So ging er im Frühjahr 1820 in einen kleinen Wald und kniete dort nieder. Was dann geschah, beschreibt er so:

    Ich sah „gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herabkam, bis sie auf mich fiel…. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17.)

    The First Vision

    Gott Vater und sein Sohn, Jesus Christus, erschienen Joseph Smith in einer Vision. Der Erlöser sagte Joseph Smith, er solle sich keiner Kirche anschließen, „denn sie seien alle im Unrecht“ und „ihre sämtlichen Glaubensbekenntnisse seien … ein Gräuel“. Jesus Christus sagte: „Sie nahen sich mir mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir; sie verkünden Menschengebote als Lehre, sie haben zwar eine Form der Gottesfurcht, aber sie leugnen deren Macht“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:19). Obwohl es viele gute Menschen gab, die an Christus glaubten und versuchten, das Evangelium zu verstehen und zu lehren, so hatten sie doch weder die Fülle der Wahrheit noch die Vollmacht des Priestertums, um andere zu taufen und weitere errettende heilige Handlungen zu vollziehen. Die Menschen waren im Abfall vom Glauben befangen, weil jede Generation von dem beeinflusst wurde, was die vorausgegangene weitergab. Das galt auch für Veränderungen in der Lehre und den heiligen Handlungen wie etwa der Taufe. So, wie Gott schon Adam, Noach, Abraham, Mose und weitere Propheten berufen hatte, berief er jetzt Joseph Smith. Er sollte der Prophet sein, durch den das Evangelium in seiner Fülle auf der Erde wiederhergestellt wurde.

    Nach dem Erscheinen Gott Vaters und seines Sohnes wurden weitere Boten vom Himmel, also Engel, zu Joseph Smith und seinem Gefährten Oliver Cowdery gesandt. Johannes der Täufer erschien und übertrug Joseph Smith und Oliver Cowdery das Aaronische Priestertum. Dieses Priestertum hat unter anderem die Vollmacht, die Taufe zu vollziehen. Petrus, Jakobus und Johannes (drei der ersten Apostel Christi) erschienen und übertrugen Joseph Smith und Oliver Cowdery das Melchisedekische Priestertum. Sie stellten somit dieselbe Vollmacht wieder her, welche in alter Zeit den Aposteln Christi übertragen worden war. Joseph Smith wurde angewiesen, mit dieser Priestertumsvollmacht nun die Kirche Jesu Christi erneut auf der Erde aufzurichten. Durch ihn berief Jesus Christus zwölf Apostel.

    Die heutige Zeit wird von den Propheten der Bibel als die Letzten Tage bezeichnet, nämlich die Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten. Es ist dies die Zeit unmittelbar vor dem Zweiten Kommen Jesu Christi. Es ist die letzte Evangeliumszeit. Diese Kirche wird daher „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ genannt.

    Sie wird von einem lebenden Propheten geführt. Dieser Prophet, nämlich der Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, ist der bevollmächtigte Nachfolger Joseph Smiths. Er und die heute lebenden Apostel können ihre Vollmacht in einer ununterbrochenen Reihe von Ordinierungen über Joseph Smith bis hin zu Jesus Christus zurückverfolgen.

    Lernen Sie Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17 auswendig

    Lernen Sie Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16 und 17 auswendig. In dieser Schriftstelle wird beschrieben, wie Joseph Smith Gott Vater und den Sohn sieht. Sie sollten jederzeit in der Lage sein, die erste Vision in Joseph Smiths eigenen Worten wiederzugeben. Leiern Sie die Schriftstelle aber nicht herunter. Geben Sie aufrichtig Zeugnis. Sagen Sie, dass Sie wissen, dass dies wahr ist. Scheuen Sie sich nicht zu erklären, wie Sie zu diesem Wissen gekommen sind. Bitten Sie auch Ihren Mitarbeiter, Zeugnis zu geben.

    Zeugnis geben

    Zu den wichtigen Pflichten des Missionars gehört, dass er vom derzeitigen Propheten und Präsidenten der Kirche Zeugnis gibt.

    Schriftstudium

    Schriftstudium

    Das Buch Mormon – ein weiterer Zeuge für Jesus Christus

    Joseph Smith translating the Book of Mormon

    Da der Himmlische Vater wusste, dass nach Jahrhunderten der Finsternis weiterhin Zweifel, Unglaube und Fehlinformationen bestehen bleiben würden, brachte er in seiner Liebe eine Sammlung alter heiliger Schriften ans Licht. Sie ist der Bibel ähnlich und enthält die Fülle des immerwährenden Evangeliums Jesu Christi. Dieses heilige Buch liefert einen überzeugenden Beweis dafür, dass Joseph Smith ein wahrer Prophet Gottes gewesen ist. Dieser Bericht ist das Buch Mormon – ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.

    Joseph Smith wurde von einem Boten vom Himmel namens Moroni zu einem Hügel geführt, wo Jahrhunderte lang goldene Platten verborgen gewesen waren. Diese Goldplatten enthielten die Aufzeichnungen von Propheten. Sie gaben Bericht vom Umgang Gottes mit den damaligen Einwohnern Amerikas. Joseph Smith übersetzte diese Aufzeichnungen durch die Macht Gottes. Die Propheten aus dem Buch Mormon wussten von der Mission des Heilands. Sie lehrten sein Evangelium. Jesus erschien ihnen nach seiner Auferstehung. Er lehrte sie das Evangelium und gründete seine Kirche. Das Buch Mormon beweist, „dass Gott Menschen inspiriert und sie zu seinem heiligen Werk beruft, in diesem Zeitalter und dieser Generation ebenso wie in den Generationen vor alters“ (LuB 20:11). Wenn man wissen möchte, dass das Buch Mormon wahr ist, muss man es lesen und darüber nachsinnen und beten. Wer aufrichtig nach der Wahrheit sucht, wird bald spüren, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist.

    Für eine nachhaltige Bekehrung ist es wichtig, dass man das Buch Mormon liest und darüber nachsinnt und betet. Wenn jemand zum ersten Mal im Buch Mormon liest, unternimmt er einen wichtigen Schritt. So kann er nämlich erkennen, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes ist und dass die wahre Kirche auf der Erde wiederhergestellt worden ist.

    Die Wahrheit der Wiederherstellung mit Hilfe des Buches Mormon bestätigen

    Es folgt ein Beispiel dafür, was Sie sagen können, wenn Sie zum ersten Mal über das Buch Mormon sprechen:

    „Gott liebt seine Kinder. Er hat daher ein überzeugendes Mittel vorgesehen, das die Wahrheit dessen bestätigt, was wir gesagt haben. Dies ist das Buch Mormon. Würden Sie bitte die letzten beiden Absätze der Einleitung lesen?“

    Erklären Sie die Bedeutung aller Begriffe in diesen beiden Absätzen. Laden Sie die Untersucher ein, eine Verpflichtung einzugehen – nämlich Teile des Buches Mormon zu lesen. Sie sollen die Grundsätze, die in diesen beiden Absätzen dargelegt sind, in die Tat umsetzen.

    Wenn Sie das Buch Mormon vorstellen, empfiehlt es sich, ein Exemplar davon zu zeigen. Sie können kurz über den Inhalt sprechen und ein, zwei Schriftstellen vorlesen, die Ihnen viel bedeuten oder von denen Sie annehmen, dass sie für den Untersucher von Bedeutung sein könnten.

    Schriftstudium

    Schriftstudium

    Beten, um durch den Heiligen Geist die Wahrheit zu erkennen

    Die Botschaft von der Wiederherstellung kann nur wahr oder falsch sein. Dass sie wahr ist, können wir durch den Heiligen Geist erkennen, wie es in Moroni 10:3–5 verheißen wird. Wer die Wahrheit erkennen möchte, muss die Botschaft des Buches Mormon lesen, darüber nachsinnen und dann den Himmlischen Vater im Namen Jesu Christi fragen, ob sie wahr ist. Wir müssen uns also an den Himmlischen Vater wenden. Wir danken ihm für unsere Segnungen und bitten ihn, uns wissen zu lassen, ob die Botschaft des Buches Mormon wahr ist. Wer nicht betet, kann geistige Wahrheiten nicht erkennen.

    Der Heilige Geist gibt uns Antwort auf unsere Gebete. Er lehrt uns durch unsere Gefühle und Gedanken die Wahrheit. Die Gefühle, die der Heilige Geist uns eingibt, sind machtvoll. Für gewöhnlich sind sie gleichzeitig aber auch sanft und leise. Wenn wir nun spüren, dass das, was wir erfahren haben, wahr ist, wollen wir möglichst alles über die Wiederherstellung wissen.

    Wenn man weiß, dass das Buch Mormon wahr ist, erkennt man damit auch, dass Joseph Smith als Prophet berufen worden und dass das Evangelium Jesu Christi durch ihn wiederhergestellt worden ist.

    Das Gebet

    Das Beten ist zwar in vielen Religionen und Kulturen verankert, es wird aber selten als wechselseitige Kommunikation zwischen Gott und Mensch verstanden. Vermitteln Sie denen, die Sie unterweisen, dass man beim Beten seine innersten Gefühle kundtun kann. Zeigen Sie beim Beten zu Beginn oder am Ende der Lektion, wie man das macht. Verwenden Sie einfache Wörter, die auch der Untersucher beim Beten verwenden kann. Machen Sie deutlich, dass der Himmlische Vater die Gebete der Untersucher erhört. Normalerweise gibt er ihnen Gefühle ins Herz und Gedanken in den Sinn. Wenn die Untersucher wahrhaftig und aufrichtig wissen wollen, ob Gott lebt, gibt er ihnen Antwort. Bitten Sie den Haushaltsvorstand, am Ende der Lektion niederzuknien und zu beten.

    Schriftstudium

    Schriftstudium

    Taufaufforderung

    Scheuen Sie sich nicht, am Ende dieser oder einer anderen Lektion die Untersucher einzuladen, sich taufen und konfirmieren zu lassen.

    Ihre Aufgabe ist es, die Menschen für die Aufforderung zur Taufe und Konfirmierung bereitzumachen. Es empfiehlt sich daher, oft Zeugnis zu geben und zu sagen, dass sich jeder durch die rechte Vollmacht taufen lassen muss. Nur so kann man Vergebung seiner Sünden erlangen und die wunderbare Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Sie können beispielsweise sagen: „Wenn der Herr Ihre Gebete erhört und Sie spüren lässt, dass diese Botschaft wahr ist, werden Sie dann dem Beispiel Jesu Christi folgen und sich taufen lassen?“

    Die Aufforderung zur Taufe und zur Konfirmierung muss konkret und unmissverständlich ausgesprochen werden: „Werden Sie dem Beispiel Jesu Christi folgen und sich von jemand taufen lassen, der von Gott die Priestertumsvollmacht dazu hat? Am (Datum) findet ein Taufgottesdienst statt. Werden Sie sich bereitmachen und sich an diesem Tag taufen lassen?“

    Anregungen für die Lektion

    In diesem Abschnitt finden Sie Anregungen, wie Sie die Lektion vorbereiten und geben können. Folgen Sie mit einem Gebet im Herzen dem Geist und legen Sie fest, wie Sie dieses Material einsetzen wollen. Nehmen Sie die von Ihnen gewählten Anregungen in Ihre Lektionsplanung auf. Bedenken Sie dabei immer, dass dies Vorschläge sind und keine starren Regeln. Sie sollen Ihnen helfen, auf diejenigen einzugehen, die Sie unterweisen.

    Planung für eine kurze Lektion (3 bis 5 Minuten)

    Nachdem das Evangelium Jesu Christi jahrhundertelang verloren gewesen war, wurde es durch einen Propheten wiederhergestellt. Der Himmlische Vater hat ihn gesandt, weil er uns liebt. Das Buch Mormon ist ein Beweis dafür. Man kann es in der Hand halten. Man kann es lesen und darüber nachsinnen, wie sich die Botschaft dieses Buches positiv auf unser Leben auswirken kann. Man kann beten, um herauszufinden, ob diese Botschaft das Wort Gottes ist.

    Planung für eine kurze Lektion (3 bis 5 Minuten)

    • Gott ist unser Himmlischer Vater. Er liebt uns.

    • Das Evangelium ist ein Segen für die Familie

    • Der Himmlische Vater tut sein Evangelium in jeder Evangeliumszeit kund

    • Das irdische Wirken des Erlösers

    • Der Abfall vom Glauben

    • Die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi durch Joseph Smith

    • Das Buch Mormon – ein weiterer Zeuge für Jesus Christus

    • Beten, um durch den Heiligen Geist die Wahrheit zu erkennen

    Verpflichtungen:

    • Werden Sie im Buch Mormon lesen und beten, um herauszufinden, ob es das Wort Gottes ist?

    • Werden Sie beten, um herauszufinden, ob Joseph Smith ein Prophet war?

    • Werden Sie diesen Sonntag mit uns zur Kirche kommen?

    • Dürfen wir einen Termin für unseren nächsten Besuch ausmachen?

    • Gebote aus der 4. Lektion, die Sie in diesem Zusammenhang ansprechen möchten.

    Planung für eine mittlere Lektion (10 bis 15 Minuten)

    Unsere Botschaft ist bemerkenswert und zugleich einfach. Gott ist unser Vater. Wir sind seine Kinder. Wir gehören zu seiner Familie. Er liebt uns. Er hat sich seit Anbeginn der Welt um die Menschen gekümmert und ihnen seine Liebe gezeigt. Oftmals hat er sich ihnen liebevoll zugewandt. Er hat das Evangelium Jesu Christi immer wieder offenbart, damit seine Kinder wissen, wie sie zu ihm zurückkommen können. Er hat das Evangelium seinen Propheten offenbart, zum Beispiel Adam, Noach, Abraham und Mose. Die Menschen haben das Evangelium jedoch immer wieder verworfen. Vor zweitausend Jahren hat Jesus Christus selbst das Evangelium gelehrt und seine Kirche aufgerichtet. Es ist unfassbar, aber die Menschen lehnten sogar Jesus ab. Wenn die Menschen den wahren Lehren und heiligen Handlungen keine Beachtung schenken oder sie abändern, zieht Gott die für den geistlichen Dienst in der Kirche erforderliche Vollmacht zurück.

    Wir laden Sie und alle Menschen ein: Fügen Sie den Wahrheiten, die Sie bereits kennen, noch weitere hinzu. Denken Sie über die Beweise nach, die zeigen, dass sich der Himmlische Vater und sein Sohn, Jesus Christus, wiederum voll Liebe den Menschen zugewandt haben. Sie haben abermals einem Propheten das Evangelium in seiner Fülle kundgetan. Dieser Prophet heißt Joseph Smith. Den Beweis dafür finden Sie in diesem Buch, dem Buch Mormon. Sie können es lesen und darüber nachsinnen und beten. Und wenn Sie mit aufrichtigem Herzen und wirklichem Vorsatz beten und Glauben an Christus haben, wird Gott Ihnen durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, dass es wahr ist.

    Verpflichtungen:

    • Werden Sie im Buch Mormon lesen und beten, um herauszufinden, ob es das Wort Gottes ist?

    • Werden Sie beten, um herauszufinden, ob Joseph Smith ein Prophet war?

    • Werden Sie diesen Sonntag mit uns zur Kirche kommen?

    • Dürfen wir einen Termin für unseren nächsten Besuch ausmachen?

    • Gebote aus der 4. Lektion, die Sie in diesem Zusammenhang ansprechen möchten.

    Planung für eine komplette Lektion (30 bis 45 Minuten)

    Planung für eine komplette Lektion (30 bis 45 Minuten)

    • Gott ist unser Himmlischer Vater. Er liebt uns.

    • Das Evangelium ist ein Segen für die Familie

      • Das Evangelium Jesu Christi festigt die Bindung innerhalb der Familie.

      • Die Familie ist von Gott eingerichtet. Sie ist in Zeit und Ewigkeit die wichtigste Einheit der Gesellschaft (siehe LuB 49:15,16).

      • In der Familie lassen sich die Grundsätze des Evangeliums am besten lehren, lernen und in die Tat umsetzen (siehe LuB 68:25; Genesis 18:19; Deuteronomium 6:7).

      • Die Familie kann ein Ort der Geborgenheit, des Friedens und der Freude sein.

    • Der Himmlische Vater tut sein Evangelium in jeder Evangeliumszeit kund

      • Gott beruft Propheten. Sie sollen das Evangelium predigen.(Siehe Amos 3:7.)

      • Der Abfall vom Glauben bedeutet, dass man die Propheten und das Evangelium ablehnt.

      • Eine Evangeliumszeit ist eine Zeit, in der das Evangelium von Propheten verkündigt wird. Die früheren Evangeliumszeiten haben in einem Abfall vom Glauben geendet (siehe LuB 136:36-38).

      • Adam, Noach, Abraham, Mose und weitere Propheten aus alter Zeit lehrten das Evangelium (siehe Mose 5:4-12).

    • Das irdische Wirken des Erlösers

      • Der Sohn Gottes hat das Evangelium wiederhergestellt und gelehrt. Er hat viele Wunder gewirkt (siehe Schriftenführer, „Wunder“).

      • Er berief Apostel und übertrug ihnen die Vollmacht des Priestertums. So konnten sie das Evangelium predigen und die errettenden heiligen Handlungen wie etwa die Taufe vollziehen. (Siehe Johannes 15:16.)

      • Christus richtete seine Kirche auf.

      • Christus wurde gekreuzigt. Die Menschen lehnten die Apostel ab und töteten sie. (Siehe Matthäus 27:35; Markus 15:25.)

      • Christus hat das Sühnopfer vollbracht (siehe Schriftenführer, „Sühnen, Sühnopfer“).

    • Der Abfall vom Glauben

      • Ohne Offenbarung durch Propheten geraten die Menschen in geistige Finsternis (siehe Amos 8:11,12).

      • Die Propheten und Apostel sagten den Abfall vom Glauben voraus (siehe 2 Thessalonicher 2:1-3).

    • Die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi durch Joseph Smith

      • Joseph Smith suchte nach Wahrheit (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:8,10).

      • Gott und Jesus Christus erschienen Joseph Smith (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17).

      • Joseph Smith wurde als Prophet dieser letzten Evangeliumszeit berufen – so, wie andere Propheten vor ihm in früheren Evangeliumszeiten berufen worden waren.

      • Gott hat durch Joseph Smith das Evangelium in seiner Fülle wiederhergestellt (siehe LuB 35:17; 135:3).

      • Weitere Boten vom Himmel stellten das Priestertum wieder her. Die Kirche Christi wurde gegründet (siehe LuB 13; 27:12).

      • Sie wird von einem lebenden Propheten geführt.

    • Das Buch Mormon – ein weiterer Zeuge für Jesus Christus

      • Das Buch Mormon ist ein überzeugender Beweis dafür, dass Joseph Smith ein Prophet war.

      • Joseph Smith übersetzte die Platten durch die Macht Gottes (siehe Einleitung zum Buch Mormon, Absatz 5).

      • Das Buch Mormon ist ein Beweis dafür, dass Gott auch heute Propheten inspiriert. Das hat er in jeder Evangeliumszeit getan. (Siehe LuB 20:5-12.)

      • Im Buch Mormon ist die Fülle des Evangeliums Jesu Christi enthalten (siehe LuB 20:8,9).

    • Beten, um durch den Heiligen Geist die Wahrheit zu erkennen

    Verpflichtungen:

    • Werden Sie im Buch Mormon lesen und beten, um herauszufinden, ob es das Wort Gottes ist?

    • Werden Sie beten, um herauszufinden, ob Joseph Smith ein Prophet war?

    • Werden Sie diesen Sonntag mit uns zur Kirche kommen?

    • Dürfen wir einen Termin für unseren nächsten Besuch ausmachen?

    • Gebote aus der 4. Lektion, die Sie in diesem Zusammenhang ansprechen möchten.

    Fragen, die Sie nach der Unterweisung stellen sollen

    • Haben Sie Fragen zu dem, was wir gesagt haben?

    • Angenommen, es gäbe heute einen Propheten auf der Erde. Was würden Sie ihn fragen?

    • Haben Sie das Gefühl, dass Gott Ihre Gebete erhört? Warum?

    • Möchten Sie herausfinden, ob das Buch Mormon wahr ist? Warum?

    Schlüsselbegriffe

    Weitere Begriffe, die vielleicht erklärt werden müssen

    • Apostel

    • Bibel

    • bis ans Ende ausharren

    • den Geboten gehorchen oder nicht gehorchen

    • Erlöser

    • errettende heilige Handlungen

    • Evangelium

    • Gabe des Heiligen Geistes

    • Gebet

    • Heilige Schriften

    • Sünde

    • Treuhandschaft

    • zu Gott zurückkehren und in seiner Gegenwart leben

    Reformatoren und Führer von Weltreligionen

    Die folgende Hintergrundinformation soll nur bei Bedarf eingebracht werden.

    John Wycliffe:

    Im 14. Jahrhundert in England geboren. Theologe an der Universität Oxford. Seine Lehren waren: Die katholische Kirche hat nicht die Schlüsselgewalt inne; die Eucharistie (die Opfergaben beim Abendmahl) ist nicht buchstäblich der Leib Christi; die Kirche soll keine politische Macht über das Volk ausüben. Übersetzte die Bibel ins Englische. Er starb am 31.Dezember 1384.

    Martin Luther:

    Am 10.November 1483 in Eisleben in Deutschland geboren. Studierte an den Universitäten Erfurt und Wittenberg. Befestigte seine 95 Thesen an einer Tür der Schlosskirche. Darin prangerte er viele gängige Lehren der römisch-katholischen Kirche an, so auch den Ablass (eine Bußzahlung zur Sündenvergebung). Er starb am 18. Februar 1546.

    William Tyndale:

    1494 in Wales geboren. Er studierte in Oxford und Cambridge, übersetzte das Neue Testament ins Englische. Er machte dem gewöhnlichen Volk die Heilige Schrift zugänglich, um die Irrlehren und die Korruption der religiösen Führer ans Licht zu bringen. Am 6. Oktober 1536 wurde er hingerichtet.

    Johannes Calvin:

    Am 10. Juli 1509 in Frankreich geboren. Studierte in Paris Theologie. Übernahm eine führende Rolle in einigen Bewegungen zur Reform der katholischen Kirche. Verbrachte den Großteil seines Lebens in der Schweiz. Er lehrte, dass der Mensch von Natur aus gefallen ist und nur durch Gottes Gnade errettet werden kann. Schrieb viele Kommentare zur Bibel. Er starb am 27. Mai 1564.

    Weitere Informationen zu den Reformatoren finden Sie in den folgenden Veröffentlichungen in Ihrer Missionarsbibliothek: James E. Talmage, Jesus der Christus, Seite 607ff.; M. Russell Ballard, Unser Weg, glücklich zu sein, Seite 43ff.

    So, wie die Reformatoren der christlichen Welt aufgrund ihres Mutes und Weitblicks Segen brachten, gab es auch in vielen anderen Nationen und Kulturen Männer, die anderen Segen brachten, weil ihnen das gewährt wurde, „was [Gott] für richtig hält, dass sie haben sollen“ (Alma 29:8). Die Lehren solcher Religionsstifter trugen dazu bei, dass viele Völker zivilisierter und sittlicher wurden.

    Buddha (Siddhartha Gautama):

    563 v. Chr. als Sohn eines adligen Hindu in Nepal geboren. Das Leid, das er um sich herum sah, ging ihm zu Herzen. Er verließ den luxuriösen Palast seines Vaters, entsagte der Welt und lebte in Armut. Er strebte nach Erleuchtung und fand den sogenannten „Pfad der Erlösung“. Er sagte von sich, er werde das Nirwana erreichen – einen Zustand seliger Ruhe, frei von Sorge, Schmerz und äußerer Wirklichkeit. Er wurde Lehrer einer Mönchsgemeinschaft.

    Konfuzius:

    551 v. Chr. geboren. Als Kind verlor er seine Eltern. Er war der erste professionelle Lehrer und der größte ethische und soziale Denker Chinas. Er sprach kaum über geistige Wesen oder göttliche Mächte, sondern vertrat die Ansicht, dass der Himmel ihm die heilige Aufgabe anvertraut habe, ein Verfechter des Guten und Wahren zu sein.