2019
Lernst du jeden Tag etwas dazu?
Juni 2019


Nur online

Lernst du jeden Tag etwas dazu?

Dieser Artikel ist ursprünglich in englischer Sprache im Blog für Eigenständigkeitsförderung erschienen.

Es ist gut für deine seelische Gesundheit, dazuzulernen und so dein Gehirn zu trainieren.

Bricht man aus seiner Routine aus und lernt etwas dazu, ist das, als ob man einen Muskel nutzt, den man lange nicht benutzt hat. Auch wenn es zunächst schwierig scheint: Übt man sich jeden Tag darin, etwas dazuzulernen, wird man stetig besser darin. Das Gehirn passt sich der täglichen Herausforderung an. Mit jeder bewältigten Leistung wird man selbstbewusster und vor allem macht Lernen dann Spaß!

Dabei ist das, was man lernt, nicht so wichtig wie der Lernprozess an sich. Dank Laptop und Smartphone war Lernen noch nie so einfach wie heute. Informationen sind nur einen Tastenschlag entfernt. Es gibt auch sogar Apps, die einem täglich etwas zum Dazulernen schicken.

Dafür muss man keine detaillierte Recherche im Internet betreiben oder Artikel bei Wikipedia von vorne bis hinten durchlesen. Man kann seinem Gehirn ganz einfach jeden Tag einen neuen Impuls geben, indem man in einem Buch liest, ein kurzes Gedicht auswendig lernt oder ein neues Rezept ausprobiert. Man kann auch langfristige Projekte beginnen: ein neues Instrument lernen, eine neue Sportart anfangen oder irgendwohin reisen, wo man noch nie gewesen ist, und die Menschen dort kennenlernen.

Wir profitieren davon, wenn wir uns bemühen, etwas dazuzulernen:

  1. Es vertreibt Langeweile.

  2. Man wird interessanter und es macht anderen mehr Spaß, sich mit einem zu unterhalten.

  3. Man findet neue Freunde (dank Punkt 2).

  4. Man lernt, sich seine Zeit gut einzuteilen.

  5. Man ist seinen Kindern ein Vorbild. Sie sehen daran, wie viel Spaß es macht, dazuzulernen und etwas Neues auszuprobieren.

Wir alle sind hier auf der Welt, um uns persönlich weiterzuentwickeln. Wenn wir lernen, wie man dazulernt, können wir uns rascher weiterentwickeln. Wir können so mehr geistige Reife erlangen, unsere Fähigkeit verbessern, bei einer Aufgabe zu bleiben, und geduldiger mit anderen sein.

Es gibt unzählige Gründe dafür, jeden Tag etwas dazuzulernen. Einen guten Grund hat Alex Blackwell genannt, als er sagte, dass es „uns hilft, den Wert all dessen, was uns umgibt, zu sehen. Manchmal ist ein kleiner Perspektivwechsel alles, was wir brauchen, um das, was uns umgibt, wirklich zu würdigen und ein Gefühl für dessen Wert zu entwickeln.“ („The Benefits of Trying New Things“, Everyday Inspiration, Beliefnet, März 2014.)

Schwierig ist vor allem der Anfang. Deshalb hier ein Trick, wie du loslegen kannst: Bitte einen Vierjährigen, dir zu sagen, was er sieht. Das ist ernst gemeint. Frag ihn einfach. Vielleicht wird er dich ansehen, sich umsehen, in den Himmel blicken oder auf den Erdboden. Gib das, was das neugierige Kind sieht, in eine Suchmaschine ein. Lern alles, was du kannst, über diese eine Sache. Erwähnt das Kind beispielsweise die Blätter eines Baumes, dann finde heraus, um welchen Baum es sich handelt, wie groß er werden kann und woher er ursprünglich stammt. Du wirst Spaß daran haben, und dein Gehirn wird es dir unendlich danken!

Wende das gleiche Prinzip an, wenn es um geistige Dinge geht. Wenn du in den heiligen Schriften liest, halte kurz inne und stell dir die Frage: „Was bedeutet das wirklich?“ Schlag die Querverweise nach. Sinne über die Bedeutung nach. Bete um Verständnis. Der Heilige Geist kann uns Schritt für Schritt und Zeile um Zeile unterweisen, wenn wir innehalten und unseren Verstand mal nicht auf Hochtouren laufen lassen.

Machen dein Verstand und dein Geist jeden Tag Fortschritt, wirst du fröhlicher und produktiver sein.