Sacharja 1
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11. Der Prophet Sacharja (griechisch: Zacharias)*)

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1 Im achten Monat (oder: Am achten Neumond), im zweiten Regierungsjahre des Darius**), erging das Wort des HErrn an den Propheten Sacharja, den Sohn Berechja’s, des Sohnes Iddo’s, folgendermaßen:

2 „Der HErr ist gegen (oder: über) eure Väter schwer erzürnt gewesen.

3 Nun aber sage zu ihnen: ‘So hat der HErr der Heerscharen gesprochen: Kehre um zu mir’ — so lautet der Ausspruch des HErrn der Heerscharen —, ‘so will auch ich wieder zu euch umkehren’ — spricht der HErr der Heerscharen.

4 ‘Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten zwar die Mahnung zugerufen haben: „„So hat der HErr der Heerscharen gesprochen: Kehrt doch um von eurem bösen Wandel und von eurem bösen Tun!”” aber sie haben nicht gehorcht und nicht auf mich geachtet!’ — so lautet der Ausspruch des HErrn.

5 ‘Wo sind nun eure Väter? Und können die Propheten ewig leben?

6 Doch meine Drohworte und meine Ratschlüsse, deren Verkündigung ich meinen Knechten, den Propheten, geboten hatte, sind die nicht bei euren Vätern eingetroffen, so daß sie in sich gingen und bekannten: ‘Wie der HErr der Heerscharen sich vorgenommen hatte, mit uns nach unserm Wandel und nach unserm ganzen Tun zu verfahren, so ist er wirklich mit uns verfahren’”?

7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats — das ist der Monat Sebat —, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des HErrn an den Propheten Sacharja, den Sohn Berechja’s, des Sohnes Iddo’s, folgendermaßen:

8 Ich hatte zur Nachtzeit (= in dieser Nacht) ein Gesicht: ich sah einen Mann auf einem rotbraunen Roß reiten; der hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund stehen, und hinter ihm befanden sich (noch andere) Rosse, rotbraune, fuchsrote, (schwarze) und weiße.

9 Als ich nun fragte: „Mein Herr, was bedeuten diese?” antwortete mir der Engel, der mit mir redete: „Ich will dich schauen lassen, was diese da bedeuten.”

10 Da nahm der Mann, der zwischen den Myrten hielt, das Wort und sagte: „Das sind die, welche der HErr ausgesandt hat, um die Erde zu durchstreifen.”

11 Da erstatteten sie dem Engel des HErrn, der zwischen den Myrten hielt, Bericht mit den Worten: „Wir haben die Erde durchstreift und festgestellt, daß die ganze Erde sich in tiefster Ruhe befindet.”

12 Da nahm der Engel des HErrn das Wort und fragte: „O HErr der Heerscharen, wann willst du dich endlich Jerusalems und der Städte Juda’s erbarmen, denen du nun schon siebzig Jahre lang gezürnt hast?”

13 Da antwortete der HErr dem Engel, der mit mir redete, freundliche, trostreiche Worte.

14 Hierauf sagte der Engel, der mit mir redete, zu mir: „Mache folgende Verkündigung bekannt: ‘So hat der HErr der Heerscharen gesprochen: Ich bin mit großem Eifer für Jerusalem und für Zion erfüllt

15 und hege heftigen Zorn gegen die sorglos dahinlebenden Heidenvölker, die, während ich (über: Israel) ein wenig erzürnt war, ihrerseits zum Unheil mitgeholfen haben.

16 Darum spricht der HErr also: Ich habe mich Jerusalem voll Erbarmens wieder zugewandt: mein Tempelhaus soll in ihm wieder aufgebaut werden’ — so lautet der Ausspruch des HErrn der Heerscharen —, ‘und die Meßschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden’.

17 Weiter mache noch folgendes bekannt: ‘So hat der HErr der Heerscharen gesprochen: Aufs neue sollen meine Städte von Gutem (oder: Glück) überfließen, und der HErr wird Zion aufs neue trösten*) und Jerusalem wiederum erwählen.’”

  • *) Sacharja (d. h. „Der HErr gedenkt”), judäischer Prophet, Zeitgenosse und Freund Haggai’s um 520 v. Chr.

      • Im Jahr 520 v. Chr.

      • A. L.: wird sich noch Zions erbarmen.