Geben
Kleine gute Taten haben eine große Wirkung.
Hier ist eine kleine Matheaufgabe für dich: Was ist 270 x 2? Wenn deine Antwort 540 lautet, hast du recht! Aber wenn du 5000 geantwortet hast, hättest du noch mehr recht – nur vielleicht nicht bei deiner nächsten Mathearbeit.
Dieses Ergebnis klingt zwar echt verrückt, aber es zeigt, was geschah, nachdem Fremde rund um den Globus beschlossen hatten, gute Taten zu vollbringen. Dank der Spendenautomaten im Rahmen der Initiative „Der Welt ein Licht“ erhielten 90 Frauen aus einem kleinen Dorf 270 Küken. In nur 2 Jahren (270 x 2!) sind dank der Hege dieser Frauen aus den Küken 5000 Hühner geworden – und es werden immer mehr. Und jetzt sorgen dieselben Frauen mithilfe derselben Spendenautomaten dafür, dass woanders Küken erworben werden können.
Das ist das Schöne an guten Taten. Oft haben wir keine Ahnung, wie viel Gutes unsere einfachen Taten bewirken können. Es ist, als ob man einen Kieselstein in einen Teich wirft und dann einfach weggeht, ohne auf die Wellen zu achten, die sich immer weiter über das Wasser ausbreiten.
Ganz gleich, wie du in dieser Weihnachtszeit Freundlichkeit an den Tag legst, sei dir stets bewusst: All deine Bemühungen bewirken viel.
Wahrscheinlich viel mehr, als du denkst.
Hier sind nur ein paar Geschichten aus aller Welt, die dich hoffentlich inspirieren, in dieser Weihnachtszeit selbst Freundlichkeit und Güte zu verbreiten.
Neue Talente, neue Freunde
Ashton L., 17, Bundesstaat Mexiko, Mexiko
Nachdem die Gebietspräsidentschaft unseren Pfahl gebeten hatte, ein Dienstprojekt durchzuführen, hatte ich die Idee, ein Krankenhaus bei uns zu kontaktieren und für Mütter und Babys handgefertigte Decken und Babymützchen zu spenden.
Eine Schwester brachte mir bei, wie man Decken macht, und ich habe es dann anderen beigebracht. Eine andere Schwester in meiner Gemeinde kann stricken und brachte es dann mir und allen anderen bei. Bei einer Aktivität halfen die Jugendlichen mit, Decken und Mützen anzufertigen. Auch die Erwachsenen in unserem Pfahl – Männer und Frauen – waren begeistert, der Welt ein Licht zu sein, und halfen mit.
Am Ende kamen im Pfahl 200 Babymützen und 480 Decken zusammen! Eine Gruppe aus meiner Gemeinde fuhr dann zum Krankenhaus und überbrachte die Spenden für die Mütter.
Sie waren so glücklich, und ich glaube, sie haben die Liebe Christi verspürt.
Ich habe über den Dienst am Nächsten nachgedacht und darüber, wie mir das als Jünger Christi und als Sohn Gottes geholfen hat. Mir ist klargeworden, dass Dienen mir hilft, Gott näherzukommen – vor allem in schwierigen Zeiten. Es ist der beste Weg, um Gott näherzukommen.
Gott hat uns Talente und Gaben geschenkt. Wenn wir etwas lernen wollen, um anderen Gutes zu tun, hilft er uns, diese Fähigkeit zu entwickeln. Damit wir anderen ein Segen sein können, braucht Gott unsere Bereitschaft und unseren Willen dazu. Vielleicht meinst du, nichts Besonderes zu sein oder anderen nichts geben zu können, doch dem ist nicht so! Du musst dich nur an Gott wenden und ihn bitten, dir die Augen zu öffnen. Er wird dich wissen lassen, wie du anderen wirklich ein Segen sein kannst.
Spendenautomaten und eine frohe Botschaft
Texas, USA
Familie Howard hat andere an der Gabe der Musik teilhaben lassen und für die Nutzer der Spendenautomaten und für Passanten Weihnachtslieder gesungen. Sieben der neun Geschwister der Familie Howard und ihre Eltern sangen, während ihre 19-jährige Schwester Emily, eine preisgekrönte Pianistin, sie begleitete.
„Das war so ein tolles Erlebnis!“, erzählt die siebzehnjährige Hannah. „Ich fand es herrlich, rund um die Spendenautomaten für so eine schöne Atmosphäre zu sorgen und allen Besuchern eine Freude zu bereiten. Obwohl auf den Straßen viel los war und es in der Weihnachtszeit viel zu tun gibt, fand ich es schön, für kurze Zeit die Liebe Christi weiterzugeben. All die Freude beim Dienen zu sehen, hat mir Frieden ins Herz gegeben und mich in Weihnachtsstimmung versetzt.“
Tennessee, USA
Sam S. und Sofi J., die beide in die Highschool gehen, haben einen Schulverein gegründet, um Geld für die Spendenautomaten zu sammeln. Eigentlich hatten sie vor, genügend Geld für die Aktion 777 zu sammeln. (Wenn ein Spender am Automaten dreimal die 7 drückt, kauft er von jedem Artikel einen.) Dank der großzügigen Spenden seitens der Schüler konnten Sam und Sofi sogar zweimal bei der Aktion 777 mitmachen.
Sofi sagt, diese Erfahrung habe ihr gezeigt, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, Dienst am Nächsten zu leisten, und dass jede kleine Spende in irgendeiner Weise hilft.
„Ich habe an der Spendenaktion teilgenommen, damit es in meiner Heimatstadt und an meiner Schule mehr Spendenautomaten gibt“, erzählt Sam. „Ich wollte auch beweisen, dass Jugendliche Gutes bewirken und die Welt erhellen können.“
Westaustralien
Kurz vor Weihnachten ging James H. eines Abends mit seiner Familie zu den Spendenautomaten. Er entschied sich, ein Grundschulpäckchen zu spenden, denn er wollte jemandem das Notwendigste für die Schule bereitstellen. „Ich bin dankbar für den Segen, eine Ausbildung zu erhalten“, sagt James. „Ich wünschte, jedes Kind auf der Welt könnte dieses Geschenk erhalten, denn es ermöglicht einem, im eigenen Leben und im Leben anderer Gutes zu bewirken.“
Quezon, Philippinen
Princess Jewel V. und ihre Schwester Princess Jazmine Miraede N. V. hatten ein „bemerkenswertes Erlebnis“ bei den Spendenautomaten in den Philippinen.
„Wir beide waren richtig bewegt, als wir gemeinsam die Auswahlmöglichkeiten an den Spendenautomaten durchgegangen sind“, erzählt Princess Jewel. „Es tat gut, für die Bedürftigen Geschenke auszuwählen – von Lebensnotwendigem bis hin zu Schulmaterial und medizinischen Produkten. Diese Erfahrung meiner Schwester und mir hat unsere Bindung gestärkt und schon in unserem Alter haben wir etwas darüber gelernt, was Mitgefühl und Großzügigkeit zustande bringen können. Es war eine wichtige Erinnerung daran, was wir durch einfaches Geben bewirken können.“
Du bist wie ein Wassertropfen
Der Prophet Alma hat seinem Sohn Helaman gesagt: „Durch Kleines und Einfaches wird Großes zustande gebracht.“ (Alma 37:6.)
Also gib in dieser Weihnachtszeit doch so, wie es dir in den Sinn kommt, von deiner Zeit und deinen Talenten. Erweise anderen Liebe oder einen netten Dienst. Hier einige Vorschläge dazu:
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Drück ein, zwei Knöpfe am Spendenautomaten, falls bei dir einer aufgestellt ist.
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Schenk jemandem, der ein bisschen einsam aussieht, ein Lächeln oder grüße ihn.
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Diene deinen Freunden, Nachbarn oder sogar Fremden.
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Lade deine Freunde und Angehörigen zu einer Weihnachtsaktivität ein.
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Lade Freunde ein, am Sonntag vor Weihnachten mit dir zum Gottesdienst zu gehen.
Erinnerst du dich an den Vergleich mit dem Teich und den Wellen von vorhin? Wirf doch mal ein paar Kieselsteine hinein – im übertragenen Sinne.
Die Welt wird es dir danken.