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5.

Das Erlösungswerk in der Gemeinde und im Pfahl

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi sind ausgesandt, „in seinem Weingarten für die Errettung der Menschenseelen zu arbeiten“ (LuB 138:56). Zu diesem Erlösungswerk gehören die Missionsarbeit der Mitglieder, die Aktiverhaltung der Bekehrten, die Aktivierung der weniger aktiven Mitglieder, Tempelarbeit und Familienforschung sowie das Lehren des Evangeliums. Die Bischofschaft leitet diese Arbeit in der Gemeinde, unterstützt von weiteren Mitgliedern des Gemeinderats.

Der Bischof trägt letztlich die Verantwortung für diese Bereiche, doch der Gemeindemissionsleiter koordiniert die Missionsarbeit der Mitglieder, der Hohepriestergruppenleiter koordiniert Tempelarbeit und Familienforschung und der Sonntagsschulleiter hilft den anderen Führungsbeamten der Gemeinde, das Lehren und Lernen des Evangeliums zu verbessern. Der Bischof kann einen seiner Ratgeber beauftragen, die Aktiverhaltung der Bekehrten zu koordinieren, und dem anderen den Auftrag geben, die Aktivierung zu koordinieren. Alle Priestertumsführer und HO-Leiter helfen mit, das Erlösungswerk in ihrer Organisation voranzubringen.

5.1

Die Missionsarbeit der Mitglieder

5.1.1

Der Bischof und seine Ratgeber

Der Bischof leitet den Gemeinderat bei der Ausarbeitung und Umsetzung des Gemeindemissionsplans an, wie unter 5.1.8 erläutert.

Der Bischof beruft einen Träger des Melchisedekischen Priestertums als Gemeindemissionsleiter und setzt ihn in dieses Amt ein. Der Bischof und seine Ratgeber können andere Mitglieder als Gemeindemissionar berufen und einsetzen.

Der Bischof und seine Ratgeber räumen der Missionsarbeit der Mitglieder Priorität ein. Sie vermitteln regelmäßig die Grundsätze der Missionsarbeit. Sie spornen die Mitglieder der Gemeinde dazu an, mit den Vollzeitmissionaren zusammenzuarbeiten, um Freunde der Kirche zu finden, zu unterweisen und zu taufen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, indem sie Einzelne und Familien finden und sie darauf vorbereiten, von den Missionaren unterwiesen zu werden.

Der Bischof und seine Ratgeber helfen angehenden Vollzeitmissionaren – Schwestern und Ehepaare eingeschlossen –, sich auf ihre Mission vorzubereiten.

5.1.2

Der Gemeinderat

Die Missionsarbeit der Mitglieder ist am wirkungsvollsten, wenn sich die Mitglieder des Gemeinderats ganz und gar der Missionsarbeit verschrieben haben. Sie spornen die Mitglieder in den Kollegien und Hilfsorganisationen an, sich in folgender Weise an der Missionsarbeit zu beteiligen:

  1. Menschen finden und darauf vorbereiten, belehrt zu werden

  2. die Missionare bei der Unterweisung unterstützen (nach Möglichkeit bei den Mitgliedern daheim)

  3. Freunde der Kirche eingliedern

  4. sich selbst und ihre Kinder auf eine Vollzeitmission vorbereiten

In den Sitzungen des Gemeinderats entwickeln und besprechen die Ratsmitglieder den Gemeindemissionsplan (siehe 5.1.8). Sie sprechen anhand des von den Vollzeitmissionaren vorbereiteten Fortschrittsberichts über Taufkandidaten, weitere Freunde der Kirche und sonstige Belange. Sie planen, wie man jedem Freund der Kirche helfen kann, Fortschritt zu machen. Sie geben Rat bezüglich möglicher Heimlehrer und Besuchslehrerinnen für Freunde der Kirche, die sich auf Taufe und Konfirmierung vorbereiten.

Auf Empfehlung des Gemeindemissionsleiters kann der Bischof gelegentlich die Vollzeitmissionare bitten, am Gemeinderat teilzunehmen.

5.1.3

Der Gemeindemissionsleiter

Unter der Leitung des Bischofs hat der Gemeindemissionsleiter folgende Aufgaben:

Er koordiniert die Bemühungen der Gemeinde, Freunde der Kirche zu finden, zu unterweisen und zu taufen. Er koordiniert diese Arbeit mit der Arbeit der Vollzeit- und Gemeindemissionare. Der Bischof kann ihn bitten, in der Sitzung des Gemeinderats die Besprechung der Missionsarbeit zu leiten.

Er leitet die Missionarskorrelationssitzung und die Arbeit der Gemeindemissionare.

Er arrangiert für die Vollzeitmissionare jede Woche so viele Termine für Unterweisungen wie möglich.

Unterstützt von den Vollzeitmissionaren organisiert er den Taufgottesdienst für Bekehrte (siehe 20.3.4).

Er trifft Vereinbarungen für die Konfirmierung neuer Mitglieder in der Abendmahlsversammlung.

Er sorgt gemeinsam mit den Vollzeitmissionaren für die Unterweisung und Eingliederung von Freunden der Kirche.

Er nimmt am Kurs Grundbegriffe des Evangeliums teil. Wenn von der Bischofschaft damit beauftragt, kann er den Kurs auch unterrichten.

Ein Träger des Melchisedekischen Priestertums kann als stellvertretender Gemeindemissionsleiter berufen werden.

5.1.4

Die Gemeindemissionare

Die Bischofschaft und der Gemeindemissionsleiter entscheiden, wie viele Gemeindemissionare gebraucht werden. Die Gemeindemissionare arbeiten unter ihrer Leitung. Priestertumsträger, Schwestern und Ehepaare können als Gemeindemissionare dienen. Dem Gemeindemissionar muss kein Mitarbeiter zugeteilt werden, aber er darf auch nicht alleine Hausbesuche machen. Ein Mann und eine Frau dürfen nicht gemeinsam als Gemeindemissionare Besuche machen, es sei denn, sie sind verheiratet.

Gemeindemissionare werden für eine bestimmte Zeit berufen, beispielsweise für zwei Jahre. Sie haben gewöhnlich keine anderen Aufgaben in der Kirche, außer als Heimlehrer oder als Besuchslehrerin, und dies vorzugsweise bei Familien, in denen nicht alle der Kirche angehören, oder weniger aktiven Familien. Sie tragen kein Namensschild.

Gemeindemissionare haben die Aufgabe, Menschen zu finden und darauf vorzubereiten, von den Vollzeitmissionaren unterwiesen zu werden. Sie helfen auch bei der Eingliederung und Unterweisung von Freunden der Kirche.

Die Gemeindemissionare besuchen die Mitglieder zuhause und ermutigen sie, sich um missionarische Erlebnisse zu bemühen, jemanden zu finden, den die Missionare unterweisen könnten, und Menschen darauf vorzubereiten, belehrt zu werden.

5.1.5

Die Missionarskorrelationssitzung

Der Gemeindemissionsleiter führt mit den Gemeindemissionaren und den Vollzeitmissionaren eine Korrelationssitzung durch. Die Sitzung wird regelmäßig abgehalten. Wenn die Vollzeitmissionare in mehreren Gemeinden dienen, nehmen sie an den Sitzungen teil, sooft die Umstände es erlauben.

In dieser Sitzung koordiniert der Gemeindemissionsleiter die Arbeit der Vollzeitmissionare und der Gemeindemitglieder. Außerdem kann der Gemeindemissionsleiter mit den Missionaren die Umsetzung des Gemeindemissionsplans besprechen, für die Missionare so viele Termine für Unterweisungen wie möglich festlegen und sich darum kümmern, dass nach Möglichkeit bei jedem dieser Termine ein Mitglied dabei ist.

5.1.6

Die Zusammenarbeit von Mitgliedern und Vollzeitmissionaren

Der Missionspräsident hat die Schlüssel für die Taufe und die Konfirmierung der Bekehrten inne. Unter seiner Leitung tragen die Vollzeitmissionare die Hauptverantwortung bei der Unterweisung von Freunden der Kirche. Die Vollzeitmissionare führen auch das Tauf- und Konfirmierungsinterview mit jedem Kandidaten und genehmigen die Durchführung der heiligen Handlungen.

Der Bischof macht sich mit allen Freunden der Kirche bekannt und verfolgt ihren Fortschritt. Auch wenn er kein Interview mit den Taufkandidaten führt, spricht er vor ihrer Taufe doch persönlich mit ihnen. Er beaufsichtigt die Bemühungen der Gemeindemitglieder, sie einzugliedern. Ein Freund der Kirche lässt sich eher taufen und konfirmieren und bleibt eher aktiv, wenn er mit einem Mitglied der Kirche eng befreundet ist.

In der Regel trennt sich ein Vollzeitmissionar nicht von seinem Mitarbeiter, um mit den Mitgliedern der Gemeinde zu arbeiten. Sie können sich jedoch trennen, um mit den Mitgliedern zu arbeiten, wenn sehr viele Termine anstehen. In einem solchen Fall sorgt der Gemeindemissionsleiter dafür, dass derjenige, der als Mitarbeiter eines Vollzeitmissionars fungiert, die Missionsregeln versteht und akzeptiert. Er informiert den Betreffenden darüber, dass er einen Vollzeitmissionar nie ohne einen genehmigten Mitarbeiter zurücklassen darf.

5.1.7

Taufgottesdienste und Konfirmierungen

Sobald ein Freund der Kirche sich verpflichtet hat, sich taufen zu lassen, wird der Termin für den Taufgottesdienst festgelegt. Der Taufgottesdienst wird in der Regel nicht verschoben, es sei denn, der Betreffende ist nicht vorbereitet. Die Taufe von Angehörigen wird nicht aufgeschoben, damit der Vater erst das Priestertum empfangen und dann die Taufen selbst vollziehen kann.

Ein Taufgottesdienst bietet Gelegenheit, weitere Freunde der Kirche zu finden und zu bestärken. Ein Bekehrter soll ermutigt werden, seine Familie, andere Verwandte und Freunde dazu einzuladen. Die Führer der Kirche und die Missionare können Freunde der Kirche, die derzeit die Missionarslektionen anhören, potenzielle Freunde der Kirche sowie Führungsbeamte und Mitglieder, die mit dem neuen Mitglied arbeiten werden, einladen. Auch andere Gemeindemitglieder können am Taufgottesdienst teilnehmen.

Ein Bekehrter wird in einer Abendmahlsversammlung der Gemeinde, zu der er gehört, konfirmiert, vorzugsweise an dem Sonntag, der auf seine Taufe folgt.

Die Richtlinien für den Taufgottesdienst und die Konfirmierung, einschließlich der Richtlinien für die Taufe und die Konfirmierung Achtjähriger, finden Sie unter 20.3.

5.1.8

Der Gemeindemissionsplan

Unter der Leitung des Bischofs arbeitet der Gemeinderat einen Gemeindemissionsplan aus. Der Plan soll kurz und einfach gehalten sein. Er soll konkrete Ziele und Aktivitäten enthalten, die den Mitgliedern der Priestertums- und Hilfsorganisationen helfen, sich an der Missionsarbeit der Mitglieder, der Aktiverhaltung und der Aktivierung zu beteiligen. Der Gemeinderat koordiniert den Gemeindemissionsplan mit den Plänen der Vollzeitmissionare, die der Gemeinde zugewiesen sind. Folgende Schritte können bei der Planung hilfreich sein:

  1. Denken Sie darüber nach, was die Gemeinde in Bezug auf die Missionsarbeit der Mitglieder, die Aktiverhaltung und die Aktivierung braucht und welche Hilfen ihr zur Verfügung stehen; denken Sie dabei auch an die Vollzeitmissionare.

  2. Setzen Sie sich konkrete Ziele für die Missionsarbeit der Mitglieder, die Aktiverhaltung und die Aktivierung, die innerhalb des nächsten Jahres erreicht werden sollen.

  3. Legen Sie fest, wie die Ziele erreicht werden sollen. Die Führungsbeamten können überlegen, wie man erreichen kann, dass die Gemeinde eine noch umfassendere Vision von der Missionsarbeit und eine noch bessere Einstellung dazu entwickelt. Sie können Anregungen für Aktivitäten ausarbeiten, mit denen man den Vollzeitmissionaren helfen kann, mehr Freunde der Kirche zu finden, zu unterweisen und zu taufen. Sie können außerdem überlegen, wie bewerkstelligt werden kann, dass Mitglieder sich mit neuen Mitgliedern anfreunden und sie stärken, und was man für die Aktivierung der weniger aktiven Mitglieder tun kann.

Der Gemeinderat prüft den Gemeindemissionsplan regelmäßig und überarbeitet ihn bei Bedarf.

5.1.9

Die Führungsbeamten im Pfahl

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber räumen der Missionsarbeit Priorität ein. Sie vermitteln regelmäßig die Grundsätze der Missionsarbeit und spornen die Mitglieder im Pfahl dazu an, mit den Vollzeitmissionaren zusammenzuarbeiten, um Freunde der Kirche zu finden, zu unterweisen und zu taufen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, indem sie Einzelne und Familien finden und sie darauf vorbereiten, von den Missionaren unterwiesen zu werden.

In den regelmäßigen Gesprächen mit jedem Bischof bittet der Pfahlpräsident um einen Bericht über den Fortschritt der Freunde der Kirche in der Gemeinde des Bischofs.

Der Pfahlpräsident kommt regelmäßig mit dem Missionspräsidenten zusammen, um die Arbeit der Vollzeitmissionare im Pfahl zu koordinieren. Zu den Angelegenheiten, die zu besprechen sind, gehören: die Zahl und die Einsatzorte der Missionare, die Rolle der Mitglieder bei der Missionsarbeit, die Unterstützung seitens der Missionare bei der Aktiverhaltung und Aktivierung sowie bei der Schulung der Mitglieder vor Ort; außerdem Verpflegung, Unterkunft und Transportmittel der Missionare.

Der für die Missionsarbeit zuständige Hohe Rat

Die Pfahlpräsidentschaft beauftragt einen Hohen Rat, dem die Missionsarbeit am Herzen liegt, mit der Aufsicht über die Bemühungen des Pfahles, Freunde der Kirche zu finden, zu unterweisen, zu taufen und zu konfirmieren. Dieser Hohe Rat kann im Pfahl-Priestertumsführungskomitee, im Pfahlrat, bei der Pfahl-Priestertumsführerschaftsversammlung und in anderen Pfahlsitzungen die Besprechung dieser Themen leiten.

Der für die Missionsarbeit zuständige Hohe Rat weist die neu berufenen Gemeindemissionsleiter ein. Außerdem schult er fortlaufend alle Gemeindemissionsleiter und bestärkt sie in ihrer Arbeit, einzeln und auch als Gruppe. Mit Genehmigung des Pfahlpräsidenten kann er die Führungsbeamten in der Gemeinde und die Gemeindemissionare schulen.

5.2

Die Aktiverhaltung der Bekehrten

Mitglieder, die neu in der Kirche sind, brauchen die Unterstützung und Freundschaft der Führer der Kirche, der Heimlehrer, der Besuchslehrerinnen und anderer Mitglieder. Diese Unterstützung hilft neuen Mitgliedern, sich fest zum Herrn zu bekehren (siehe Alma 23:6).

5.2.1

Was neue Mitglieder brauchen

Der Übergang zur Mitgliedschaft in der Kirche ist für die meisten eine Herausforderung. Oft gehört dazu, dass man neue religiöse Lehren und eine neue Lebensweise annimmt. Alle Mitglieder der Kirche, besonders aber neue Mitglieder, brauchen dreierlei, um in der Kirche aktiv zu bleiben: Freundschaft, Gelegenheit zu wachsen und in der Kirche zu dienen und dass sie durch das Wort Gottes genährt werden (siehe Moroni 6:4). Unter der Leitung der Bischofschaft helfen die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen den neuen Mitgliedern in diesen Bereichen.

5.2.2

Der Bischof und seine Ratgeber

Der Bischof trägt die Gesamtverantwortung für die Aktiverhaltung der Bekehrten. Damit neue Mitglieder in der Kirche aktiv bleiben, haben der Bischof und seine Ratgeber folgende Aufgaben. Der Bischof kann einen seiner Ratgeber beauftragen, diese Bemühungen zu koordinieren.

Die Bischofschaft achtet darauf, dass jedes neue Mitglied eingegliedert wird.

Sie sorgt dafür, dass jedes neue erwachsene Mitglied eine Berufung oder andere Gelegenheiten erhält, zu dienen.

Die Bischofschaft kümmert sich darum, dass Brüder ab 12 Jahren bald nach ihrer Konfirmierung – in der Regel innerhalb einer Woche – zum entsprechenden Amt im Aaronischen Priestertum ordiniert werden. Sie achtet auch darauf, dass diese Brüder Gelegenheit erhalten, das Priestertum auszuüben. Brüder, die würdig sind, getauft und konfirmiert zu werden, sind auch würdig, das Aaronische Priestertum zu empfangen.

Der Bischof und seine Ratgeber achten darauf, dass der Hohepriestergruppenleiter und der Ältestenkollegiumspräsident Brüdern ab 18 Jahren helfen, sich darauf vorzubereiten, das Melchisedekische Priestertum zu empfangen. Ein vor kurzem getaufter Bruder, der 18 Jahre oder älter ist, wird zum Ältesten ordiniert, nachdem er als Priester gedient und dabei genügend Einsicht in das Evangelium gewonnen und seine Würdigkeit unter Beweis gestellt hat. Er muss nicht über einen bestimmten Zeitraum Mitglied gewesen sein.

5.2.3

Der Gemeinderat

In der Sitzung des Gemeinderats überprüfen die Ratsmitglieder ihre Ziele für die Aktiverhaltung der Bekehrten, wie sie im Gemeindemissionsplan beschrieben sind (siehe 5.1.8). Sie besprechen den Fortschritt eines jeden neuen Mitglieds und stellen fest, in welchen Bereichen jemand möglicherweise mehr Unterstützung braucht. Sie können das Formular Fortschritt neuer und wieder aktiv gewordener Mitglieder für diese Besprechung zu Hilfe nehmen. Sie beraten sich darüber, wie man den neuen Mitgliedern helfen kann, die Zuneigung der anderen Mitglieder, die Freude am Dienen im Reich des Herrn und den Frieden zu empfinden, der einem zuteilwird, wenn man nach den Grundsätzen des Evangeliums lebt.

Der Gemeinderat kann besprechen, wie der Gemeindemissionsleiter mit anderen Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen zusammenarbeiten kann, um die Neubekehrten zu stärken. Die Mitglieder des Gemeinderats können außerdem Vorschläge dazu machen, wie man neuen Mitgliedern Gelegenheit zum Dienen geben kann, beispielsweise im Bereich Tempelarbeit und Familienforschung.

5.2.4

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen

Wie von der Bischofschaft angewiesen, bieten die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen neuen Mitgliedern Gelegenheiten, die ihnen helfen, geistig zu wachsen und in der Kirche aktiv zu bleiben. Beispielsweise ist die FHV-Leiterin dafür zuständig, erwachsene weibliche Bekehrte zu unterstützen. Da ein erwachsener männlicher Bekehrter ein Ältestenanwärter ist, ist auf Weisung der Bischofschaft entweder der Ältestenkollegiumspräsident oder der Hohepriestergruppenleiter dafür zuständig, ihm bei seinem Fortschritt zu helfen. Wenn mehr als ein Familienmitglied sich der Kirche anschließt, koordinieren die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen ihre Bemühungen im Gemeinderat.

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen können ein neues Mitglied folgendermaßen unterstützen:

Sie helfen dem Betreffenden, die Lehren und Grundsätze aus den Missionarslektionen zu verstehen und anzuwenden.

Sie sorgen dafür, dass ein neues Mitglied mit den grundlegenden Bräuchen der Kirche vertraut wird, beispielsweise wie man Zeugnis gibt, den Zehnten und sonstige Spenden zahlt, nach dem Gesetz des Fastens lebt, eine Ansprache hält, heilige Handlungen des Priestertums vollzieht, Familienforschung betreibt, wie Taufen und Konfirmierungen für Verstorbene vollzogen werden (wo möglich) und wie man als Heimlehrer oder Besuchslehrerin dient.

Sie achten darauf, dass ein neues Mitglied die heiligen Schriften, die Zeitschriften der Kirche und alle Leitfäden erhält, die es für die Klassen und Kurse braucht, die es in der Kirche besucht.

Kommt ein neues Mitglied für das Seminar oder Institut in Frage, helfen ihm die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen, sich dafür einzuschreiben.

Wenn ein neues Mitglied so weit ist, dass es die heiligen Handlungen des Tempels empfangen kann, helfen ihm die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen, sich entweder in einem Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel oder auf andere Weise darauf vorzubereiten.

Sie können erfahrene Mitglieder damit beauftragen, bei der Eingliederung eines neuen Mitglieds mitzuhelfen. Die Führungsbeamten können dafür Mitglieder in Betracht ziehen, die sich aufgrund ähnlicher Interessen oder weil sie vor ähnlichen Herausforderungen gestanden haben, gut mit dem neuen Mitglied verstehen.

Die Führungsbeamten (oder von ihnen beauftragte Mitglieder) vermerken jede Woche, ob ein kürzlich getauftes Mitglied, das zu ihrem Kollegium oder ihrer Hilfsorganisation gehört, in der Abendmahlsversammlung anwesend ist. Ist ein neues Mitglied nicht anwesend, wird jemand beauftragt, den Betreffenden zu besuchen und ihn einzuladen, das nächste Mal zu kommen.

5.2.5

Die Heimlehrer und die Besuchslehrerinnen

Die Heimlehrer und die Besuchslehrerinnen haben die wichtige Aufgabe, zu einem neuen Mitglied ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. In Abstimmung mit dem Bischof achten die Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums und der FHV besonders darauf, dass einem neuen Mitglied engagierte Heimlehrer und Besuchslehrerinnen zugewiesen werden.

Wenn vom Missionspräsidenten genehmigt, können die Vollzeitmissionare bei der Betreuung eines neuen Mitglieds im Rahmen der Heimlehr- und Besuchslehrarbeit helfen.

5.2.6

Die Gemeindemissionare und die Vollzeitmissionare

Für die Aktiverhaltung sind zwar hauptsächlich die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen zuständig, doch die Gemeindemissionare und die Vollzeitmissionare unterstützen sie dabei. Die Gemeindemissionare wiederholen mit allen neuen Mitgliedern die ersten vier Missionarslektionen (siehe Verkündet mein Evangelium!, Kapitel 3). Sie geben auch die fünfte Lektion. Bei Bedarf können die Gemeindemissionare von den Vollzeitmissionaren unterstützt werden.

5.2.7

Der Einfluss anderer Gemeindemitglieder

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen halten die Mitglieder der Gemeinde dazu an, neue Mitglieder zu stärken, indem sie zeigen, dass sie sie schätzen, und Freundschaften aufbauen. Sie können die Mitglieder der Gemeinde auffordern, Neubekehrte zum Familienabend einzuladen oder ihnen anzubieten, mit ihnen gemeinsam Versammlungen der Kirche, Klassen und Aktivitäten zu besuchen und sie bei Bedarf abzuholen.

5.2.8

Der Kurs Grundbegriffe des Evangeliums

Neue Mitglieder ab 18 Jahren besuchen während der Sonntagsschule zusammen mit den Freunden der Kirche den Kurs Grundbegriffe des Evangeliums. Gewöhnlich besuchen sie den Kurs ein paar Monate. Wenn sie so weit sind, besuchen sie die Evangeliumslehreklasse.

Der Gemeindemissionsleiter nimmt am Kurs Grundbegriffe des Evangeliums teil. Er stimmt den Kurs mit den anderen Bemühungen zur Aktiverhaltung ab. Ein Mitglied der Bischofschaft kann ihn damit beauftragen, den Kurs zu unterrichten. Auch Gemeindemissionare können daran teilnehmen.

Die Heimlehrer, die Besuchslehrerinnen und andere Mitglieder können den Kurs ebenfalls besuchen, um die Neubekehrten zu begleiten. Gelegentlich kann der Lehrer andere Gemeindemitglieder zum Unterricht einladen und sie von Erlebnissen berichten und Zeugnis geben lassen. Beispielsweise kann der Lehrer Mitglieder der Gemeinde bitten, Zeugnis für die Segnungen des Zehnten zu geben, von ihren Erlebnissen bei der Überwindung von Schwierigkeiten zu berichten oder von den Segnungen, die sie empfangen haben, als sie in Berufungen in der Kirche dienten.

Der Lehrer dieses Kurses hat folgende Aufgaben:

Er wählt Lektionen aus dem Leitfaden Grundbegriffe des Evangeliums aus und hält dazu einen Unterricht ab. Im Unterricht verwendet er häufig die heiligen Schriften, besonders das Buch Mormon. Er passt die Lektionen an die Bedürfnisse der Teilnehmer an und fordert sie auf, ihre Gedanken zum Ausdruck zu bringen und von Erfahrungen zu berichten.

Er sorgt für eine Atmosphäre, die dem Geist förderlich ist, und gibt häufig Zeugnis.

Er ermuntert die Unterrichtsteilnehmer, regelmäßig im Buch Mormon zu lesen und von den Eindrücken zu berichten, die sie beim Lesen gewonnen haben.

5.2.9

Die Führungsbeamten im Pfahl

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber

Die Mitglieder der Pfahlpräsidentschaft achten darauf, dass die neuen Mitglieder im Pfahl gestärkt werden. Sie schulen und bestärken die anderen Führungsbeamten in diesen Bemühungen. Sie kommen mit den neuen Mitgliedern zusammen, wenn sie die Gemeinden besuchen. Gelegentlich können sie in Verbindung mit einer Pfahlkonferenz eine Versammlung für neue Mitglieder abhalten.

In den regelmäßigen Gesprächen mit jedem Bischof bittet der Pfahlpräsident um einen Bericht über den Fortschritt der neuen Mitglieder in der Gemeinde des Bischofs.

Bei seiner regelmäßigen Zusammenkunft mit dem Missionspräsidenten kann der Pfahlpräsident einen Bericht über den Fortschritt der neuen Mitglieder im Pfahl geben.

Die Hohen Räte

Die Hohen Räte, die mit den Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums in den Gemeinden zusammenarbeiten, und die Hohen Räte, die mit den Gemeindemissionsleitern zusammenarbeiten, können dabei helfen, neue Mitglieder anzuleiten und einzugliedern. Sie können auch mithelfen, die Ältestenanwärter darauf vorzubereiten, dass sie das Melchisedekische Priestertum empfangen.

Die Leitungen der Pfahl-Hilfsorganisationen

Die Pfahl-HO-Leitungen können gelegentlich mit den Gemeinde-HO-Führungsbeamten zusammen an der Unterweisung und Eingliederung neuer Mitglieder arbeiten.

5.3

Die Aktivierung

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen sind stets bemüht, den weniger aktiven Mitgliedern zu helfen, wieder in der Kirche aktiv zu werden. Der Erretter hat gesagt: „Solchen Menschen sollt ihr auch weiterhin dienen; denn ihr wisst nicht, ob sie nicht zurückkommen und umkehren und mit voller Herzensabsicht zu mir kommen und ich sie heilen werde; und ihr werdet das Mittel sein, um ihnen die Errettung zu bringen.“ (3 Nephi 18:32.)

Weniger aktive Mitglieder glauben für gewöhnlich immer noch an das Evangelium, aber sie machen vielleicht schwere Prüfungen durch und fühlen sich dadurch in der Kirche nicht wohl. Sie haben in der Regel auch weniger Freundschaften in der Kirche, daher haben sie wahrscheinlich weniger das Gefühl, unter Freunden zu sein, wenn sie die Versammlungen besuchen. Die meisten werden dann wieder aktiv, wenn sie merken, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Dann erkennen sie, dass sie ihre Lebensweise ändern müssen. In solchen Zeiten brauchen sie die Zuneigung und die Freundschaft aktiver Mitglieder, die sich um sie kümmern, die sie so akzeptieren, wie sie sind, und die ein aufrichtiges, persönliches Interesse an ihnen zeigen.

5.3.1

Der Bischof und seine Ratgeber

Der Bischof und seine Ratgeber tragen die Gesamtverantwortung für die Aktivierung. Sie beaufsichtigen die Bemühungen der Priestertumskollegien und Hilfsorganisationen, den weniger aktiven Mitgliedern zu helfen, ihren Glauben wieder zu entfachen, und dafür zu sorgen, dass die Mitglieder, die zurückkehren, eingegliedert und unterstützt werden. Sie helfen den zurückkehrenden Brüdern, im Priestertum voranzukommen, und sie helfen den Brüdern und Schwestern, die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen oder sich würdig zu machen, wieder in den Tempel zu gehen.

Der Bischof kann einen seiner Ratgeber damit beauftragen, die Aktivierung zu koordinieren.

5.3.2

Der Gemeinderat

Unter der Leitung der Bischofschaft besprechen die Mitglieder des Gemeinderats ihre Ziele für die Aktivierung, wie sie im Gemeindemissionsplan beschrieben sind (siehe 5.1.8). Sie schlagen vor, wie man den weniger aktiven Mitgliedern in ihrer jeweiligen Organisation helfen kann. Wenn sich die Mitglieder des Gemeinderats ständig der Bedürfnisse und Umstände der weniger aktiven Mitglieder bewusst sind, können sie erkennen, wann eine Familie oder ein Einzelner bereit sein könnte, Besuch von Mitgliedern der Kirche zu empfangen, eine Aktivität der Kirche zu besuchen oder an einem Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel teilzunehmen.

Der Gemeinderat findet gebeterfüllt heraus, welche weniger aktiven Mitglieder am ehesten wieder aktiv werden könnten. Er legt auch fest, welche Führungsbeamten und Mitglieder ein weniger aktives Mitglied am besten stärken und eine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen können. Wenn mehr als ein Familienmitglied weniger aktiv ist, koordinieren die Führungsbeamten ihre Bemühungen in den Sitzungen des Gemeinderats.

In den Sitzungen des Gemeinderats wird regelmäßig über den Fortschritt dieser Mitglieder berichtet. Wenn einige Mitglieder wieder aktiv werden oder die Einladung, wieder zurückzukommen, ablehnen, benennt der Gemeinderat andere, die auch noch empfänglich sein könnten. Die Führungsbeamten können mit dem Formular Fortschritt neuer und wieder aktiv gewordener Mitglieder den Überblick über diese Bemühungen behalten.

5.3.3

Die Heimlehrer und die Besuchslehrerinnen

In Abstimmung mit dem Bischof weisen die Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums und der FHV einem weniger aktiven Mitglied engagierte Heimlehrer und Besuchslehrerinnen zu. Die Führungsbeamten konzentrieren ihre Bemühungen auf diejenigen unter den weniger aktiven Mitgliedern, die am ehesten auf die Einladung, wieder aktiv zu werden, reagieren.

5.3.4

Die Vollzeitmissionare und die Gemeindemissionare

Wenn angebracht, können der Gemeindemissionsleiter, die Vollzeitmissionare und die Gemeindemissionare bei den Aktivierungsbemühungen helfen. Das gilt vor allem dann, wenn die Unterweisung der weniger aktiven Mitglieder den Missionaren die Gelegenheit bietet, Freunde oder Verwandte dieser Mitglieder, die nicht der Kirche angehören, zu unterweisen.

5.3.5

Der Kurs Grundbegriffe des Evangeliums

Weniger aktive Mitglieder ab 18 Jahren können während der Sonntagsschule den Kurs Grundbegriffe des Evangeliums besuchen (siehe 5.2.8).

5.3.6

Die Führungsbeamten im Pfahl

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber

In den regelmäßigen Gesprächen mit jedem Bischof bittet der Pfahlpräsident um einen Bericht über den Fortschritt der weniger aktiven Mitglieder in der Gemeinde des Bischofs. Der Pfahlpräsident und der Bischof besprechen die Pläne und Ziele, die der Gemeinderat für diese Mitglieder vorbereitet hat.

Wenn der Pfahlpräsident und der Missionspräsident zusammenkommen, um über die Missionsarbeit zu sprechen, können sie auch besprechen, inwiefern die Vollzeitmissionare bei der Arbeit mit weniger aktiven Mitgliedern helfen können.

Die Hohen Räte

Hohe Räte, die mit den Führungsbeamten des Melchisedekischen Priestertums der Gemeinde zusammenarbeiten, können dabei helfen, die weniger aktiven Mitglieder zu unterweisen und einzugliedern. Sie können auch mithelfen, die Ältestenanwärter darauf vorzubereiten, dass sie das Melchisedekische Priestertum empfangen.

Die Leitungen der Pfahl-Hilfsorganisationen

Die Pfahl-HO-Leitungen können gelegentlich mit den Gemeinde-HO-Führungsbeamten zusammen an der Unterweisung und Eingliederung der weniger aktiven Mitglieder arbeiten.

5.4

Tempelarbeit und Familienforschung

Im Tempel empfangen die Mitglieder der Kirche heilige Handlungen und gehen heilige Bündnisse ein, die für die Erhöhung unerlässlich sind. Die Mitglieder der Kirche gehen auch in den Tempel, um die heiligen Handlungen stellvertretend für Verstorbene zu vollziehen, die diese Verordnungen nicht empfangen haben.

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen schulen die Mitglieder der Gemeinde in den grundlegenden Aufgaben im Bereich Tempelarbeit und Familienforschung, wie dies in den folgenden Abschnitten erläutert wird:

Sie fordern die Mitglieder auf, selbst die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen und ihren nächsten Angehörigen ebenfalls dabei zu helfen. Die Führungsbeamten machen den Mitgliedern bewusst, dass das Endowment dem Zweck dient, sie auf die Erhöhung vorzubereiten und nicht lediglich auf die Eheschließung oder eine Mission.

Sie fordern jedes Mitglied mit Endowment auf, immer einen gültigen Tempelschein zu besitzen und so oft in den Tempel zu gehen, wie es die Umstände und die familiären Gegebenheiten erlauben. Außerdem wird Erwachsenen, die das Endowment noch nicht erhalten haben, und Jugendlichen ab 12 Jahren – neue Mitglieder eingeschlossen – empfohlen, sich einen Tempelschein mit eingeschränkter Geltung ausstellen zu lassen und oft in den Tempel zu gehen, um sich für Verstorbene taufen und konfirmieren zu lassen. Die Führungsbeamten machen keine Zahlenvorgaben für den Tempelbesuch und sie führen auch nicht systematisch über die Zahl der Tempelbesuche Bericht. Jedes Mitglied legt selbst fest, in welchem Umfang es sich an der Tempelarbeit beteiligt.

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen halten die Mitglieder dazu an, sich an der Familienforschung zu beteiligen, indem sie ihre verstorbenen Vorfahren ermitteln, bei Bedarf die Tempelverordnungen beantragen und, sofern möglich, diese heiligen Handlungen stellvertretend vollziehen.

Die Führungsbeamten erklären den Mitgliedern, dass sie für jemanden, mit dem sie nicht verwandt sind, die Tempelverordnungen nicht beantragen dürfen, es sei denn, sie haben die Zustimmung des nächsten lebenden Verwandten. Sie erklären ferner, dass sie die Tempelverordnungen auch nicht für berühmte Persönlichkeiten beantragen dürfen, die nicht mit ihnen verwandt sind, ebenso wenig für Personen, deren Daten aus nicht genehmigten Indexierungsprojekten stammen.

5.4.1

Der Bischof und seine Ratgeber

Der Bischof und seine Ratgeber beaufsichtigen die Tempelarbeit und die Familienforschung in der Gemeinde. Sie sorgen dafür, dass in den Versammlungen und Sitzungen regelmäßig die mit Tempelarbeit und Familienforschung verbundenen Lehren und Segnungen besprochen werden.

Wenn der Bischof mit den Mitgliedern zusammenkommt, hilft er ihnen, sich darauf vorzubereiten, die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen und sich dafür würdig zu machen, auch weiterhin so oft in den Tempel zu gehen, wie es die Umstände erlauben.

Der Bischof und seine Ratgeber spornen die Mitglieder an, ihre verstorbenen Vorfahren zu ermitteln und dafür zu sorgen, dass die heiligen Handlungen des Tempels für sie vollzogen werden.

Die weiteren Aufgaben der Bischofschaft bezüglich der Tempelarbeit sind in Handbuch 1, Kapitel 3 erläutert.

5.4.2

Der Gemeinderat

Die Führungsbeamten erörtern mindestens einmal im Quartal in der Sitzung des Gemeinderats Angelegenheiten, die die Tempelarbeit und die Familienforschung betreffen. Dies geschieht folgendermaßen:

Sie besprechen, wie sie Einzelnen und Familien helfen können, die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen und so oft in den Tempel zu gehen, wie es die Umstände erlauben.

Sie denken gebeterfüllt darüber nach, welche Mitglieder gebeten werden könnten, an einem Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel teilzunehmen oder sich von einem Berater für Tempel und Familiengeschichte betreuen zu lassen.

Sie besprechen, wie man den Mitgliedern helfen kann, sich an der Familienforschung zu beteiligen.

Sie können auch besprechen, wie man die Familienforschung nutzen kann, um Menschen zu finden, die sich von den Vollzeitmissionaren unterweisen lassen, und wie man über diese Arbeit neue Mitglieder und weniger aktive Mitglieder erreichen kann.

5.4.3

Der Hohepriestergruppenleiter

Der Hohepriestergruppenleiter koordiniert die Bemühungen des Gemeinderats, Tempelarbeit und Familienforschung in der Gemeinde zu fördern.

Er koordiniert auch die Arbeit der Berater für Tempel und Familiengeschichte. Wenn der Pfahl ein Center für Familiengeschichte hat, beauftragt er – wie vom Pfahlberater für Tempel und Familiengeschichte angefordert – Berater, die dort als Mitarbeiter dienen. Wenn sich der Pfahl an der FamilySearch-Indexierung beteiligt, empfiehlt der Hohepriestergruppenleiter Mitglieder, die dabei mithelfen können.

Hat eine Gemeinde keinen Hohepriestergruppenleiter, übernimmt der Ältestenkollegiumspräsident oder ein anderer Träger des Melchisedekischen Priestertums, der dazu beauftragt wird, diese Aufgabe.

5.4.4

Die Berater für Tempel und Familiengeschichte

Unter der Leitung des Hohepriestergruppenleiters haben die Gemeindeberater für Tempel und Familiengeschichte folgende Aufgaben. Sie nutzen die Veröffentlichung Tempelarbeit und Genealogie – Anleitung für die Mitglieder.

Sie helfen den Mitgliedern, ihre verstorbenen Vorfahren zu ermitteln und die erforderlichen Angaben vorzubereiten, damit die heiligen Handlungen des Tempels für ihre Vorfahren vollzogen werden können. Sie helfen den Mitgliedern, die keinen Computer zur Verfügung haben oder im Umgang mit Computern unsicher sind. Wenn möglich, helfen sie den Mitgliedern dabei zuhause.

Sie arbeiten regelmäßig als Mitarbeiter in einem Center für Familiengeschichte vor Ort, wie sie beauftragt werden. Sie können auch beauftragt werden, in der Gemeinde Kurse zur Familienforschung durchzuführen.

Näheres zu den Aufgaben der Gemeindeberater für Tempel und Familiengeschichte finden Sie in der Anleitung Temple and Family History Consultant’s Guide to Temple and Family History Work (Tempelarbeit und Familienforschung – Anleitung für den Berater für Tempel und Familiengeschichte), die unter LDS.org verfügbar ist.

5.4.5

Kurse und Hilfen für Tempelarbeit und Familienforschung

Das Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel

Dieses Seminar hilft den Mitgliedern, sich darauf vorzubereiten, die heiligen Handlungen und Segnungen des Tempels zu empfangen. Das Seminar wird auf Weisung des Bischofs geplant. Es findet so oft wie nötig im Gemeindehaus oder bei jemandem zuhause statt.

Das Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel ist besonders für neue Mitglieder, weniger aktive Mitglieder, die gerade wieder aktiv werden, und für Mitglieder, die das Endowment bereits empfangen, ihren Tempelschein aber schon geraume Zeit nicht mehr erneuert haben, eine Hilfe. Das Seminar kann auch für aktive Mitglieder nützlich sein, die sich darauf vorbereiten, das Endowment zu empfangen.

Unter der Leitung des Bischofs wählen die Mitglieder des Gemeinderats gebeterfüllt Mitglieder aus, die zu diesem Seminar eingeladen werden.

Die Bischofschaft beruft einen oder mehrere Lehrer; es kann auch ein Ehepaar sein. Die Lektionen und Anweisungen zur Organisation des Kurses finden Sie im Lehrerleitfaden Kraft aus der Höhe: Seminar zur Vorbereitung auf den Tempel. Die Kursteilnehmer erhalten ihr eigenes Heft mit dem Titel Vorbereitung auf den heiligen Tempel.

Kurs zur Familienforschung

Während der Sonntagsschule oder zu einem anderen Zeitpunkt, der den Mitgliedern besser passt, kann ein Kurs zur Familienforschung durchgeführt werden. Für den Kurs ist die Bischofschaft zuständig und nicht der Sonntagsschulleiter. Der Lehrer verwendet die Anleitung Tempelarbeit und Familienforschung – Anleitung für den Lehrer für den Unterricht. Unterrichtet wird der Kurs gewöhnlich von einem von der Bischofschaft beauftragten Berater für Tempel und Familiengeschichte. Die Lektionen werden in der Regel wie ein Workshop gestaltet, bei dem die Mitglieder auch praktisch mit ihrer Arbeit für ihre Vorfahren vorankommen.

Zugriff auf Online-Hilfen für die Familienforschung

Die Online-Hilfen der Kirche für die Familienforschung helfen den Mitgliedern, ihre verstorbenen Vorfahren zu ermitteln, Angaben zu ihren Vorfahren zu ordnen und Anträge anzureichen, dass die heiligen Handlungen für diese Angehörigen vollzogen werden. Der Großteil dieser Hilfsmittel ist über die von der Kirche betriebene Website für Familiengeschichte und -forschung, FamilySearch.org, verfügbar.

Wenn es im Pfahl- oder Gemeindehaus Computer mit Internetzugang gibt oder wenn auf Computern des Pfahles oder der Gemeinde Programme für Familiengeschichte und -forschung installiert sind, sorgen die Pfahlpräsidentschaft und die Bischofschaft dafür, dass diese Computer den Mitgliedern zu vernünftigen Zeiten zur Verfügung stehen. Die Berater für Tempel und Familiengeschichte können helfen, einen Nutzungsplan für die Computer zu erstellen, und den Mitgliedern zeigen, wie man mit ihnen umgeht.

Mitglieder, die für die Familienforschung Computer nutzen, die sonst Verwaltungszwecken dienen, dürfen keinen Zugriff auf Angaben zu den Mitgliedern oder Finanzdaten erhalten.

5.4.6

Die Führungsbeamten im Pfahl

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber beaufsichtigen die Tempelarbeit und die Familienforschung im Pfahl. Sie sorgen dafür, dass in den Versammlungen und Sitzungen im Pfahl regelmäßig die Lehren und Segnungen besprochen werden, die mit dieser Arbeit verbunden sind.

Wenn der Pfahlpräsident mit den Mitgliedern zusammenkommt, hilft er ihnen, sich darauf vorzubereiten, die heiligen Handlungen des Tempels zu empfangen und sich dafür würdig zu machen, auch weiterhin so oft in den Tempel zu gehen, wie es die Umstände erlauben.

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber spornen die Mitglieder an, ihre verstorbenen Vorfahren zu ermitteln und dafür zu sorgen, dass die heiligen Handlungen des Tempels für sie vollzogen werden.

Die weiteren Aufgaben der Pfahlpräsidentschaft bezüglich der Tempelarbeit werden in Handbuch 1, Kapitel 3 erläutert.

Die für Tempelarbeit und Familiengeschichte zuständigen Hohen Räte

Die Pfahlpräsidentschaft kann einen oder mehrere Hohe Räte damit beauftragen, die Führungsbeamten der Hohepriestergruppen und der Ältestenkollegien in ihren Aufgaben im Bereich Tempel und Familiengeschichte zu schulen. Bei Bedarf koordinieren diese Hohen Räte auch die Bemühungen des Pfahles bei der FamilySearch-Indexierung und in den Centern für Familiengeschichte.

5.4.7

Im Pfahl vorhandene Hilfen für Tempelarbeit und Familienforschung

Das FamilySearch-Indexierungsprogramm im Pfahl

Bei der FamilySearch-Indexierung nutzen die Teilnehmer ihren Computer, um auf Aufnahmen von Dokumenten wie Volkszählungsunterlagen, Kirchenbücher und personenstandliche Urkunden zuzugreifen. Von diesen Abbildungen erstellen sie elektronische Verzeichnisse, die dann über FamilySearch.org zugänglich gemacht werden.

Jeder kann, auch wenn er nicht der Kirche angehört, für sich allein an der FamilySearch-Indexierung arbeiten. Die Pfahlpräsidentschaft kann jedoch beschließen, dass es für Mitglieder des Pfahles von Vorteil wäre, gemeinsam an einem Indexierungsprogramm zu arbeiten. Ein solches Unterfangen bietet den weniger aktiven Mitgliedern und denjenigen, die ans Haus gebunden sind, eine Gelegenheit zu dienen. Auch Jugendliche können daran teilnehmen.

Näheres zur Einrichtung eines FamilySearch-Indexierungsprogramms finden Sie unter „Familienforschung“ auf LDS.org.

Center für Familiengeschichte

In einigen Pfählen gibt es Center für Familiengeschichte, die hauptsächlich dazu da sind, den Mitgliedern zu helfen, ihre Vorfahren zu finden und ihnen die heiligen Handlungen des Tempels zu ermöglichen. Auch andere Besucher sind herzlich eingeladen, die Hilfsmittel im Center zu nutzen.

In einem solchen Center kann man auf die auf Mikrofilm gespeicherten familiengeschichtlichen Aufzeichnungen der Kirche zugreifen, über Computer und Internet verfügbare Hilfsmittel für die Familienforschung wie FamilySearch nutzen und sich in der Familienforschung schulen lassen.

Näheres zu den Centern für Familiengeschichte finden Sie unter „Familienforschung“ auf LDS.org.

5.5

Das Evangelium lehren

Guter Evangeliumsunterricht trägt dazu bei, dass die Mitglieder ihr Zeugnis vertiefen und ihren Glauben an den himmlischen Vater und Jesus Christus festigen. Er bestärkt die Mitglieder in ihrem Bemühen, nach den Grundsätzen des Evangeliums zu leben. Wenn das Wort Gottes mit geistiger Kraft gelehrt wird, hat es „eine mächtigere Wirkung auf den Sinn des Volkes … als das Schwert oder sonst etwas“ (Alma 31:5). Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen fördern einen wirksamen Unterricht in ihrer Organisation. Sie denken daran, dass die Mitglieder, die die Versammlungen besuchen, sich vom Wort Gottes Kraft, Frieden und Inspiration versprechen.

5.5.1

Der Bischof und seine Ratgeber

Der Bischof und seine Ratgeber lehren das Evangelium durch die Macht des Heiligen Geistes und durch ihr Beispiel. Sie beaufsichtigen die Bemühungen des Gemeinderats um einen aufbauenden und der Lehre nach korrekten Unterricht.

5.5.2

Der Gemeinderat

Unter der Leitung der Bischofschaft beraten sich die Mitglieder des Gemeinderats regelmäßig darüber, wie das Evangelium in der Gemeinde besser gelehrt und gelernt werden kann. Der Bischof kann den Sonntagsschulleiter bitten, diese Besprechung zu leiten und die Ratsmitglieder zu schulen.

5.5.3

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen sind bestrebt, das Evangelium wirksam zu lehren. Sie sind dafür zuständig, in ihrer Organisation Maßnahmen zu ergreifen, um das Lehren und Lernen zu verbessern. Sie können sich diesbezüglich mit der Sonntagsschulleitung der Gemeinde beraten.

Mitglieder als Lehrkräfte vorschlagen

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen reichen der Bischofschaft Vorschläge dafür ein, welche Mitglieder in ihrer Organisation als Lehrer berufen werden könnten. Die Führungsbeamten schlagen Lehrer vor, die bestrebt sein werden, einen Unterricht vorzubereiten, der die Teilnehmer dazu anspornt, nach den Grundsätzen des Evangeliums zu leben. Sie befolgen dabei die Richtlinien unter 19.1.1 und 19.1.2.

Neu berufene Lehrer einweisen

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen sprechen mit den neu berufenen Lehrern ihrer Organisation unter vier Augen. Dies geschieht vorzugsweise vor dem ersten Unterricht des Lehrers. Bei einer solchen Besprechung weisen die Führungsbeamten den Lehrer wie folgt ein:

Sie helfen ihm bei Bedarf, sich mit den Unterrichtsteilnehmern vertraut zu machen. Sie geben dem Lehrer eine Liste der Unterrichtsteilnehmer und fordern ihn auf, die Namen der Teilnehmer zu lernen. Sie bitten ihn außerdem, eine fürsorgliche Beziehung zu den Unterrichtsteilnehmern aufzubauen.

Sie erklären dem Lehrer, wie er das Nachschlagewerk Lehren, die größte Berufung nutzen kann. Sie geben jedem Lehrer ein Exemplar und fassen den Inhalt kurz zusammen.

Bei Bedarf erklären sie dem Lehrer, wie er einen Unterricht vorbereitet. Sie geben dem Lehrer das genehmigte Unterrichtsmaterial für seine Klasse und erklären, wie man es nutzt. Sie gehen auch den Abschnitt „Den Unterricht vorbereiten“ auf Seite 98f. im Nachschlagewerk Lehren, die größte Berufung durch (eine Liste des genehmigten Unterrichtsmaterials und eine Bestellanleitung finden Sie in den aktuellen Anweisungen zum Lehrplan).

Die Lehrer kontinuierlich unterstützen

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen entwickeln eine unterstützende und fürsorgliche Beziehung zu den Lehrern. Nach der anfänglichen Einweisung kommen die Führungsbeamten regelmäßig mit den einzelnen Lehrern zusammen, um zu erfahren, was sie brauchen. Sie sprechen über die Bedürfnisse derjenigen, die sie unterrichten, und gehen die in diesem Abschnitt umrissenen Grundsätze durch. Sie halten die Lehrer dazu an, sich gemäß dem Artikel „Einen Plan aufstellen, wie man ein besserer Lehrer wird“ (Lehren, die größte Berufung, Seite 24–27) Ziele zu setzen.

Für einen aufbauenden und der Lehre nach korrekten Unterricht sorgen

Die Führungsbeamten des Priestertums und der Hilfsorganisationen beobachten aufmerksam, wie das Evangelium im sonntäglichen Unterricht und bei anderen Gelegenheiten gelernt und gelehrt wird. Diejenigen Führungsbeamten, die nicht regelmäßig jede Klasse besuchen, wie etwa die Mitglieder der Sonntagsschulleitung und der PV-Leitung, vereinbaren mit den Lehrern gelegentliche Unterrichtsbesuche. Anhand ihrer Beobachtungen beraten sich die Führungsbeamten mit dem Lehrer darüber, wie das Lernen im Unterricht verbessert werden kann.

Die Führungsbeamten achten darauf, dass die Lehrer die heiligen Schriften, die Lehren der Propheten der Letzten Tage und das genehmigte Unterrichtsmaterial verwenden, wie in den aktuellen Anweisungen zum Lehrplan angegeben. Sie erklären den Lehrern, wie man das Unterrichtsmaterial mit den Zeitschriften der Kirche, besonders mit den Konferenzausgaben des Liahonas, ergänzt.

5.5.4

Die Lehrer und die Führungsbeamten

Wenn Lehrer oder Führungsbeamte das Evangelium lehren, lassen sie sich von den folgenden Grundsätzen leiten:

Entwickeln Sie Zuneigung zu Ihren Schülern

Lehrer und Führungsbeamte sind denjenigen, die sie unterrichten, zugetan und aufrichtig an ihnen interessiert. Sie lernen die Namen der Unterrichtsteilnehmer. Sie gehen die Anwesenheitslisten durch, damit sie wissen, wer nicht regelmäßig kommt. Sie können diese Mitglieder außerhalb des Unterrichts ansprechen und sie einladen, am Unterricht teilzunehmen.

Lehren Sie durch den Geist

Lehrer und Führungsbeamte sind bestrebt, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, wenn sie sich auf eine Lektion vorbereiten und diese unterrichten. Sie trachten nach dieser Führung, indem sie beten und demütig anerkennen, dass sie auf den Herrn angewiesen sind. Im Unterricht schaffen sie eine Atmosphäre, in der der Heilige Geist zu spüren ist, indem sie von den Lehren, die sie vermitteln, Zeugnis geben.

Halten Sie sich an die Lehre

Lehrer und Führungsbeamte verwenden die heiligen Schriften, die Lehren der Propheten der Letzten Tage und das genehmigte Unterrichtsmaterial, um die Lehren des Evangeliums zu vermitteln und dafür Zeugnis zu geben. Das genehmigte Unterrichtsmaterial für die einzelnen Klassen ist in den aktuellen Anweisungen zum Lehrplan aufgeführt. Je nach Bedarf ergänzen die Lehrer und Führungsbeamten das Unterrichtsmaterial mit den Zeitschriften der Kirche, besonders mit den Konferenzausgaben des Liahonas.

Regen Sie zu eifrigem Lernen an

Lehrer und Führungsbeamte legen den Unterrichtsteilnehmern ans Herz, aus eigener Initiative als Einzelne, in der Familie und im Unterricht das Evangelium zu lernen. Sie bitten die Teilnehmer, wenn möglich ihre eigenen heiligen Schriften zum Unterricht mitzubringen. Lehrer und Führungsbeamte geben den Unterrichtsteilnehmern die Möglichkeit, sich aktiv am Unterrichtsgespräch zu beteiligen, und legen ihnen ans Herz, nach dem Evangelium zu leben und die verheißenen Segnungen zu empfangen.

5.5.5

Der Gemeinde-Sonntagsschulleiter und seine Ratgeber

Die Mitglieder der Gemeinde-Sonntagsschulleitung fungieren als Anlaufstelle für die anderen Führungsbeamten und unterstützen sie in ihrem Bemühen, das Lernen und Lehren des Evangeliums zu verbessern. Sie können gebeten werden, den Führungsbeamten dabei zu helfen, die Lehrer einzuweisen, anzuleiten und kontinuierlich zu unterstützen.

5.5.6

Lern- und Unterrichtshilfen – gedruckt und online

Um den Mitgliedern zu helfen, das Evangelium besser zu lernen und lehren, stellt die Kirche zwei Veröffentlichungen zur Verfügung: Lehren, die größte Berufung und die Anleitung für das Unterrichten. Diese Hilfsmittel sind gedruckt erhältlich und online unter LDS.org verfügbar. Unter LDS.org finden Sie auch weiteres Material.

5.5.7

Der Kurs Das Evangelium lehren

Die Bischofschaft und der Gemeinderat können von Zeit zu Zeit beschließen, in der Gemeinde den Kurs Das Evangelium lehren durchzuführen. Von diesem Kurs können derzeit tätige Lehrer profitieren, und der Kurs kann dazu beitragen, künftige Lehrkräfte vorzubereiten. In der Regel findet er während der Sonntagsschule statt. Die Lektionen für diesen Kurs finden Sie auf Seite 186–239 im Nachschlagewerk Lehren, die größte Berufung. Die Bischofschaft beauftragt die Sonntagsschulleitung damit, den Kurs zu unterrichten, oder beruft ein anderes Mitglied dazu.

5.5.8

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber

Der Pfahlpräsident und seine Ratgeber lehren das Evangelium durch die Macht des Heiligen Geistes und durch ihr Beispiel. Sie beaufsichtigen die Bemühungen um einen aufbauenden und der Lehre nach korrekten Unterricht im Pfahl.