2015
Joseph, der Seher


Joseph, der Seher

Geschichtliche Aufzeichnungen verdeutlichen, wie Joseph Smith seine Aufgabe als Seher erfüllt und das Buch Mormon übersetzt hat.

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Porträt von Joseph Smith, David Rogers zugeschrieben, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Community of Christ, Independence, Missouri

Als Joseph Smith am 6. April 1830 die Kirche Christi gründete (die später als Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bezeichnet werden sollte),1 wandte er sich mit dem Wortlaut einer Offenbarung an die Anwesenden. Die Stimme Gottes hatte verkündet: „Siehe, ein Bericht soll unter euch geführt werden, und darin sollst du [Joseph Smith] ein Seher genannt werden.“ (LuB 21:1.)

Das deutlichste Zeichen für die Berufung Joseph Smiths als Seher in der neugegründeten Kirche war das Buch Mormon, das – wie er wiederholt erklärte – „durch die Gabe und Macht Gottes“2 übersetzt worden war. Viele derer, die Joseph Smith im Jahr vor der Gründung der Kirche nahestanden, hatten miterlebt, wie das Buch Mormon hervorgebracht worden war, und zu einem gewissen Grad erkannt, was mit dem Wort Seher gemeint ist.

Was ist ein Seher?

Welche Bedeutung verbanden der junge Prophet und seine Zeitgenossen mit dem Begriff Seher? Joseph Smith wuchs in einer Familie auf, in der die Bibel gelesen wurde. Der Begriff Seher wird dort mehrfach erwähnt. In 1 Samuel etwa lässt uns der Verfasser wissen: „Früher sagte man in Israel, wenn man hinging, um Gott zu befragen: Wir wollen zum Seher gehen. Denn wer heute Prophet genannt wird, hieß früher Seher.“ (1 Samuel 9:9.)

In der Bibel werden auch Menschen erwähnt, die geistige Kundgebungen mithilfe von Gegenständen empfangen hatten, etwa mittels eines Stabs,3 einer Schlange aus Kupfer an einer Stange (die als Symbol für die Heilkunst heute weit verbreitet ist),4 eines Efods (ein Priesterschurz mit zwei Edelsteinen)5 oder des Urim und Tummim.6

Die Begriffe „sehen“ und „Seher“ waren Teil der Kultur im damaligen Amerika und in der Familie, in der Joseph Smith aufwuchs. Die Menschen im frühen 19. Jahrhundert waren durchdrungen von der Sprache der Bibel und von angloeuropäischen Traditionen, die Einwanderer nach Nordamerika mitgebracht hatten. Manche glaubten daher, dass es für jemanden mit besonderer Begabung möglich sei, mithilfe von Gegenständen wie etwa Sehersteinen zu „sehen“ oder geistige Kundgebungen zu erhalten.7

Der junge Joseph Smith war mit dem damaligen Brauchtum vertraut und übernahm es selbst. Daher war er auch der Meinung, man könne Sehersteine nutzen, um verlorene oder verlegte Gegenstände aufzufinden. Die Bibel berichtet davon, dass Gott in vergangenen Zeiten den Glauben der Menschen mithilfe von Gegenständen gefesselt oder ihnen geistige Botschaften vermittelt hat. Also glaubten Joseph Smith und andere, dies gelte auch für ihre Zeit. Josephs Eltern – Joseph Smith Sr. und Lucy Mack Smith – befanden diese Kultur und den entsprechenden Gebrauch von Gegenständen in der eigenen Familie für gut, und die Bewohner von Palmyra und Manchester im Bundesstaat New York – dort war Familie Smith zu Hause – suchten Joseph mit der Bitte auf, verlorengegangene Gegenstände aufzuspüren, ehe er dann gegen Ende des Jahres 1827 nach Pennsylvania zog.8

Auf diejenigen, denen das Verständnis dafür fehlt, wie die Menschen im 19. Jahrhundert in Joseph Smiths Umgebung ihre Religion ausgeübt haben, wirken Sehersteine womöglich fremd. Die Gelehrten haben diesen Lebensabschnitt Josephs lange debattiert. Es mag wohl auch an den Auswirkungen des Zeitalters der Aufklärung – einer Zeit der Vernunft, in der Wissenschaft und Forschung eine größere Rolle spielten als geistige Belange – gelegen haben, dass zu Lebzeiten Joseph Smiths viele den Gebrauch von Gegenständen wie Steine oder Stäbe als abergläubisch oder für religiöse Zwecke unpassend erachteten.

Als Joseph in späteren Jahren seine ungewöhnliche Geschichte erzählte, betonte er besonders die Visionen und weitere geistige Erlebnisse, die er gehabt hatte.9 Einige seiner früheren Weggefährten beharrten hingegen darauf, dass er ja einst Sehersteine verwendet hätte. Da die Gesellschaft sich zusehends von derartigen Bräuchen abwandte, versuchten sie so, seinen Ruf zu ruinieren. Joseph Smith und andere Mitglieder der Anfangszeit wollten sich bei der Verkündigung des Evangeliums nicht auf überliefertes Brauchtum stützen, denn bei vielen derjenigen, die sich später bekehrten, wandelte sich das Verständnis, das sie von Religion im Zeitalter der Aufklärung hatten. In später in die heiligen Schriften aufgenommenen Offenbarungen erklärte Joseph jedoch weiterhin, dass sowohl Sehersteine und andere zum Sehen genutzte Vorrichtungen als auch die Fähigkeit, mit ihnen umgehen zu können, wichtige und heilige Gaben Gottes seien.10

Hilfsmittel für die Übersetzung des Buches Mormon

Auch in zeitgenössischen Berichten über Joseph Smith und die Übersetzung des Buches Mormon werden Sehersteine erwähnt. Die offizielle Lebensgeschichte Joseph Smiths nahm 1838 ihren Anfang. Darin berichtet er, wie ihm ein Engel namens Moroni erschien und ihm von goldenen Platten erzählte, die in einem Hügel in der Nähe seines Elternhauses vergraben lagen. In Josephs Bericht heißt es, dass ihm – während er mit dem Engel sprach – eine Vision zuteilwurde, die so klar und deutlich war, dass er die Stelle wiedererkannte, als er später dorthin kam (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:42).

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Es war den Mitgliedern der Kirche von Beginn an ein Anliegen, zu verstehen, wie die Geschichte Joseph Smiths ihren Anfang nahm und wie er die goldenen Platten fand und übersetzte. Dieses Gemälde des Künstlers C. C. A. Christensen aus dem Jahr 1886 zeigt, wie Joseph Smith die Platten vom Engel Moroni erhält.

Der Engel Moroni händigt Joseph Smith die Platten aus, Gemälde von C. C. A. Christensen

In der Lebensgeschichte Joseph Smiths heißt es, Moroni warne Joseph, „der Satan werde mich (wegen der ärmlichen Verhältnisse in meines Vaters Familie) in Versuchung führen wollen, die Platten zu dem Zweck zu erlangen, reich zu werden“. Wie Joseph berichtet, verbot ihm dies der Engel jedoch und fügte hinzu, er dürfe „keinen anderen Beweggrund“ haben als den, das Reich Gottes aufzubauen; „sonst würde [er] sie nicht bekommen“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:46). Joseph Smith hatte bereits 1832 einen Bericht verfasst. Darin heißt es: „Ich begehrte die Platten, um Reichtümer zu erlangen, und ich hielt das Gebot nicht, das Auge nur auf die Herrlichkeit Gottes zu richten.“11 Das führte dazu, dass von ihm verlangt wurde, die Fundstelle vier Jahre lang einmal im Jahr aufzusuchen, bis er schließlich bereit war, die Platten zu empfangen (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:53,54).

Joseph berichtete, dass er 1827, als ihm die Platten schließlich von Moroni ausgehändigt wurden, auch zwei Steine empfing, mit deren Hilfe sie übersetzt werden sollten. Von ihm und von denen, die ihm nahestanden, gibt es Berichte über das Aussehen dieser Steine. Darin heißt es, sie sähen weiß oder klar aus und seien ähnlich wie moderne Augengläser in silbernen Bügeln oder einer Fassung eingefasst und an einem großen Brustschild befestigt.12 Nach dieser Beschreibung muss diese zum Sehen genutzte Vorrichtung recht unhandlich gewesen sein. Joseph Smiths Mutter berichtete, ihr Sohn habe der Einfachheit halber die Steine vom Brustschild gelöst, bevor er sie nutzte.13

Im Buch Mormon werden Steine wie diese „Übersetzer“ genannt. Dort wird erklärt, sie seien „von Anfang an bereitet und … von Generation zu Generation weitergegeben [worden] zu dem Zweck, Sprachen zu übersetzen, und … durch die Hand des Herrn erhalten und bewahrt worden“ (Mosia 28:14,15,20).

Das Buch berichtet außerdem davon, wie der Herr dem Bruder Jareds „zwei Steine“ aushändigte und ihm verhieß, sie würden zukünftigen Generationen dazu dienen, seine Worte wiederzuerlangen. Der Herr wies ihn an: „Schreibe dies alles nieder und versiegle es; und ich werde es zu der von mir selbst bestimmten Zeit den Menschenkindern zeigen.“ Diese Steine, erläuterte der Herr, sollten „den Menschenaugen das, was du schreiben wirst, deutlich machen“ (Ether 3:24,27).

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Ausschnitt einer Seite aus dem Originalmanuskript des Buches Mormon. Es geht um den Auszug von Lehis Familie aus Jerusalem, heute zu finden in 1 Nephi 2. Joseph Smith hat das Buch Mormon verschiedenen Schreibern diktiert, darunter auch Oliver Cowdery, der diese Zeilen geschrieben hat.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Historischen Archivs der Kirche; Foto wurde zur besseren Erkennbarkeit vergrößert

Mitte des Jahres 1829, als Joseph Smith den Schreibern seine Übersetzung des Buches Mormon fertig diktiert hatte, ging aus dem Text die Bedeutung des Begriffs Seher noch deutlicher hervor. Im Buch Mormon gibt es eine Prophezeiung, die Josef aus Ägypten zugeschrieben wird und die besagt, dass einer seiner Nachfahren – ganz offensichtlich Joseph Smith – ein „erwählter Seher“ sein werde, der anderen Nachkommen „die Bündnisse zur Kenntnis [bringen werde]“, die Gott mit deren Vätern gemacht habe (2 Nephi 3:6,7).

An anderer Stelle im Buch Mormon lesen wir, wie Alma der Jüngere seinem Sohn Helaman die Übersetzer übergibt. Alma rät ihm, diese Übersetzer zu bewahren, womit die zwei in Silber eingefassten Steine gemeint sind. Darüber hinaus zitiert Alma jedoch aus einer Prophezeiung, die sich offenbar auf einen einzigen Stein bezieht: „Und der Herr sprach: Ich will für meinen Knecht Gazelem einen Stein bereiten, der in der Finsternis wie Licht leuchten wird.“ (Alma 37:21,23.)

Auffallend ist, dass es in dieser Prophezeiung zwar um „Übersetzer“ (Plural) geht, dennoch aber davon die Rede ist, für einen künftigen Knecht „einen Stein“ (Singular) zu bereiten, der in der Finsternis wie Licht leuchten wird“.14 Mitglieder aus der Anfangszeit glaubten, dass es sich bei diesem, ihnen prophezeiten Knecht um Joseph Smith handelte.15

Tatsächlich ist es geschichtlich erwiesen, dass Joseph Smith zusätzlich zu den beiden Sehersteinen, die als „Übersetzer“ bezeichnet wurden, mindestens noch einen weiteren Seherstein bei der Übersetzung des Buches Mormon nutzte. Oftmals legte er diesen zum Schutz vor direktem Lichteinfall in einen Hut. Laut Joseph Smiths Zeitgenossen tat er dies, um die Worte auf dem Stein besser erkennen zu können.16

Um 1833 begannen Joseph Smith und seine Weggefährten damit – unabhängig davon, ob es um die nephitischen Übersetzer oder um den einzelnen Seherstein ging – den biblischen Ausdruck „Urim und Tummim“ für jedweden Stein zu verwenden, mit dem göttliche Offenbarungen empfangen wurden.17 Diese ungenaue Bezeichnung erschwert es nachzuvollziehen, wie Joseph Smith bei der Übersetzung des Buches Mormon genau vorgegangen ist. Um sich die Arbeit zu erleichtern, nutzte Joseph Smith laut Martin Harris wohl zusätzlich zu den Übersetzern auch einen seiner Sehersteine, als er das Buch Mormon übersetzte. Auch aus anderen Quellen geht hervor, dass Joseph Smith wechselnde Hilfsmittel zum Übersetzen heranzog.18

Nach der Veröffentlichung des Buches Mormon

Nachdem das Buch Mormon im März 1830 veröffentlicht worden war, widmeten sich Joseph Smith und seine Schreiber dem, was heute als Bibelübersetzung von Joseph Smith bezeichnet wird: eine inspirierte Überarbeitung der englischsprachigen King-James-Bibel.19 Joseph berichtet, dass es nicht möglich gewesen sei, hierfür die nephitischen Übersetzer zu nutzen, da sie nicht länger in seinem Besitz waren.

Er erläutert in seiner Lebensgeschichte, dass „dank der Weisheit Gottes [die Platten und Übersetzer] sicher in meiner Hand [blieben], bis ich mit ihnen vollbracht hatte, was von meiner Hand gefordert war. Als der Bote, wie vereinbart, sie abholen kam, übergab ich sie ihm, und er hat sie bis zum heutigen Tag … in seiner Obhut“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:60).

Brigham Young (1801–1877) äußerte hierzu: „Joseph hat den U[rim und] T[ummim] zusammen mit den Platten zurückgegeben, nachdem er die Übersetzung abgeschlossen hatte.“20

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Joseph Smith war zu Lebzeiten Tausenden und ist seit seinem Tod sogar Millionen Mitgliedern als Prophet, Seher und Offenbarer bekannt

Porträt von Joseph Smith, David Rogers zugeschrieben, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Community of Christ, Independence, Missouri

Joseph Smith verfügte zwar über andere Sehersteine, doch war nach den Worten von Elder Orson Pratt (1811–1881), der damals dem Kollegium der Zwölf Apostel angehörte und später Geschichtsschreiber der Kirche wurde, seine geistige Erkenntnis zu dieser Zeit sehr gereift. Am 28. Juni 1874 fand eine Versammlung statt, an der Präsident Brigham Young und viele weitere Generalautoritäten teilnahmen. Elder Pratt sagte seinen Zuhörern, er sei viele Male dabei gewesen, als Joseph Smith das Neue Testament übersetzte. Da er keinerlei Hilfsmittel bemerkt habe, die bei der Übersetzung gebraucht wurden, habe er sich gefragt, warum Joseph anders als bei der Übersetzung des Buches Mormon wohl den Urim und Tummim nicht nutze.

Während Elder Pratt dem Propheten bei der Übersetzungsarbeit zusah, „blickte Joseph auf, als habe er seine Gedanken gelesen, und meinte, der Herr habe ihm den Urim und Tummim gegeben, als er mit dem Geist der Offenbarung noch wenig Erfahrung hatte. Nun jedoch sei er so weit vorangeschritten, dass er verstehe, wie dieser Geist wirkt. Er sei daher auf dieses Hilfsmittel nicht mehr angewiesen.“21

Brigham Young tat einem Publikum seine Gedanken darüber kund, einen Seherstein zu erhalten. Er meinte: „Ich wüsste nicht, dass ich jemals tatsächlich einen begehrt hätte.“22 Diese Aussage Brigham Youngs belegt, dass er verstanden hatte, dass man nicht durch Sehersteine zum Seher wird.

Am 25. Oktober 1831 nahm Joseph Smith an einer Konferenz in Orange im Bundesstaat Ohio teil. Auf der Konferenz meinte sein Bruder Hyrum, er finde, es sei „am besten, dass Joseph Smith den anwesenden Ältesten aus erster Hand berichtet, auf welche Art und Weise das Buch Mormon hervorgekommen ist, damit sich jeder selbst ein Bild davon machen kann“. Im Sitzungsprotokoll heißt es, Joseph habe gesagt, es sei nicht beabsichtigt, die Welt in sämtliche Einzelheiten darüber einzuweihen, wie das Buch Mormon hervorgekommen ist, und es sei für ihn nicht ratsam, all dies zu erzählen.23 In seiner Aufgabe als Seher war er gewachsen und somit inzwischen der Auffassung, Sehersteine seien als Grundlage für Offenbarung nicht erforderlich. Vielleicht beunruhigte es ihn, dass die Menschen – anstatt sich dem Buch als solches zu widmen – ihr Augenmerk zu sehr darauf richten könnten, wie es hervorgekommen ist.

Die markanteste Aussage, die Joseph Smith über die Übersetzung des Buches Mormon machte, war, dass er es „durch die Gabe und Macht Gottes“24 getan hat. Das Buch selbst, so teilte er einst den führenden Brüdern mit, „sei das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlussstein unserer Religion, und wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde [der Leser] dadurch Gott näher kommen als durch jedes andere Buch“25.

Anmerkungen

  1. Siehe Lehre und Bündnisse 115

  2. Vorwort zum Buch Mormon, etwa August 1829, in Documents, Volume 1: July 1828 – June 1831, Band 1 der Reihe „Dokumente“ der Joseph Smith Papers, 2013, Seite 93; siehe auch „Das Zeugnis von drei Zeugen“, Buch Mormon

  3. Siehe Exodus 4:1-5,17,20,21; 7:8-21; 8:16-19; 9:22-26; 10:12-15; 14:15-18; 17:1-13; Numeri 17:16-25; 20:7-11; Hebräer 9:4

  4. Siehe Numeri 21:7-9; Johannes 3:14,15

  5. Siehe Exodus 28:12; 35:9,27; 1 Samuel 23:9-12; 30:7,8

  6. Siehe Exodus 28:30; Levitikus 8:8; Numeri 27:21; Deuteronomium 33:8; 1 Samuel 28:6; Esra 2:63; Nehemia 7:65

  7. Näheres zu den religiösen Bräuchen des 19. Jahrhunderts finden Sie in Journals, Volume 1: 1832–1839, Band 1 der Reihe „Tagebücher“ der Joseph Smith Papers, 2008, Seite XIX; Revelations and Translations, Volume 3: Printer’s Manuscript of the Book of Mormon, Band 3 der Reihe „Offenbarungen und Übersetzungen“ der Joseph Smith Papers, 2015, Seite XVf.; Dallin H. Oaks, „Recent Events Involving Church History and Forged Documents“, Ensign, Oktober 1987, Seite 68f.

  8. Siehe die Aussagen von Joseph Smith Sr., zitiert in Francis W. Kirkham, A New Witness for Christ in America: The Book of Mormon, Band 2, 1959, Seite 366; siehe auch Lucy Mack Smith, „Lucy Mack Smith, History, 1844–1845“, Band 3, Seite 10, josephsmithpapers.org/paperSummarylucy-mack-smith-history-1844-1845. Martin Harris erinnert sich daran, wie er Joseph Smiths Fähigkeiten auf die Probe gestellt hat, indem er ihn eine Nadel im Heuhaufen hat finden lassen (siehe „Mormonism – No. II“, Tiffany’s Monthly, Juli 1859, Seite 164).

  9. Siehe etwa Joseph Smith – Lebensgeschichte in der Köstlichen Perle

  10. Siehe Lehre und Bündnisse 130:10,11; siehe auch die Urfassung von Lehre und Bündnisse 8; dieser Abschnitt richtet sich an Oliver Cowdery, der Joseph Smith beim Übersetzen des Buches Mormon zur Seite stehen wollte (Revelation, April 1829–B, in Documents, Volume 1: July 1828 – June 1831, Seite 44–47)

  11. Joseph Smith, „History, ca. Summer 1832“, in Histories, Volume 1: 1832–1844, Band 1 der Reihe „Geschichtsberichte“ der Joseph Smith Papers, 2012, Seite 14

  12. Siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:35; Joseph Smith, „Church History“, in Histories, Volume 1: 1832–1844, Seite 495; Martin Harris, in „Mormonism – No. II“, Seite 165f.; „Lucy Mack Smith, History, 1844–1845“, Band 5, Seite 7f., josephsmithpapers.org

  13. Siehe etwa „Lucy Mack Smith, History, 1844–1845“, Band 5, josephsmithpapers.org

  14. Diese Unterscheidung gab Kommentatoren verständlicherweise Rätsel auf. Siehe etwa Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 2. Aufl., 1966, Seite 307f.; Joseph Fielding McConkie und Robert L. Millet, Doctrinal Commentary on the Book of Mormon, 4 Bände, 1987–1892, 3:278; Matthew B. Brown, All Things Restored: Confirming the Authenticity of LDS Beliefs, 2000, Seite 62.

  15. Siehe William W. Phelps, Grabrede für Joseph und Hyrum Smith, Historisches Archiv der Kirche, Salt Lake City; Orson Pratt, „Explanation of Substituted Names in the Covenants“, The Seer, März 1854, Seite 229; William W. Phelps, Brief an Brigham Young, 10. April 1854, in Brigham Young, Office Files, 1832–1878, Historisches Archiv der Kirche, Salt Lake City und Revelations and Translations, Volume 2: Published Revelations, Band 2 der Reihe „Offenbarungen und Übersetzungen“ der Joseph Smith Papers, 2011, Seite 708f.

  16. Näheres zur Übersetzung des Buches Mormon finden Sie unter „Die Übersetzung des Buches Mormon“ auf lds.org/topics/book-of-mormon-translation?lang=deu. Siehe auch Russell M. Nelson, „A Treasured Testament“, Ensign, Juli 1993, Seite 61–65; Neal A. Maxwell, „By the Gift and Power of God“, Ensign, Januar 1997, Seite 36–41.

  17. Wilford Woodruff nannte beispielsweise einen Seherstein, den er in Nauvoo gesehen hatte, einen Urim und Tummim (Wilford Woodruff journal, 27. Dezember 1841, Historisches Archiv der Kirche); siehe auch Revelations and Translations, Volume 3: Printer’s Manuscript of the Book of Mormon, Seite XIX

  18. Siehe Revelations and Translations, Volume 3: Printer’s Manuscript of the Book of Mormon, Seite XVIIIf.

  19. Eine kurze Zusammenfassung dieses Unterfangens finden Sie unter Documents, Volume 1: July 1828 – June 1831, Seite 150ff.

  20. Protokoll, 17. April 1853, Historisches Archiv der Kirche

  21. „Two Days’ Meeting at Brigham City, June 27 and 28, 1874“, Millennial Star, 11. August 1874, Seite 498f.

  22. Protokoll, 30. September 1855, Historisches Archiv der Kirche

  23. Protokoll, 25./26. Oktober 1831, in Documents, Volume 2: July 1831 – January 1833, Band 2 der Reihe „Dokumente“ der Joseph Smith Papers, 2013, Seite 84

  24. Vorwort zum Buch Mormon, etwa August 1829, in Documents, Volume 1: July 1828 – June 1831, Seite 93; siehe auch „Das Zeugnis von drei Zeugen“, Buch Mormon

  25. Joseph Smith, zitiert in Wilford Woodruff journal, 28. November 1841, Historisches Archiv der Kirche; siehe auch Einleitung zum Buch Mormon

  26. David Whitmer, An Address to All Believers in Christ, 1887, Seite 32

  27. Näheres darüber, wie Oliver Cowdery wieder zur Kirche zurückfand, bevor er starb, siehe Scott F. Faulring, „The Return of Oliver Cowdery“, zitiert in John W. Welch und Larry E. Morris, Hg., Oliver Cowdery: Scribe, Elder, Witness, 2006, Seite 321–362

  28. Siehe Protokoll, 30. September 1855, Historisches Archiv der Kirche, Salt Lake City; „David Whitmer“, The Historical Record, Oktober 1888, Seite 623; Brief von Maria L. Cowdery Johnson an David Whitmer, 24. Januar 1887, Archiv der Community of Christ, Independence, Missouri; Franklin D. Richards, Tagebuch, 9. März 1882, Historisches Archiv der Kirche

  29. Protokoll, 17. April 1853, Historisches Archiv der Kirche

  30. Protokoll, 30. September 1855, Historisches Archiv der Kirche

  31. Siehe Brief von Zina Young an Franklin D. Richards, 31. Juli 1896, zitiert in Journal History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 31. Juli 1896, Seite 4, Historisches Archiv der Kirche

  32. Siehe B. H. Roberts, A Comprehensive History of the Church, 6:230f.; Joseph Fielding Smith, Doctrines of Salvation, Hg. Bruce R. McConkie, 3 Bände, 1954–1956, 3:225; Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 2. Auflage, 1966, Seite 818f.

Als die Übersetzung des Buches Mormon im Gange war, wohnten Joseph Smith und seine Frau Emma Hale Smith zeitweise im eingeschossigen Teil dieses Hauses. Der zweigeschossige Teil rechts wurde erst später angebaut.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Historischen Archivs der Kirche

Ausschnitt einer Seite aus dem Originalmanuskript des Buches Mormon. Es geht um den Auszug von Lehis Familie aus Jerusalem, heute zu finden in 1 Nephi 2. Joseph Smith hat das Buch Mormon verschiedenen Schreibern diktiert, darunter auch Oliver Cowdery, der diese Zeilen geschrieben hat.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Historischen Archivs der Kirche; Foto wurde zur besseren Erkennbarkeit vergrößert

Es war den Mitgliedern der Kirche von Beginn an ein Anliegen, zu verstehen, wie die Geschichte Joseph Smiths ihren Anfang nahm und wie er die goldenen Platten fand und übersetzte. Dieses Gemälde des Künstlers C. C. A. Christensen aus dem Jahr 1886 zeigt, wie Joseph Smith die Platten vom Engel Moroni erhält.

Der Engel Moroni händigt Joseph Smith die Platten aus, Gemälde von C. C. A. Christensen

1883 widmete sich die von der Kirche herausgegebene Zeitschrift The Contributor den drei Zeugen des Buches Mormon. Die Heiligen der Letzten Tage haben schon lange erkannt, welch wichtige Aufgabe jedem von ihnen dabei zukam, Joseph Smith bei der Übersetzung und Veröffentlichung des Buches Mormon zu helfen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Historischen Archivs der Kirche