2000–2009
Wie kann ich die Frau werden, von der ich träume?

Wie kann ich die Frau werden, von der ich träume?

“Ihr seid Töchter des Allmächtigen. Endlose Möglichkeiten liegen vor euch. Eure Zukunft wird großartig sein, wenn ihr sie in eure Hand nehmt.”

Danke für das schöne Lied. Danke für eure Gebete; danke für euren Glauben; danke für das, was ihr seid. Ihr Mädchen der Kirche, habt vielen, vielen Dank. Und danke auch Ihnen, Schwester Nadauld, Schwester Thomas, Schwester Larsen, für die wundervollen Ansprachen, die Sie den Mädchen heute Abend gehalten haben.

Was für ein wundervoller Anblick ihr hier in dieser großen Halle seid. Und noch Hunderttausende mehr haben sich in der ganzen Welt versammelt. Sie hören uns in über zwanzig Sprachen zu, da unsere Ansprache in ihre Muttersprache übersetzt wird.

Es ist eine überwältigende Verantwortung, zu euch zu sprechen, aber gleichzeitig auch eine besondere Gelegenheit. Ich bete, der Geist, der Heilige Geist, von dem wir heute Abend so viel gehört haben, möge mich leiten.

Ihr gehört zwar verschiedenen Völkern an, aber ihr seid doch alle Teil einer einzigen großen Familie. Ihr seid Töchter Gottes. Ihr seid Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Als Jugendliche sprecht ihr von eurer Zukunft, und sie ist hell und voller Verheißungen. Ihr sprecht von Hoffnungen, Glauben und all dem, was ihr erreichen wollt. Ihr sprecht von Rechtschaffenheit, Liebe und Frieden. Ihr sprecht von einer besseren Welt, als wir sie je gekannt haben.

Ihr seid göttliche Wesen; ihr seid Töchter des Allmächtigen. Endlose Möglichkeiten liegen vor euch. Eure Zukunft wird großartig sein, wenn ihr sie in eure Hand nehmt. Lasst euer Leben nicht fruchtlos und wertlos dahintreiben.

Gestern hat mir jemand ein Exemplar des Jahrbuchs meiner Highschool geschenkt. Ich glaube, manche Leute schicken mir ihre alten Bücher, wenn sie sie leid sind. Eine Stunde lang habe ich es durchgeblättert und die Bilder meiner Freunde von vor 73 Jahren betrachtet, meine Klasse von 1928.

Die meisten in diesem Jahrbuch haben ihr Leben gelebt und sind inzwischen verstorben. Einige haben scheinbar fast ohne Zweck und Ziel gelebt, während andere Großes geleistet haben.

Ich habe die Gesichter der Jungen betrachtet, die meine Freunde und Bekannten waren. Damals waren sie jugendlich, aufgeweckt und voller Energie. Heute haben diejenigen, die noch übrig sind, viele Falten im Gesicht und können nur noch langsam gehen. Ihr Leben hat immer noch Bedeutung, doch sind sie nicht mehr so kraftvoll, wie sie es einmal waren. Ich betrachtete im Jahrbuch die Mädchen, die ich damals gekannt habe. Viele von ihnen sind verstorben und die übrigen leben still und im Verborgenen. Doch noch immer sind sie schön und voller Faszination.

Meine Gedanken gehen zurück in die Zeit, als diese jungen Männer und Frauen an dem Punkt waren, an dem ihr jetzt seid. Im Großen und Ganzen waren wir eine glückliche Gruppe. Das Leben war schön. Ich glaube, wir waren ehrgeizig. Die schreckliche Wirtschaftskrise, die die ganze Welt erfasste, lag noch ein Jahr in der Zukunft. 1928 war ein Jahr voller Hoffnungen und großartiger Träume.

In unseren stillen Augenblicken waren wir alle Träumer. Die Jungen träumten von Bergen, die zu besteigen waren, und von Karrieren, die sie absolvieren konnten. Die Mädchen träumten davon, eine solche Frau zu werden, wie sie sie in ihrer Mutter vor Augen hatten.

Als ich darüber nachdachte, beschloss ich, meiner heutigen Ansprache den folgenden Titel zu geben: “Wie kann ich die Frau werden, von der ich träume?”

Vor einigen Monaten habe ich zu euch und zu den jungen Männern der Kirche gesprochen. Ich habe euch sechs Tipps gegeben, die ihr befolgen solltet. Ob wir sie gemeinsam nennen können? Versuchen wir’s! Seid dankbar, seid klug, seid rein, seid treu, seid demütig, seid gebeterfüllt.

Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass diese Verhaltensmuster zu Erfolg, Glücklichsein und Frieden führen. Ich empfehle sie euch erneut und gebe euch die Verheißung, dass, wenn ihr sie befolgt, euer Leben viele gute Früchte tragen wird. Ich glaube, ihr werdet mit euren Anstrengungen erfolgreich sein. Ich bin überzeugt, wenn ihr alt seid, werdet ihr mit Dankbarkeit und Wertschätzung darauf zurückblicken, wie ihr euer Leben gestaltet habt.

Wenn ich heute zu euch Jungen Damen spreche, werde ich möglicherweise den einen oder anderen Punkt streifen, ohne ihn wortwörtlich zu wiederholen. Sie sind es wert, wiederholt zu werden, und ich lege sie euch noch einmal ans Herz.

In dem Jahrbuch, von dem ich gesprochen habe, findet sich das Bild eines jungen Mädchens. Sie war intelligent, lebenslustig und schön. Jeder mochte sie. Das Leben konnte für sie mit einem einzigen Wort zusammengefasst werden: Spaß. Sie traf sich mit Jungen, tanzte die Nächte hindurch und lernte nicht mehr als unbedingt nötig, um den Abschluss zu schaffen. Sie heiratete einen Jungen, der vom gleichen Schlag war. Der Alkohol begann ihr Leben zu regieren. Sie konnte nicht davon lassen. Sie wurde abhängig. Ihr Körper ergab sich diesem heimtückischen Einfluss. Leider verrann ihr Leben, ohne dass sie etwas erreicht hätte.

Da ist aber auch ein Bild von einem anderen Mädchen im Jahrbuch. Sie war nicht sonderlich hübsch, doch war ihr Aussehen von einer besonderen Lebendigkeit erfüllt, einem Strahlen in ihren Augen und einem Lächeln im Gesicht. Sie wusste, warum sie zur Schule ging. Sie war dort, um zu lernen. Sie träumte von der Frau, die sie einmal sein wollte, und arbeitete darauf hin.

Sie verstand es auch, Spaß zu haben, doch sie wusste, wann Schluss sein musste, und konnte sich auf andere Dinge konzentrieren.

Damals gab es einen Jungen an der Schule, der aus einem kleinen, ländlichen Ort kam. Er hatte nur wenig Geld. Er brachte sein Essen in einer braunen Papiertüte mit. Er sah ganz nach der Farm aus, von der er kam. An ihm war nichts besonders Stattliches oder Umwerfendes. Er war ein guter Schüler. Er hatte sich ein Ziel gesetzt. Es war sehr hoch gesteckt und schien manchmal unerreichbar.

Diese beiden verliebten sich ineinander. Die Leute fragten: “Was sieht er in ihr?” oder “Was sieht sie in ihm?” Die beiden sahen aneinander etwas Wunderbares, was niemand sonst sah.

Nach dem Abschluss des Universitätsstudiums heirateten sie. Sie sparten streng und arbeiteten. Es war schwer, zu Geld zu kommen. Er begann ein Postgraduiertenstudium. Sie arbeitete noch eine Weile weiter und dann kamen die Kinder. Sie schenkte ihre Aufmerksamkeit nun ihnen.

Vor einigen Jahren flog ich aus dem Osten der Vereinigten Staaten nach Hause. Es war Nacht. Als ich im Halbdunkel den Gang hinunterging, sah ich eine Frau, die an der Schulter ihres Mannes schlief. Sie erwachte, als ich näher kam. Ich erkannte sofort das Mädchen, das ich vor so vielen Jahren auf der Highschool gekannt hatte. Ich erkannte auch den Jungen von damals wieder. Sie waren beide alt geworden. Als wir uns unterhielten, erzählten sie mir, dass ihre Kinder inzwischen erwachsen und sie selbst Großeltern seien. Sie erzählte mir stolz, dass sie gerade aus dem Osten zurückkamen, wo er einen Vortrag gehalten hatte. Auf einem großen Kongress war er von Kollegen, die von überall her im Land gekommen waren, geehrt worden.

Ich erfuhr, dass sie in der Kirche aktiv waren und in allen Aufgaben, die an sie herangetragen worden waren, gedient hatten. Sie waren nach jedem erdenklichen Maßstab erfolgreich. Sie hatten die Ziele erreicht, die sie sich selbst gesteckt hatten. Sie waren geehrt und angesehen und hatten für die Gesellschaft, der sie angehörten, einen enormen Beitrag geleistet. Sie war die Frau geworden, von der sie geträumt hatte. Sie hatte diesen Traum sogar übertroffen.

Als ich zu meinem Platz im Flugzeug zurückging, dachte ich an die beiden Mädchen, von denen ich euch heute erzählt habe. Das Leben des einen lässt sich mit einem Wort aus vier Buchstaben umreißen: S–p–a–ß. Es war ziellos gelebt worden, ohne Stabilität, ohne einen Beitrag zur Gesellschaft, ohne Ambitionen. Es hatte in Elend, Schmerz und frühzeitigem Tod geendet.

Das Leben der anderen war voller Schwierigkeiten. Es bedeutete knausern und sparen. Es bedeutete arbeiten und kämpfen, damit es weiter voran ging. Es bedeutete einfaches Essen, schlichte Kleidung und eine ganz einfache Wohnung während der Jahre, in denen ihr Mann sich um den Einstieg in eine Karriere bemühte. Doch aus der scheinbar unfruchtbaren Erde hat sich eine Pflanze, genau gesagt haben sich zwei Pflanzen entwickelt, die nebeneinander wachsen und wunderschön knospen und blühen.

Diese wunderbaren Blumen zeugen von Dienst am Nächsten, von Selbstlosigkeit dem anderen gegenüber, von Liebe, Respekt und Vertrauen zum Partner, vom Glücklichsein, wenn sie den Bedürfnissen des anderen durch die unterschiedlichsten Taten entgegengekommen waren.

Als ich über das Gespräch mit den beiden nachdachte, beschloss ich, mich zu verbessern, ein wenig mehr Hingabe zu entwickeln, meine Ziele ein wenig höher zu stecken, meine Frau ein wenig inniger zu lieben, ihr zu helfen, sie in Ehren zu halten und mich um sie zu kümmern.

Und darum, meine lieben jungen Freundinnen, möchte ich euch heute in aller Ernsthaftigkeit, Aufrichtigkeit und Sorge etwas sagen, was euch helfen wird, die Frau zu werden, von der ihr träumt.

Als erstes ist Reinheit wichtig, denn Unkeuschheit wird euer Leben verderben und eine Narbe hinterlassen, die sich nie ganz entfernen lässt. Euer Leben braucht Sinn und Zweck. Wir sind hier, um etwas zu erreichen, um der Gesellschaft durch unsere Talente und unser erlangtes Wissen ein Segen zu sein. Es kann auch Spaß geben, natürlich. Aber ihr müsst begreifen, dass das Leben etwas Ernstes ist, dass die Gefahren groß sind, ihr sie aber überwinden könnt, wenn ihr diszipliniert seid und nach der nie versagenden Kraft des Herrn strebt.

Lasst mich euch versichern: Für den Fall, dass ihr einen Fehler begangen habt und in unkeusches Handeln verstrickt worden seid, ist nicht alles verloren. Die Erinnerung an diesen Fehler wird vermutlich bleiben, aber die Tat kann vergeben werden, und ihr könnt euch über das Vergangene erheben und ein Leben führen, das dem Herrn angenehm ist, wenn die Umkehr erfolgt ist. Er hat verheißen, dass er eure Sünden vergibt und sie nicht mehr gegen euch im Gedächtnis behält (siehe LuB 58:42).

Er hat einen Apparat aufgebaut mit hilfreichen Eltern und Kirchenführern, die euch in euren Schwierigkeiten beistehen. Ihr könnt alles Böse, in das ihr je verstrickt wart, hinter euch lassen. Ihr könnt mit neuer Hoffnung und vom Herrn angenommen auf einem besseren Lebensweg vorwärts gehen.

Es werden jedoch Narben zurückbleiben. Der beste Weg – und für euch der einzige Weg – ist, jegliche Verstrickung mit dem Bösen zu vermeiden. Präsident George Albert Smith hat immer gesagt: “Bleib auf der Seite des Herrn!” (Sharing the Gospel with Others, Hg. Preston Nibley [1948], 42.) In euch gibt es Instinkte, die machtvoll und ungeheuer bezwingend sind, die euch manchmal drängen, nachzugeben und euch ein wenig gehen zu lassen. Ihr dürft das nicht tun. Ihr könnt es nicht tun. Ihr seid Töchter Gottes mit gewaltigem Potenzial. Er und auch andere haben große Erwartungen in euch gesetzt. Ihr dürft nicht einmal eine einzige Minute lang nachgeben. Ihr könnt nicht einfach einem Impuls nachgeben. Ihr müsst selbstbeherrscht, stark und unbeugsam sein. Flieht vor der Versuchung, so wie Josef vor der Tücke von Potifars Frau geflohen ist.

Es gibt nichts auf der ganzen Welt, das so wunderbar ist wie die Tugend. Sie glänzt ohne Makel. Sie ist schön und kostbar. Sie ist unschätzbar. Man kann sie weder kaufen noch verkaufen. Sie ist die Frucht des Sieges über das eigene Ich.

Ihr Mädchen verbringt viel Zeit damit, an die Jungen zu denken. Ihr könnt viel Spaß zusammen haben, doch übertretet niemals die Grenzen der Tugend. Ein junger Mann, der euch dazu auffordert oder ermutigt oder gar verlangt, dass ihr euch auf irgendwelche sexuellen Handlungen einlasst, ist es nicht wert, mit euch zusammen zu sein. Schließt ihn aus eurem Leben aus, bevor eures und seines verdorben sind. Wenn ihr euch beherrschen könnt, werdet ihr euer Leben lang dafür dankbar sein. Die meisten von euch werden heiraten und eure Ehe wird dadurch glücklicher sein, dass ihr euch zuvor beherrscht habt. Ihr werdet würdig sein, ins Haus des Herrn zu gehen. Es gibt nichts, was diese wunderbare Segnung angemessen ersetzen könnte. Der Herr hat einen wunderbaren Auftrag gegeben, als er sagte: “Lass Tugend immerfort deine Gedanken zieren.” (LuB 121:45.) Daraus ergibt sich ein Gebot, das mit Eifer und Beherrschung zu befolgen ist. Mit ihm geht die Verheißung von wunderbaren Segnungen einher. Er hat zu denjenigen, die tugendhaft leben, gesagt: “Dann wird dein Vertrauen stark werden in der Gegenwart Gottes …

Der Heilige Geist” – von dem wir heute Abend ja schon gesprochen haben – “wird dir ein ständiger Begleiter sein und dein Zepter ein unwandelbares Zepter der Rechtschaffenheit und Wahrheit und deine Herrschaft wird eine immerwährende Herrschaft sein, und ohne Nötigung wird sie dir zufließen für immer und immer.” (LuB 121: 45,46.)

Gibt es eine größere oder wunderbarere Verheißung als diese?

Findet Sinn für euer Leben. Wählt, was ihr in eurem Leben tun wollt, und verschafft euch die Ausbildung, die euch in die Lage versetzt, es zu erreichen. Für die meisten ist es schwer, sich für einen Beruf oder eine Berufung zu entscheiden. Ihr hofft, dass ihr heiraten werdet und dass für alles gesorgt werden wird. Heutzutage braucht ein Mädchen eine Ausbildung. Sie braucht die Mittel und die Fertigkeiten, mit denen sie sich ein Auskommen schaffen kann, sollte sie in eine Situation kommen, in der dies nötig wird.

Findet heraus, welche Möglichkeiten ihr habt. Bittet den Herrn ernsthaft um Führung. Dann verfolgt mit Entschlossenheit euren Kurs.

Die ganze Bandbreite menschlichen Bestrebens steht den Frauen heute offen. Es gibt nichts, was ihr nicht tun könnt, wenn es euer fester Wille ist. In eurem Traum von der Frau, die ihr sein wollt, könnt ihr das Bild einer Frau entwickeln, die qualifiziert dafür ist, der Gesellschaft zu dienen und in der Welt, zu der sie gehört, einen bedeutsamen Beitrag zu leisten.

Neulich war ich für ein paar Stunden im Krankenhaus. Ich lernte eine sehr heitere und erfahrene Krankenschwester kennen. Sie ist die Art Frau, von der ihr Mädchen träumen könnt. Sie wollte schon als Kind Krankenschwester werden. Sie hat die notwendige Ausbildung erhalten, um die höchste Stellung in diesem Bereich einzunehmen. Sie hat für ihren Beruf gearbeitet und Erfahrung gesammelt. Sie beschloss, eine Mission zu erfüllen, und tat das auch. Sie hat geheiratet. Sie hat drei Kinder. Sie arbeitet jetzt so viel oder so wenig, wie sie arbeiten möchte. Die Nachfrage nach Menschen mit ihren Fähigkeiten ist so groß, dass sie fast alles tun kann, was sie möchte. Sie dient in der Kirche. Sie führt eine gute Ehe. Sie führt ein gutes Leben. Sie ist die Art Frau, von der ihr vielleicht träumt, wenn ihr in die Zukunft blickt.

Meine lieben Freundinnen, eure Möglichkeiten sind grenzenlos. Ihr könnt in allem hervorragend sein. Ihr könnt erstklassig sein. Es gibt keinen Grund, aus dem ihr euch minderwertig fühlen müsstet. Achtet euch selbst. Bemitleidet euch nicht selbst. Haltet nicht an irgendwelchen Unfreundlichkeiten fest, die andere vielleicht über euch sagen. Achtet vor allem nicht auf das, was irgendein Junge über euch sagt, um euch herabzuwürdigen. Er ist nicht besser als ihr. Im Gegenteil, er hat sich durch sein Handeln bereits herabgesetzt. Entfaltet die Talente, die der Herr euch gegeben hat und lasst sie glänzen. Geht mit einem Augenzwinkern und einem Lächeln im Gesicht durchs Leben, habt dabei aber ein großes und starkes Ziel im Herzen. Liebt das Leben, haltet nach den Gelegenheiten Ausschau, die es euch bietet, und seid der Kirche immer treu.

Vergesst niemals, dass ihr als Kinder des göttlichen Vaters auf die Erde gekommen seid, und das etwas Göttliches in euch ist. Der Herr hat euch nicht hergeschickt um zu versagen. Er hat euch dies Leben nicht geschenkt, damit ihr es verschwendet. Er hat euch das Geschenk der Sterblichkeit gemacht, damit ihr Erfahrungen macht, positive, wunderbare, sinnvolle Erfahrungen, die euch zum ewigen Leben hinführen. Er hat euch diese großartige Kirche gegeben – seine Kirche –, damit ihr geführt und geleitet werdet, damit ihr Möglichkeiten zum Wachstum und für Erfahrungen bekommt, damit ihr belehrt, geleitet und ermutigt werdet, damit ihr mit einer ewigen Ehe gesegnet werdet, damit auf euch ein Bund zwischen ihm und euch gesiegelt wird, der euch zu seiner auserwählten Tochter macht, auf die er voller Liebe und mit dem Wunsch, ihr zu helfen, blickt. Möge Gott euch reichlich und im Überfluss segnen, meine jungen Freundinnen, die ihr seine wunderbaren Töchter seid.

Natürlich wird es auf eurem Weg Probleme geben. Es wird Schwierigkeiten geben, die überwunden werden müssen. Sie werden jedoch nicht von Dauer sein. Er lässt euch nicht im Stich.

Wenn du in des Lebens Stürmen bist verzagt,

wenn dein Herz vor Kummer mutlos bangt und klagt,

sieh den großen Segen, den der Herr dir gibt,

und du wirst erkennen, wie er treu dich liebt… .

Drum in allen Stürmen und in Schmerz und Leid,

richte deinen Blick auf Gottes Herrlichkeit.

Sieh den großen Segen, Engel halten Wacht,

bis du deine Lebenstage hast vollbracht.

Blickt auf das Positive. Seht den großen Segen. Seid euch dessen bewusst, dass er über euch wacht, dass er euer Beten hört und erhört, dass er euch liebt und dass er diese Liebe offenbar macht. Lasst euch bei allem, was ihr im Bestreben tut, die Frau zu werden, von der ihr träumt, vom Heiligen Geist leiten. Ihr könnt es schaffen. Ihr habt Freunde und Angehörige, die euch helfen. Und Gott segnet euch, wenn ihr euren Weg geht. Das, liebe Mädchen, ist meine demütige Verheißung und mein Gebet für euch, im Namen des Herrn Jesus Christus, amen.