Jesus Christus – unser Fürst des Friedens
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Jesus Christus – unser Fürst des Friedens

Liebe Brüder und Schwestern, war dies nicht ein fantastisches Erlebnis? Die Musik war wundervoll und die Botschaften haben uns das Herz erwärmt. Der Geist der Weihnacht hat uns ergriffen!

Wenn man an Weihnachtsfeste zurückdenkt, fallen einem die Familie und Geschenke ein und wie man anderen geholfen hat. Diese Erinnerungen entspringen dem wahren Grund für Weihnachten, nämlich dem überragenden Geschenk, das uns der Vater im Himmel gemacht hat. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“1

Es hilft uns nicht nur an Weihnachten, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf den Herrn und das ewige Leben lenken, sondern in allen irdischen Schwierigkeiten. Unvollkommene Menschen teilen sich den Planeten Erde mit anderen unvollkommenen Menschen. Unsere Welt ist gefallen – gezeichnet von ausufernden Schulden, Krieg, Naturkatastrophen, Krankheit und Tod.

Jeder wird gefordert. Da verliert ein Vater seinen Arbeitsplatz. Da erfährt eine junge Mutter, dass sie schwer krank ist. Da mag ein Sohn, eine Tochter vom rechten Weg abgekommen sein. Doch was die Sorgen auch auslösen mag: Wir alle sehnen uns nach innerem Frieden.

Heute Abend möchte ich über die einzige Quelle echten und dauerhaften Friedens sprechen: Jesus Christus, unseren Fürsten des Friedens.2 Diesen Titel trug er neben anderen, für die er vorherordiniert war.

Er wurde von seinem Vater als Erretter der Welt gesalbt. Die beiden Titel Messias und Christus sind Ausdruck der Verantwortung, die ihm als dem Gesalbten übertragen war.3

Auf Weisung seines Vaters schuf Jesus diese Welt und weitere Welten.4 Jesus ist unser Fürsprecher beim Vater.5 Jesus war der verheißene Immanuel,6 der große Ich-bin-da und der Jehova des Alten Testaments.7

Er wurde vom Vater gesandt, um das Sühnopfer zu vollbringen, die wichtigste Handlung in der gesamten Geschichte der Menschheit. Durch sein Sühnopfer wurde die Unsterblichkeit für uns Wirklichkeit und das ewige Leben denjenigen ermöglicht, die ihm nachfolgen wollen.8 Diese Ziele stellen das Werk und die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes dar.9

Als unser größtes Vorbild lehrte uns Jesus, wie wir leben, lieben und lernen sollen. Er führte uns vor, wie man betet, vergibt und bis ans Ende ausharrt.10

Er führte uns vor, wie man sich mehr um andere sorgt als um sich selbst. Er führte uns vor, was Gnade und Güte bedeuten – auf dass wir mit seiner Macht in unserem Leben wirklich etwas ändern. Er führte uns vor, wie man geistig und seelisch Frieden findet. Eines Tages werden wir vor ihm stehen, unserem gerechten Richter und barmherzigen Meister.11

Diese heiligen Pflichten des Herrn sind der Grund, weshalb jeder von uns ihn als seinen immerwährenden Fürsten des Friedens verehrt. Wir preisen ihn dafür, dass wir Eltern, Großeltern und Lehrer unserer Kinder sein dürfen.

Die Weihnachtszeit ist eine kostbare Zeit für die Familie. Zeit für die Familie ist heilige Zeit. Wir können unseren Kindern helfen, sich dem Erretter zuzuwenden. Dabei kann uns Musik von Nutzen sein. Unsere Kinder singen gerne das Lied „Ich möchte so sein wie Jesus“12.

Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“13

Er kann denen Frieden bringen, auf die ein Krieg seine verheerenden Auswirkungen hatte. Wird eine Familie durch Militärdienst getrennt, prägen sich Kriegserinnerungen ein. So war es bei mir im Koreakrieg.

Heute sind die Kriege technisch ausgereifter, doch sie fordern die Familien nicht minder. Wer solch schweres Leid ertragen muss, kann sich dem Herrn zuwenden. Seine Botschaft bringt uns Trost. Sie kündet vom Frieden auf Erden und ist den Menschen ein Wohlgefallen.14

Friede kann denen zuteilwerden, denen es nicht gut geht. Manche sind körperlich verwundet. Andere leiden geistig Schmerzen, weil sie geliebte Menschen vermissen oder anderweitig seelisch traumatisiert sind. Brüder und Schwestern, Ihre Seele kann Frieden finden, wenn Sie Ihren Glauben an den Fürsten des Friedens stärken.

„Habt ihr welche unter euch, die krank sind? Bringt sie her. Habt ihr welche, die lahm sind oder blind oder hinkend oder verkrüppelt … oder die in irgendeiner Weise bedrängt sind? Bringt sie her, und ich werde sie heilen.“15

„Ich sehe, dass ihr genügend Glauben habt, sodass ich euch heilen kann.“16

Friede kann denen zuteilwerden, die von Kummer geplagt sind. Auch wenn dieser Kummer auf einem Fehler oder einer Sünde beruht, verlangt der Herr weiter nichts als aufrichtige Umkehr. In den heiligen Schriften werden wir aufgerufen, „vor den Begierden der Jugend [zu fliehen und] den Herrn aus reinem Herzen an[zu]rufen“17. Dann kann sein lindernder „Balsam in Gilead“ selbst die sündenbeladene Seele heilen.18

Denken Sie an den Wandel, den der 1725 in London geborene John Newton erlebt hat. Er kehrte von einem sündigen Leben als Sklavenhändler um und wurde anglikanischer Geistlicher. Sein mächtiger Herzenswandel bewegte ihn zu dem Text des Liedes „Amazing Grace“:

Durch Gnade frei – wer kanns verstehn?

Und das geschah an mir.

Einst hoffnungslos, doch nun erlöst,

einst blind, nun kann ich sehn!19

„Im Himmel [wird] Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt.“20

Friede kann denen zuteilwerden, die schwer beladen sind:

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“21

Friede kann denen zuteilwerden, die trauern. Der Herr hat gesagt: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“22 Wenn wir das Dahinscheiden eines geliebten Menschen aushalten, können wir durch die Einflüsterungen des Geistes mit dem Frieden des Herrn erfüllt werden.

„Wer in mir stirbt, wird den Tod nicht schmecken, denn er wird ihm süß sein.“23

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“24

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“25

Friede kann denen zuteilwerden, die aufrichtig nach dem Fürsten des Friedens suchen. Seine liebliche und erlösende Botschaft wird von unseren Missionaren in die ganze Welt getragen. Sie predigen das Evangelium Jesu Christi, wie er es durch den Propheten Joseph Smith wiederherstellen ließ.26 Missionare verkünden diese Worte des Herrn, die ein Leben verändern können: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“27

Friede kann denen zuteilwerden, die auf den Wegen des Meisters wandeln wollen. Seine Einladung besteht aus fünf liebevollen Worten: „Komm und folge mir nach!“28

Wir preisen den Fürsten des Friedens,29 weil er wiederkehren wird. „Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen.“30 Als der Messias des Millenniums wird er herrschen, als König der Könige und Herr der Herren.31

Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, wird er uns mit unserer Familie zu sich und zu unserem Vater im Himmel führen. Wenn wir in all den irdischen Schwierigkeiten den Bündnissen, die wir geschlossen haben, treu bleiben, wenn wir bis ans Ende ausharren, haben wir Anspruch auf die größte aller Gaben Gottes: das ewige Leben.32 In seiner heiligen Gegenwart können unsere Familien auf ewig zusammen sein.

Gott segne Sie, meine lieben Brüder und Schwestern. Mögen Sie alle ein frohes Weihnachtsfest erleben! Und mögen Sie und Ihre Lieben für immer all die Segnungen des Herrn, unseres Fürsten des Friedens, genießen. Das ist mein Gebet im Namen Jesu Christi. Amen.

Anmerkungen