21: Die Proklamation zur Familie: DIE BEDEUTUNG DER FAMILIE, TEIL 1

Video zu „Lehre und Bündnisse und Geschichte der Kirche“ – Leitfaden, (2001), 40–42


ZIEL

Die Schüler sollen verstehen, „dass im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder die Familie im Mittelpunkt steht“ („Die Familie – eine Proklamation an die Welt“, Der Stern, Januar 1996, Seite 93) und in ihrer Entscheidung bestärkt werden, ihre Rolle in diesem Plan zu erfüllen.

VOR DEM FILM

EINLEITUNG.

Im September 1995 brachten die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel eine Proklamation an die Welt zum Thema Familie heraus. Diese Proklamation gibt eine Anleitung, durch die jeder von uns in diesem Leben Freude finden und sich auf das ewige Leben vorbereiten kann. Elder Richard G. Scott hat gesagt:

„Wie können Sie durch die Erfahrungen des Erdenlebens das größte Glück und die größten Segnungen erfahren?

Lernen Sie die doktrinäre Grundlage des großen Plan des Glücklichseins kennen, indem Sie die heiligen Schriften studieren und darüber nachsinnen und beten, damit Sie sie verstehen. Studieren und nutzen Sie die Proklamation der Ersten Präsidentschaft und der Zwölf zur Familie sorgfältig. Sie ist vom Herrn inspiriert.“ (Der Stern, Januar 1997, Seite 72.)

Diese zweiteilige Lektion soll das Verständnis der Schüler von der Proklamation erweitern und sie motivieren, ihre göttliche Bestimmung innerhalb des Plans zu erfüllen. Teil 1 der Lektion behandelt einige grundlegende Lehren hinsichtlich des Erlösungsplans, durch die wir verstehen, wie wichtig die Familie ist.

AUFMERKSAMKEIT WECKEN.

Stellen Sie folgende und ähnliche Fragen und besprechen Sie sie:

  • Wenn ihr euch in einer unbekannten Wildnis verlaufen und keine Navigationsinstrumente bei euch hättet, wie würdet ihr euch zurechtfinden? (Die Sonne und die Sterne könnten euch helfen, die Richtung zu bestimmen.)

  • Wenn ihr beliebige Ausrüstungsgegenstände wählen könntet, welche Instrumente oder Werkzeuge hättet ihr gern, damit ihr herausfinden könnt, wo ihr seid und wohin ihr gehen müsst? (Mögliche Antworten: einen Kompass, eine Landkarte, einen GPS-Empfänger.)

  • Wer von euch wäre noch immer ohne Orientierung, weil er nicht weiß, wie man mit diesen Hilfsmitteln umgeht?

  • Wie hilft uns der Herr, uns im Leben zurechtzufinden? (Lassen Sie die Schüler Lehre und Bündnisse 1:37,38 lesen, um die Antworten zu finden: durch die heiligen Schriften, die Gebote und seine Knechte.)

Lesen Sie die Aussage von Elder Richard G. Scott aus der Einleitung vor und geben Sie vom inspirierten Wesen der Proklamation Zeugnis. Händigen Sie, wenn möglich, jedem Schüler ein Exemplar oder eine Kopie der Proklamation aus (ein Exemplar befindet sich am Ende des Leitfadens).

DEN FILM VERWENDEN

Die Bedeutung der Familie, Teil 1 11:46

AUF BESTIMMTE PUNKTE ACHTEN.

Lassen Sie die Schüler herausfinden, wie die geistigen Gesetze und die Naturgesetze, die das Leben bestimmen, festgelegt sind.

SEGMENT 1 ZEIGEN.

Segment 1 (1:48) ist eine kurze Darstellung einer Geschichte, die Elder Boyd K. Packer über eine Klasse mit kleinen Kindern erzählte, die der Meinung waren, dass sie das Geschlecht eines Kätzchens durch Abstimmung festlegen könnten. Elder Packer erklärte anschließend: „Schon vor der Grundlegung der Welt wurden Naturgesetze und geistige Gesetze geschaffen, die das Leben bestimmen. … Sie ändern sich nicht.“ (Der Stern, Januar 1994, Seite 21.)

BESPRECHEN.

Helfen Sie den Schülern herauszufinden, dass Gott Naturgesetze und geistige Gesetze geschaffen hat, die sich nicht ändern. Wenn wir wissen, was wahr ist, und dementsprechend handeln, haben wir Orientierung. Warum ist es wichtig zu wissen, dass es Gesetze gibt, die sich nicht ändern? (Damit wir die Wahrheit wissen und lernen können, wie wir handeln müssen.) Wie werden unsere Entscheidungen durch diese Gesetze beeinflusst? Warum ist es wichtig zu wissen, dass diese Gesetze nicht durch Abstimmung geändert werden können? Warum ist es wichtig zu wissen, dass diese Gesetze ein Teil des Plans für uns sind?

Lassen Sie die Schüler die ersten zwei Absätze der Proklamation lesen und eine Liste mit den darin enthaltenen geistigen Gesetzen und Naturgesetzen erstellen. Diese werden im Lauf des Unterrichts besprochen.

  • Die Ehe zwischen Mann und Frau ist von Gott verordnet (Segment 4).

  • Die Familie steht im Plan des Schöpfers im Mittelpunkt (Segment 3).

  • Wir sind als Abbild Gottes geschaffen (Segment 2).

  • Wir werden von himmlischen Eltern geliebt und wir sind ihre Nachkommen (Segment 2).

  • Jeder von uns hat ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung (Segment 2).

  • Das Geschlecht ist ewig und ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität und Bestimmung (Segment 1 und 4).

AUF BESTIMMTE PUNKTE ACHTEN.

Lassen Sie die Schüler herausfinden, welche Wirkung es hat, wenn wir unsere Bestimmung kennen und uns nicht von diesem Ziel ablenken lassen.

SEGMENT 2 ZEIGEN.

Segment 2 (4:30) ist eine kurze Bühnenfassung einer Geschichte, die Bischof Vaughn J. Featherstone einmal erzählt hat. In ihr wird ein Prinz entführt und vielen verderblichen Einflüssen ausgesetzt. Der junge Mann widersteht allen Bemühungen, die ersonnen werden, um ihn zu verderben, und verkündet: „Ich wurde zum König geboren.“ („The King’s Son“, New Era, November 1975, Seite 35.) Wir hören außerdem eine Aussage von Elder Packer, worin er die Jugendlichen daran erinnert, dass sie „Nachkommen des Königs des Himmels“ sind (siehe Der Stern, Juli 1989, Seite 54).

BESPRECHEN.

Lassen Sie die Schüler erklären, warum der Prinz seiner Bestimmung treu bleiben konnte. (Er kannte seine Bestimmung und glaubte mit solcher Überzeugung daran, dass nichts ihn von seinem Ziel abbringen konnte.) Lassen Sie die Schüler anhand der Proklamation herausfinden, in welcher Beziehung sie zu einem König stehen. (Alle wurden als Abbild Gottes erschaffen. Jeder von uns ist ein geliebtes Kind himmlischer Eltern.) Lassen Sie einen Schüler den Stammbaum seiner Familie und anschließend die Abstammungslinie seines Geistes an die Tafel zeichnen. Sprechen Sie über das göttliche Wesen, das jeder von uns hat.

ZUM VERSTÄNDNIS.

Lassen Sie die Schüler den ersten Absatz der Proklamation lesen und sprechen Sie über die Rolle, die die Familie in dem Plan hat. Besprechen Sie, warum die Brüder darin sagen, dass die Familie in dem Plan im Mittelpunkt steht. Erklären Sie, dass im Mittelpunkt stehen bedeutet, dass etwas von grundlegender Wichtigkeit ist. Bringen Sie Gegenstände in den Unterricht mit, die von einem Mittelpunkt abhängen (beispielsweise das Rad eines Fahrrads, das sich um seine Achse dreht). Oder bitten Sie die Schüler, Beispiele für etwas Derartiges zu nennen (zum Beispiel das Sonnensystem, das von der Sonne abhängt oder das Land, das von seiner Hauptstadt aus regiert wird). Besprechen Sie die Rolle dieser Mittelpunkte und bringen Sie sie in Beziehung zur Familie im Plan.

AUF BESTIMMTE PUNKTE ACHTEN.

Lassen Sie die Schüler herausfinden, was die ideale Familie ausmacht, die der Herr als zentrale Einheit des Plans festgelegt hat.

SEGMENT 3 ZEIGEN.

In Segment 3 (2:06) stellt ein Reporter das sich ändernde Bild der modernen Familie vor. Dem wird ein Absatz aus der Proklamation gegenübergestellt, den Präsident Hinckley vorliest, worin deutlich die Gebote des Herrn hinsichtlich der Ehe und der Zeugung von Kindern dargelegt werden.

AUF BESTIMMTE PUNKTE ACHTEN.

Lassen Sie die Schüler darauf achten, warum die Familie für uns wichtig ist.

SEGMENT 4 ZEIGEN.

Segment 4 (3:22) enthält eine Reihe kurzer, im Dokumentarstil gehaltener Interviews, die auf einem Flughafen gemacht wurden. Die Leute wurden darüber befragt, warum sie über die Feiertage nach Hause fliegen. Im Anschluss folgt eine Aussage von Elder Henry B. Eyring.

NACH DEM FILM

BESPRECHEN.

Besprechen Sie, warum sich bei bestimmten Anlässen unser Herz unserer Familie zuwendet. Warum hat der Herr die Familie in den Mittelpunkt der Gesellschaft gestellt?

HERAUSSUCHEN UND BESPRECHEN.

Lassen Sie die Schüler die erste Hälfte der Proklamation noch einmal lesen und darauf achten, was der Herr über die Entwicklung der idealen Familie gesagt hat. Dazu sollte gehören:

  • Die Ehe zwischen Mann und Frau ist von Gott verordnet.

  • Familienbeziehungen können über das Grab hinaus Bestand haben.

  • Kinder zu zeugen ist ein Gebot.

  • Die Fortpflanzungskraft darf nur innerhalb der Ehe angewandt werden.

  • Die Art und Weise, wie Leben erschaffen werden soll, ist von Gott festgelegt.

  • Das Leben ist heilig.

  • Mann und Frau tragen die feierliche Verantwortung, einander und ihre Kinder zu lieben und zu umsorgen.

Schreiben Sie diese Lehren an die Tafel und sprechen Sie als Klasse darüber.