Oktober

Das Gebet ist ein andächtiges Gespräch zwischen Gott und mir

Anleitung für das Miteinander 2016: Ich weiß, dass die heiligen Schriften wahr sind


Ergänzen Sie die folgenden Anregungen mit eigenen Ideen. Überlegen Sie, wie Sie den Grundsatz vorstellen können und wie Sie den Kindern helfen können, ihn zu verstehen und in ihrem Leben anzuwenden. Fragen Sie sich: „Was sollen die Kinder tun, um zu lernen, und wie kann ich ihnen helfen, den Geist zu verspüren?”

1. Woche: Ich kann zum Vater im Himmel beten

Stellen Sie den Grundsatz vor: Bitten sie einen Vater oder eine Mutter, sich mit ihrem Kind vor den anderen Kindern aufzustellen. Das Kind soll seinem Vater oder seiner Mutter eine Frage stellen, der Vater oder die Mutter soll antworten. Bitten Sie dann den Vater oder die Mutter, hinauszugehen und die Tür zu schließen. Fragen Sie die Kinder, wie sie mit ihren Eltern sprechen können, wenn sie nicht bei ihnen sind (zum Beispiel einen Brief schreiben oder telefonieren). Erklären Sie, dass Gott unser Vater ist und wir seine Kinder sind. Da wir nicht in seiner Gegenwart sind, hat er uns eine Möglichkeit gegeben, mit ihm zu sprechen. Fragen Sie die Kinder, ob sie wissen, wie wir mit Gott sprechen. Die Kinder sollen Ihnen nachsprechen: „Ich kann zum Vater im Himmel beten.“

Fördern Sie das Verständnis: Singen Sie das Lied „O Vater im Himmel“ (LfK, Seite 9) oder das Lied „Ich bete voll Glauben“ (Kinderstern, März 1991, Seite 5). Kopieren Sie für jedes Kind das Klappbuch auf Seite 19 im Leitfaden für den Kindergarten, Seht eure Kleinen!. Bitten Sie die Kinder, die Bilder auszumalen. (Ältere Kinder können auf die Klappen schreiben, wofür sie dankbar sind und worum sie den Vater im Himmel bitten können. Sie könnten sie dann bitten, den anderen Kindern davon zu berichten.) Die Kinder sollen, während sie ihr Klappbuch anschauen, noch einmal das Lied singen.

Planen Sie Aktivitäten, die die Kinder auf verschiedene Weise einbeziehen, ihr Verständnis fördern und zur Anwendung anregen. Bei dieser Aktivität beispielsweise sehen sich die Kinder etwas an, sie singen, malen aus, schreiben, hören zu und erzählen.

Das Klappbuch gibt es unter sharingtime.lds.org

Ich kann zum himmlischen Vater beten

Mit „Lieber Vater im Himmel“ fange ich an.

Ich danke ihm für alles, was er mir gibt, sodann.

Dann bitte ich um das, was ich brauchen kann.

Im Namen Jesu Christi. Amen.

2. Woche: In den heiligen Schriften steht, wie und wann ich beten soll

Stellen Sie den Grundsatz vor: Lernen Sie mit den Kindern den folgenden Satz auswendig (siehe Alma 13:28): „Ihr sollt euch vor dem Herrn demütigen und seinen heiligen Namen anrufen und ständig wachen und beten.“ Besprechen Sie, was dieser Satz darüber aussagt, wie und wann wir beten sollen.

Fördern Sie das Verständnis: Machen Sie den Kindern bewusst, dass wir jederzeit und überall leise im Herzen zum Vater im Himmel beten können und dass wir ihm für unsere Segnungen danken und ihn um Hilfe bitten sollen. Schreiben Sie die folgenden Schriftstellen an die Tafel: 3 Nephi 18:19; 3 Nephi 19:6-8; 3 Nephi 18:15. Schreiben Sie auch die Wörter wie und wann an die Tafel. Bitten Sie die Kinder, jede Schriftstelle nachzuschlagen, und besprechen Sie, was sie darüber aussagt, wie oder wann wir beten sollen. Erzählen Sie, wie Alma und Amulek die Zoramiten lehrten, wie sie beten sollten (siehe Alma 31; 34:17-27; siehe auch Primarvereinigung 4, Lektion 21). Sie können auch ein paar Kinder bitten, die Geschichte schauspielerisch darzustellen, während Sie sie erzählen.

Regen Sie zur Anwendung an: Bitten Sie mehrere Kinder zu erzählen, wie sie sich beim Beten fühlen. Fragen Sie die Kinder nach einigen PV-Liedern, aus denen wir etwas über das Gebet erfahren können. Singen Sie einige der Lieder, und bitten Sie die Kinder, für ein, zwei Wörter in jedem Lied einfache Bewegungen vorzuschlagen, die dann das Wort ersetzen. Zum Beispiel kann man die Arme verschränken, anstatt die Wörter „beten“ oder „Gebet“ zu singen.

3. und 4. Woche: Der Vater im Himmel hört meine Gebete und gibt mir Antwort

Stellen Sie den Grundsatz vor: Lassen Sie die Kinder 3 Nephi 14:7 und Jakobus 1:5 nachschlagen. Sie sollen herausfinden, was diese Schriftstellen über das Beten aussagen. Lesen Sie die Schriftstellen gemeinsam vor und lassen Sie die Kinder erzählen, was sie daraus lernen. Sagen Sie gemeinsam mit den Kindern: „Der Vater im Himmel hört meine Gebete und gibt mir Antwort.“

Fördern Sie das Verständnis, regen Sie zur Anwendung an: Teilen Sie die Kinder in Gruppen auf und lassen Sie sie von einer Station zur anderen gehen (siehe LdgB, Seite 179). An jeder Station erklärt ein Lehrer eine Möglichkeit, wie der Vater im Himmel uns Antwort gibt. Dann lässt er die Kinder erzählen, wie ihre Gebete schon einmal erhört wurden. Vielleicht möchten Sie zwei Stationen in einer Woche durchnehmen und die anderen beiden in der nächsten Woche.

  • 1. Station: Manchmal erhalten wir die Antwort auf ein Gebet durch Gedanken oder Einfälle, die uns in den Sinn oder ins Herz kommen (siehe LuB 8:2). Erzählen Sie von einer eigenen Erfahrung, oder erzählen Sie die Geschichte von Enos (siehe Enos 1:4,5,10; siehe auch Seht eure Kleinen!, Seite 17).

  • 2. Station: Der Vater im Himmel kann uns durch andere Menschen Antwort geben. Erzählen Sie ein Erlebnis, bei dem die Hilfe eines anderen Menschen die Antwort auf Ihr Gebet war. Oder erzählen Sie die Geschichte von Präsident Thomas S. Monson, der durch sein Verhalten die Antwort auf das Gebet von Ben und Emily Fullmer war (siehe Liahona, November 2003, Seite 58f.).

  • 3. Station: Eine Antwort auf das Gebet kann man auch in den Worten Christi in den heiligen Schriften finden (siehe 2 Nephi 32:3). Erzählen Sie von einer eigenen Erfahrung, wie Sie beim Schriftstudium die Antwort auf ein Gebet erhielten.

  • 4. Station: Eine Antwort auf ein Gebet kann man in dem finden, was die neuzeitlichen Propheten sagen (siehe LuB 1:38). Zeigen Sie den Kindern eine Ausgabe des Liahonas und sagen Sie ihnen, dass man im Liahona die Worte der Propheten nachlesen kann. Erzählen Sie von einer eigenen Erfahrung, wie Sie einmal die Antwort auf ein Gebet erhielten, als Sie den Ansprachen der Generalkonferenz zuhörten oder die Worte neuzeitlicher Propheten lasen.

Stationen sind Orte, wo kleinere Gruppen von Kindern an verschiedenen Lernaktivitäten teilnehmen (siehe LdgB, Seite 179). Ist die PV sehr groß, ist es vielleicht einfacher, wenn die Lehrer von Gruppe zu Gruppe gehen.